Leviticus

 

Kapitel 1

 

1 Und der HERR rief Mose und redete mit ihm aus der Stiftshütte und sprach:

 

2 Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn jemand unter euch dem HERRN ein Opfer bringen will, so sollt ihr eure Opfer vom Vieh, von Rindern und von Schafen bringen.

 

3 Ist sein Opfer ein Brandopfer von Rindern, so bringe er ein Männlein ohne Fehl; vor der Tür der Stiftshütte soll er es bringen, dass es ihm angenehm sei vor dem HERRN.

 

4 Und soll seine Hand auf des Brandopfers Haupt legen, so wird es angenehm sein und ihn versöhnen.

 

5 Und soll das junge Rind schlachten vor dem HERRN; und die Priester, Aarons Söhne, sollen das Blut herzubringen und auf den Altar ringsum sprengen, der vor der Tür der Stiftshütte ist.

 

6 Und man soll dem Brandopfer die Haut abziehen und es in Stücke zerhauen.

 

7 Und die Söhne Aarons, die Priester, sollen Feuer auf den Altar legen und Holz auf das Feuer schichten.

 

8 Und die Söhne Aarons, die Priester, sollen die Stücke, den Kopf und das Fett auf das Holz legen, das auf dem Feuer auf dem Altar liegt.

 

9 Das Eingeweide aber und die Schenkel soll man mit Wasser waschen, und der Priester soll das alles auf dem Altar anzünden. Das ist ein Brandopfer, ein Feueropfer, ein lieblicher Geruch dem HERRN.

 

10 Will er aber von den Schafen ein Opfer bringen, von Lämmern oder Ziegen, zum Brandopfer, so bringe er ein Männlein ohne Fehl.

 

11 Und soll es schlachten zur Seite des Altars gegen Mitternacht vor dem HERRN; und die Priester, Aarons Söhne, sollen sein Blut auf den Altar ringsum sprengen.

 

12 Und soll es in Stücke zerhauen, dazu den Kopf und das Fett; und der Priester soll sie auf das Holz legen, das auf dem Feuer auf dem Altar liegt.

 

13 Das Eingeweide aber und die Schenkel soll man mit Wasser waschen, und der Priester soll alles herzubringen und auf dem Altar anzünden. Das ist ein Brandopfer, ein Feueropfer, ein lieblicher Geruch dem HERRN.

 

14 Will er aber von Vögeln dem HERRN ein Brandopfer tun, so bringe er seine Gabe von Turteltauben oder von jungen Tauben.

 

15 Und der Priester soll sie zum Altar bringen und ihr den Kopf abkneipen und auf dem Altar anzünden, und ihr Blut soll ausgedrückt werden an der Wand des Altars.

 

16 Und ihren Kropf mit ihren Federn soll er wegnehmen und ihn neben den Altar gegen Morgen werfen, an den Ort, wo die Asche hingeschüttet wird.

 

17Und soll sie spalten zwischen den Flügeln, aber nicht ganz voneinander teilen; und also soll sie der Priester auf dem Altar anzünden auf dem Holz, das auf dem Feuer liegt. Das ist ein Brandopfer, ein Feueropfer, ein lieblicher Geruch dem HERRN.

 

 

Kapitel 2

1 Wenn aber eine Seele dem Herrn ein Speisopfer darbringt, so soll sein Opfer Feinmehl sein; und er soll Öl darauf gießen und Weihrauch darauf legen; es ist ein Speisopfer.

 

2 Und er soll es zu den Söhnen Aarons, den Priestern, bringen; und er (der Priester) soll eine Handvoll davon nehmen, eine volle Handvoll von dem Feinmehl samt dem Öl und den ganzen Weihrauch davon, und der Priester soll das Gedächtnisteil davon auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen; es ist ein Speisopfer, ein lieblicher Geruch für den Herrn.

 

3 Und das Übrige von dem Speisopfer gehört Aaron und seinen Söhnen; es ist ein Hochheiliges von den Feueropfern des Herrn.

 

4 Wenn du aber ein Speisopfer darbringst, das im Ofen gebacken ist, so soll es Feinmehl sein, ungesäuerte Kuchen, mit Öl gemischt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl bestrichen, als Opfer für den Herrn.

 

5 Wenn aber dein Opfer ein Speisopfer von der Pfanne ist, so soll es Feinmehl sein, mit Öl gemischt, ungesäuert;

 

6 und du sollst es in Stücke zerbrechen und Öl darauf gießen; es ist ein Speisopfer für den Herrn.

 

7 Wenn aber dein Opfer ein Speisopfer vom Rost ist, so soll Feinmehl mit Öl zubereitet werden.

 

 

8 Und du sollst das Speisopfer, das du aus diesen Dingen machst, dem Herrn darbringen; und du sollst es dem Priester bringen, und er soll es zum Altar hinzubringen.

 

9 Und der Priester soll von dem Speisopfer das Gedächtnisteil davon nehmen und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen; es ist ein Feueropfer, ein lieblicher Geruch für den Herrn.

 

10 Das aber, was von dem Speisopfer übrig bleibt, gehört Aaron und seinen Söhnen; es ist ein Hochheiliges von den Feueropfern des Herrn.

 

11 Jedes Speisopfer, das ihr dem Herrn darbringt, sollt ihr nicht gesäuert bereiten; denn allen Sauerteig und allen Honig sollt ihr nicht davon als Feueropfer für den Herrn darbringen.

 

12 Als Opfer der Erstlinge sollt ihr sie dem Herrn darbringen, aber auf den Altar sollen sie nicht gebracht werden zum lieblichen Geruch für den Herrn.

 

13 Und jedes Opfer deines Speisopfers sollst du mit Salz salzen; du sollst das Salz des Bundes deines Gottes nicht fehlen lassen von deinem Speisopfer; bei jedem deiner Opfer sollst du Salz darbringen.

 

14 Wenn du aber dem Herrn ein Speisopfer von den Erstlingsfrüchten darbringst, so sollst du Ähren, am Feuer geröstet, Schrot von grünem Korn, dem Herrn darbringen als Speisopfer von deinen Erstlingsfrüchten.

 

15 Und du sollst Öl darauf gießen und Weihrauch darauf legen; es ist ein Speisopfer.

 

16 Und der Priester soll das Gedächtnisteil davon, von dem Schrot samt dem Öl und den ganzen Weihrauch davon, in Rauch aufgehen lassen; es ist ein Feueropfer für den Herrn.

 

 

Kapitel 3

1 Wenn aber seine Gabe ein Dankopfer für den HERRN ist, wenn er es von den Rindern darbringt, sei es ein Männchen oder ein Weibchen, soll er es fehlerlos vor dem HERRN darbringen.

 

2 Und er soll seine Hand auf den Kopf seiner Gabe legen und es schlachten am Eingang der Stiftshütte; und die Söhne Aarons, die Priester, sollen das Blut ringsum an den Altar des Brandopfers sprengen.

 

3 Und sie sollen von dem Dankopfer ein Feueropfer für den HERRN darbringen: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist,

 

4 und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, das an den Lenden, und den Lappen an der Leber (samt den Nieren soll er es wegnehmen).

 

5 Und die Söhne Aarons, die Priester, sollen es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, auf dem Brandopfer, auf dem Holz, das auf dem Feuer auf dem Altar ist; es ist ein Feueropfer, ein lieblicher Geruch für den HERRN.

 

6 Wenn aber seine Gabe von den Schafen ist, ein Dankopfer für den HERRN, ein Männchen oder ein Weibchen, soll er es fehlerlos darbringen.

 

7 Wenn er ein Lamm als seine Gabe darbringt, soll er es vor dem HERRN darbringen

 

8 und seine Hand auf den Kopf seiner Gabe legen und es schlachten am Eingang der Stiftshütte; und die Söhne Aarons, die Priester, sollen sein Blut ringsum an den Altar sprengen.

 

9 Und er soll von dem Dankopfer ein Feueropfer für Gott darbringen: das Fett und den fehlerlosen Rücken (samt den Nieren soll er es wegnehmen) und das Fett der Eingeweide

 

10 und beide Nieren und das Fett, das an ihnen ist, das an den Lenden, und den Lappen an der Leber (samt den Nieren soll er es wegnehmen).

 

11 Der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen; es ist ein Feueropfer, ein lieblicher Geruch für den HERRN.

 

12 Wenn aber seine Gabe von den Ziegen ist, soll er sie vor dem HERRN darbringen

 

13 und seine Hand auf ihren Kopf legen, und man soll sie vor dem HERRN schlachten am Eingang der Stiftshütte; und die Söhne Aarons, die Priester, sollen ihr Blut ringsum an den Altar sprengen.

 

14 Und er soll davon ein Feueropfer für den HERRN darbringen: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist,

 

15 und beide Nieren und alles Fett, das an ihnen ist, das an den Lenden, und den Lappen der Leber (samt den Nieren soll er es wegnehmen).

 

16 Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen; es ist ein Feueropfer, ein lieblicher Geruch für den HERRN. Alles Fett gehört dem HERRN.

 

17 Es ist eine ewige Satzung für eure Geschlechter in allen euren Wohnsitzen: Alles Fett und alles Blut sollt ihr nicht essen.

 

 

 

Kapitel 4

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

2 Rede zu den Kindern Israel und sprich: Wenn eine Seele aus Versehen sündigt gegen irgendein Gebot des HERRN, das man nicht tun soll, und tut eines davon:

 

3 Wenn der gesalbte Priester sündigt, dass das Volk schuldig wird, so soll er für seine Sünde, die er begangen hat, einen fehlerlosen jungen Stier aus dem Rindvieh dem HERRN als Sündopfer darbringen.

 

4 Und er soll den Stier vor die Tür der Stiftshütte vor den HERRN bringen und seine Hand auf den Kopf des Stieres legen und ihn schlachten vor dem HERRN.

 

5 Und der gesalbte Priester, der eingeweiht ist, soll von dem Blut des Stieres nehmen und es in die Stiftshütte bringen;

 

6 und der Priester soll seinen Finger in das Blut tauchen und von dem Blut siebenmal vor dem HERRN sprengen gegen den Vorhang des Heiligtums.

 

7 Und der Priester soll von dem Blut des Stieres auf die Hörner des Räucheraltars von wohlriechendem Spezereiwerg tun, der vor dem HERRN in der Stiftshütte ist; und alles Blut des Stieres soll er ausgießen an den Fuß des Brandopferaltars, der vor der Tür der Stiftshütte ist.

 

8 Und alles Fett des Sündopfers soll er davon abheben, das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist,

 

9 und die beiden Nieren und das Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz über der Leber (samt den Nieren soll er es wegnehmen),

 

10 so wie man es abhebt von dem Stier des Dankopfers; und der Priester soll es auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen lassen.

 

11 Aber das Fell des Stieres und alles Fleisch samt Kopf und Schenkeln und Eingeweiden und Mist

 

12 soll man den ganzen Stier hinaus vor das Lager bringen an einen reinen Ort, wo man die Asche hinschüttet, und ihn auf Holz mit Feuer verbrennen; an der Stelle, wo die Asche hingeschüttet wird, soll er verbrannt werden.

 

13 Wenn aber die ganze Gemeinde Israel aus Versehen sündigt und die Sache vor den Augen der Gemeinde verborgen ist, und sie tun eines von allen Geboten des HERRN, das man nicht tun soll, und verschulden sich,

 

14 und die Sünde, die sie daran begangen haben, wird erkannt, so soll die Gemeinde einen jungen Stier aus dem Rindvieh als Sündopfer darbringen und ihn vor die Tür der Stiftshütte bringen.

 

15 Und die Ältesten der Gemeinde sollen ihre Hände auf den Kopf des Stieres legen vor dem HERRN und den Stier schlachten vor dem HERRN.

 

16 Und der gesalbte Priester soll von dem Blut des Stieres in die Stiftshütte bringen;

 

17 und der Priester soll seinen Finger in das Blut tauchen und siebenmal vor dem HERRN sprengen vor dem Vorhang des Heiligtums.

 

18 Und von dem Blut soll er auf die Hörner des Altars tun, der vor dem HERRN in der Stiftshütte ist; und alles Blut soll er ausgießen an den Fuß des Brandopferaltars, der vor der Tür der Stiftshütte ist.

 

19 Und alles Fett soll er davon abheben und auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen;

 

20 und er soll mit dem Stier tun, wie er mit dem Stier des Sündopfers getan hat; so soll er damit tun. Und der Priester soll für sie Sühnung erwirken, und es wird ihnen vergeben werden.

 

21 Und sie sollen den Stier hinaus vor das Lager bringen und ihn verbrennen, wie sie den vorigen Stier verbrannt haben; es ist ein Sündopfer der Gemeinde.

 

22 Wenn ein Fürst sündigt und aus Versehen eines von allen Geboten des HERRN, seines Gottes, tut, das man nicht tun soll, und sich verschuldet,

 

23 und seine Sünde wird ihm kundgetan, die er begangen hat, so soll er als seine Gabe einen Ziegenbock, einen fehlerlosen, männlichen, darbringen.

 

24 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Bockes legen und ihn schlachten an der Stelle, wo man die Brandopfer schlachtet vor dem HERRN; es ist ein Sündopfer.

 

25 Und der Priester soll von dem Blut des Sündopfers mit seinem Finger auf die Hörner des Brandopferaltars tun und sein Blut ausgießen an den Fuß des Brandopferaltars.

 

26 Und alles Fett soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen wie das Fett des Dankopfers. Und der Priester soll für ihn Sühnung erwirken wegen seiner Sünde, und es wird ihm vergeben werden.

 

27 Wenn aber eine einzelne Seele aus dem Volk des Landes aus Versehen sündigt, indem sie eines von den Geboten des HERRN tut, das man nicht tun soll, und sich verschuldet,

 

28 und ihre Sünde wird ihr kundgetan, die sie begangen hat, so soll sie eine Ziege, ein fehlerloses weibliches Tier, als ihre Gabe für die Sünde bringen, die sie begangen hat.

 

29 Und sie soll ihre Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und die Ziege des Sündopfers schlachten an der Stelle, wo man die Brandopfer schlachtet.

 

30 Und der Priester soll von ihrem Blut mit seinem Finger nehmen und auf die Hörner des Brandopferaltars tun und alles Blut ausgießen an den Fuß des Altars.

 

31 Und alles Fett soll er abheben, wie man Fett vom Dankopfer abhebt, und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen zum lieblichen Geruch für den HERRN. Und der Priester soll für ihn Sühnung erwirken, und es wird ihm vergeben werden.

 

32 Wenn er aber ein Schaf als seine Gabe für ein Sündopfer bringt, so soll es ein fehlerloses weibliches Tier sein.

 

33 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und es schlachten an der Stelle, wo man die Brandopfer schlachtet.

 

34 Und der Priester soll von dem Blut des Sündopfers mit seinem Finger nehmen und auf die Hörner des Brandopferaltars tun und alles Blut ausgießen an den Fuß des Brandopferaltars.

 

35 Und alles Fett soll er abheben, wie man das Fett des Schafes vom Dankopfer abhebt, und der Priester soll es auf dem Altar auf dem Feueropfer des HERRN in Rauch aufgehen lassen. Und der Priester soll für ihn Sühnung erwirken wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.

 

 

 

Kapitel 5

1 Wenn aber eine Seele sündigt und einen Schwurruf hört und dieser Zeuge ist (entweder hat er es gesehen oder weiß es), wenn er es nicht anzeigt, wird er die Sünde auf sich laden.

 

2 Oder eine Seele, die irgendein unreines Ding anrührt, sei es das Aas eines unreinen Tieres oder das eines unreinen Raubtieres oder von den Aas- oder Scheusalen der unreinen Dinge oder von den Aas- unreinen Lasttieren,

 

3 oder sie rührt die Unreinheit eines Menschen an, von jeder seiner Unreinheiten, durch deren Berührung er unrein wird, und es ist ihm entgangen, danach aber erkennt und sich vergeht,

 

4 oder eine Seele, die schwört, indem sie mit den Lippen eine Unterscheidung trifft, Böses oder Gutes zu tun, in allem, was der Mensch mit einem Eid unterscheidet, und es ist ihm vor Augen verborgen, und dieser erkennt und sündigt in einem dieser Dinge,

 

5 und sie bekennt die Sünde, wegen derer sie gesündigt hat,

 

6 und sie bringt wegen dessen, worin sie sich gegen den Herrn vergangen hat, wegen der Sünde, die sie begangen hat, ein weibliches Tier von den Schafen, ein Lamm oder eine Ziege von den Ziegen, als Sündopfer; und der Priester wird Sühnung für ihn erwirken wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und ihm wird die Sünde vergeben werden.

 

7 Wenn aber seine Hand nicht genug für ein Schaf vermag, so bringe er wegen seiner Sünde, die er begangen hat, zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben dem Herrn, eine als Sündopfer und eine als Brandopfer.

 

8 Und er bringe sie zum Priester, und der Priester bringe zuerst das Sündopfer dar; und der Priester knicke seinen Kopf vom Nacken ab, ohne ihn zu trennen;

 

9 und er sprenge von dem Blut des Sündopfers an die Wand des Altars, den Rest des Blutes aber lasse er an den Fuß des Altars auslaufen; denn es ist ein Sündopfer.

 

10 Und das zweite mache er als Brandopfer, wie es sich gebührt. Und der Priester wird Sühnung für ihn erwirken wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und ihm wird vergeben werden.

 

11 Wenn aber seine Hand nicht ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben findet, so bringe er seine Gabe wegen dessen, worin er gesündigt hat, ein Zehntel Epha Feinmehl als Sündopfer; er gieße kein Öl darauf und lege keinen Weihrauch darauf, denn es ist ein Sündopfer;

 

12 und er bringe es zum Priester. Und der Priester nehme eine Handvoll davon, eine volle Hand, ihr Gedächtnisteil, und lege es auf den Altar der Brandopfer dem Herrn; es ist eine Sünde.

 

13 Und der Priester wird Sühnung für ihn erwirken wegen seiner Sünde, die er begangen hat, bei einem von diesen, und ihm wird vergeben werden. Das Übrige aber soll dem Priester gehören wie das Speisopfer des Feinmehls.

 

14 Und der Herr redete zu Mose und sprach:

 

15 Wenn eine Seele aus Versehen sündigt und sich an den heiligen Dingen des Herrn vergeht, so bringe sie wegen ihrer Schuld dem Herrn einen fehlerlosen Widder von den Schafen, nach dem Wert an Silbersekel, nach dem Sekel des Heiligtums, als Schuldopfer.

 

16 Und was sie an den heiligen Dingen gesündigt hat, soll sie erstatten und ein Fünftel hinzufügen und es dem Priester geben; und der Priester wird Sühnung für ihn erwirken mit dem Widder des Schuldopfers, und ihm wird vergeben werden.

 

17 Und wenn eine Seele sündigt und eines von allen Geboten des Herrn tut, die man nicht tun soll, und es nicht weiß, und sich vergeht und die Sünde auf sich lädt,

 

18 so bringe sie einen fehlerlosen Widder von den Schafen, nach dem Wert an Silber, als Schuldopfer zum Priester; und der Priester wird Sühnung für ihn erwirken wegen seiner Unwissenheit, die er unwissentlich begangen hat, und er selbst wusste es nicht, und ihm wird vergeben werden;

 

19 denn er hat sich einer Schuld gegen den Herrn schuldig gemacht.

 

20 Und der Herr redete zu Mose und sprach:

 

21 Wenn eine Seele sündigt und die Gebote des Herrn verachtet und seinen Nächsten belügt in Bezug auf ein Depot oder eine Gemeinschaft oder einen Raub oder er hat seinen Nächsten in irgendetwas benachteiligt

 

22 oder er hat Verlorenes gefunden und belügt ihn darüber und schwört zu Unrecht über eines von allem, was der Mensch tut, um darin zu sündigen,

 

23 und es wird sein, wenn er gesündigt und sich vergangen hat, dass er den Raub, den er geraubt hat, oder die Benachteiligung, die er zugefügt hat, oder das Depot, das ihm anvertraut wurde, oder das Verlorene, das er gefunden hat,

 

24 von allem, worüber er zu Unrecht geschworen hat, zurückgibt, und er wird es als Kapital erstatten und ein Fünftel hinzufügen; wem es gehört, dem soll er es geben an dem Tag, an dem er überführt wird.

 

25 Und wegen seiner Schuld bringe er dem Herrn einen fehlerlosen Widder von den Schafen, nach dem Wert, für das, worin er sich vergangen hat.

 

26 Und der Priester wird Sühnung für ihn erwirken vor dem Herrn, und ihm wird vergeben werden wegen eines von allem, was er getan und worin er sich vergangen hat.

 

 

 

Kapitel 6

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

2 Gebiete Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz des Brandopfers: Das Brandopfer soll auf seiner Feuerstelle auf dem Altar die ganze Nacht bis zum Morgen bleiben, und das Feuer des Altars soll darauf brennen und nicht erlöschen.

 

3 Und der Priester soll sein leinenes Gewand anziehen und leinene Beinkleider um seinen Leib anlegen; und er soll die Asche, die das Feuer vom Brandopfer auf dem Altar verzehrt hat, abheben und sie neben den Altar legen.

 

4 Und er soll seine Kleider ausziehen und andere Kleider anziehen und die Asche hinaus vor das Lager an einen reinen Ort bringen.

 

5 Und das Feuer auf dem Altar soll darauf brennen und nicht erlöschen; und der Priester soll Holz darauf anzünden jeden Morgen und das Brandopfer darauf schichten und das Fett der Friedensopfer darauf anzünden.

 

6 Ein beständiges Feuer soll auf dem Altar brennen, das nie erlöschen soll.

 

7 Und dies ist das Gesetz des Speisopfers: Die Söhne Aarons sollen es vor dem HERRN darbringen vor dem Altar.

 

8 Und er soll eine Handvoll davon nehmen, vom Feinmehl des Speisopfers und von seinem Öl und von seinem ganzen Weihrauch, der auf dem Speisopfer ist, und es auf dem Altar als Rauchopfer darbringen, zum lieblichen Geruch, als Gedächtnisteil für den HERRN.

 

9 Das Übrige aber sollen Aaron und seine Söhne essen; ungesäuert soll es gegessen werden an heiliger Stätte, im Vorhof der Stiftshütte sollen sie es essen.

 

10 Es soll nicht mit Sauerteig gebacken werden; als ihren Anteil habe ich es ihnen gegeben von meinen Feueropfern. Es ist ein Hochheiliges, gleich dem Sündopfer und gleich dem Schuldopfer.

 

11 Alles Männliche unter den Priestern soll es essen; es ist eine ewige Satzung für eure Geschlechter von den Feueropfern des HERRN. Jeder, der sie anrührt, wird heilig sein.

 

12 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

13 Dies ist die Opfergabe Aarons und seiner Söhne, die sie dem HERRN darbringen sollen an dem Tage, da man ihn salbt: ein Zehntel Epha Feinmehl als beständiges Speisopfer, die Hälfte davon am Morgen und die Hälfte davon am Abend.

 

14 Auf einer Pfanne mit Öl soll es zubereitet werden; du sollst es eingerührt darbringen, in Stücke gebrochen, als Speisopfer zum lieblichen Geruch für den HERRN.

 

15 Und der Priester, der an seiner Stelle aus seinen Söhnen gesalbt wird, soll es bereiten; es ist eine ewige Satzung: Ganz soll es dem HERRN dargebracht werden.

 

16 Und jedes Speisopfer eines Priesters soll ganz verbrannt werden und nicht gegessen werden.

 

17 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

18 Rede zu Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz des Sündopfers: An der Stätte, wo man das Brandopfer schlachtet, soll man das Sündopfer vor dem HERRN schlachten; es ist ein Hochheiliges.

 

19 Der Priester, der es darbringt, soll es essen; an heiliger Stätte soll es gegessen werden, im Vorhof der Stiftshütte.

 

20 Jeder, der sein Fleisch anrührt, wird heilig sein; und wenn etwas von seinem Blut auf ein Kleid spritzt, so sollst du das Bespritzte an heiliger Stätte waschen.

 

21 Und ein irdenes Gefäß, in dem es gekocht wird, soll zerbrochen werden; wenn es aber in einem ehernen Gefäß gekocht wird, so soll man es scheuern und mit Wasser spülen.

 

22 Alles Männliche unter den Priestern soll es essen; es ist ein Hochheiliges für den HERRN.

 

23Aber alles Sündopfer, von dessen Blut in die Stiftshütte gebracht wird, um im Heiligtum Sühnung zu schaffen, soll nicht gegessen werden; es soll im Feuer verbrannt werden.

 

 

 

Kapitel 7

1 Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers; es ist hochheilig.

 

2 An der Stätte, wo man das Brandopfer schlachtet, soll man den Widder des Schuldopfers vor dem HERRN schlachten, und sein Blut soll ringsum an den Altar gesprengt werden.

 

3 Und alles Fett von ihm soll er darbringen, den Fettschwanz und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett an den Eingeweiden,

 

4 und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, an den Lenden, und den Lappen an der Leber (samt den Nieren soll er es wegnehmen),

 

5 und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als ein Feueropfer für den HERRN; es ist ein Schuldopfer.

 

6 Alles Männliche unter den Priestern soll es essen; an heiliger Stätte sollen sie es essen; es ist hochheilig.

 

7 Wie das Sündopfer, so auch das Schuldopfer; ein Gesetz gilt für sie. Der Priester, der damit Sühne schafft, dem soll es gehören.

 

8 Und der Priester, der jemandes Brandopfer darbringt, dem soll die Haut des Brandopfers gehören, das er darbringt.

 

9 Und jedes Speisopfer, das im Ofen gebacken wird, und alles, was auf dem Rost oder in der Pfanne zubereitet wird, soll dem Priester gehören, der es darbringt.

 

10 Und jedes Speisopfer, das mit Öl gemischt oder trocken ist, soll allen Söhnen Aarons gehören, jedem gleich viel.

 

11 Und dies ist das Gesetz des Friedensopfers, das man dem HERRN darbringen soll.

 

12 Wenn man es als Dankopfer darbringt, so soll man zu dem Dankopfer ungesäuerte Kuchen aus Feinmehl, mit Öl gemischt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl bestrichen, und Feinmehl, mit Öl durchknetet, darbringen.

 

13 Neben gesäuerten Broten soll er seine Gabe darbringen, zu dem Dankopfer des Friedensopfers.

 

14 Und er soll von jeder Gabe ein Hebopfer für den HERRN darbringen; es soll dem Priester gehören, der das Blut des Friedensopfers sprengt.

 

15 Und das Fleisch des Dankopfers des Friedensopfers soll am Tag seiner Darbringung gegessen werden; man soll nichts davon bis zum Morgen übrig lassen.

 

16 Wenn es aber ein Gelübde oder ein freiwilliges Opfer ist, das er als seine Gabe darbringt, so soll es am Tag seiner Darbringung gegessen werden, und am nächsten Tag darf man essen, was davon übrig ist.

 

17 Was aber vom Fleisch des Opfers bis zum dritten Tag übrig bleibt, soll im Feuer verbrannt werden.

 

18 Wenn aber jemand am dritten Tag von dem Fleisch isst, so wird es nicht angenommen werden; dem, der es darbringt, wird es nicht angerechnet werden; es ist ein Gräuel. Und die Seele, die davon isst, wird ihre Schuld tragen.

 

19 Und Fleisch, das mit irgendetwas Unreinem in Berührung kommt, soll nicht gegessen werden; es soll im Feuer verbrannt werden. Alles Reine darf das Fleisch essen.

 

20 Die Seele aber, die vom Fleisch des Friedensopfers isst, das dem HERRN gehört, während ihre Unreinheit auf ihr ist, diese Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk.

21 Und wenn eine Seele irgendetwas Unreines anrührt, sei es die Unreinheit eines Menschen oder eines unreinen Tieres oder irgendeines unreinen Gräuels, und isst vom Fleisch des Friedensopfers, das dem HERRN gehört, so soll diese Seele ausgerottet werden aus ihrem Volk.

 

22 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

23 Rede zu den Kindern Israels und sprich: Alles Fett von Rindern, Schafen und Ziegen sollt ihr nicht essen.

 

24 Das Fett von verendeten Tieren und von zerrissenen Tieren darf zu jedem Zweck verwendet werden, aber gegessen sollt ihr es nicht.

 

25 Denn jeder, der Fett von Tieren isst, von denen man dem HERRN ein Feueropfer darbringt, diese Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk.

 

26 Und ihr sollt kein Blut essen in allen euren Wohnungen, weder von Vögeln noch von Tieren.

 

27 Jede Seele, die Blut isst, diese Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk.

 

28 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

29 Und zu den Kindern Israels sollst du sprechen: Wer dem HERRN ein Friedensopfer darbringt, soll seine Gabe dem HERRN von dem Friedensopfer bringen.

 

30 Seine Hände sollen die Feueropfer des HERRN darbringen: das Fett auf der Brust und den Lappen der Leber; er soll sie bringen, um sie als Webeopfer vor dem HERRN darzubringen.

 

31 Und der Priester soll das Fett auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, und die Brust soll Aaron und seinen Söhnen gehören.

 

32 Und den rechten Schenkel sollt ihr dem Priester als Hebopfer geben von euren Friedensopfern.

 

33 Wer von den Söhnen Aarons das Blut des Friedensopfers und das Fett darbringt, dem soll der rechte Schenkel als Anteil gehören.

 

34 Denn die Brust des Webeopfers und den Schenkel des Hebopfers habe ich von den Kindern Israels genommen, von ihren Friedensopfern, und habe sie Aaron, dem Priester, und seinen Söhnen gegeben als eine ewige Satzung von den Kindern Israels.

 

35 Dies ist das Salböl Aarons und das Salböl seiner Söhne von den Feueropfern des HERRN an dem Tag, als er sie herzutreten ließ, um Priesterdienst für den HERRN zu tun,

 

36 wie der HERR geboten hatte, ihnen zu geben an dem Tag, als er sie salbte, von den Kindern Israels; eine ewige Satzung für ihre Geschlechter.

 

37 Dies ist das Gesetz für die Brandopfer, die Speisopfer, die Sündopfer, die Schuldopfer, die Einsetzungsopfer und die Friedensopfer,

 

38 wie der HERR dem Mose auf dem Berg Sinai geboten hatte an dem Tag, als er den Kindern Israels gebot, ihre Gaben vor dem HERRN darzubringen in der Wüste Sinai.

 

 

 

Kapitel 8

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

2 Nimm Aaron und seine Söhne mit ihm, die Kleider und das Salböl und den Farren zum Sündopfer und die zwei Widder und den Korb mit den ungesäuerten Broten

 

3 und versammle die ganze Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte.

 

4 Und Mose tat, wie ihm der HERR geboten hatte, und versammelte die Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte.

 

5 Und Mose sprach zu der Gemeinde: Das ist's, was der HERR zu tun geboten hat.

 

6 Und Mose ließ Aaron und seine Söhne herzutreten und wusch sie mit Wasser.

 

7 Und er zog ihm den Leibrock an und gürtete ihn mit dem Gürtel und zog ihm den Purpurrock an und tat ihm den Schulterkragen um und gürtete ihn über dem Schulterkragen und zog ihn damit an.

 

8 Und er tat das Brustschild daran und legte in das Brustschild die Urim und Thummim.

 

9 Und er setzte den Kopfbund auf sein Haupt und setzte an den Kopfbund, vorn an seiner Stirn, das goldene Stirnblatt, die heilige Krone, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

 

10 Und Mose nahm das Salböl

 

11 und besprengte damit den Altar siebenmal und salbte den Altar und heiligte ihn mit allem seinem Gerät, auch das Becken und sein Gestell, und heiligte sie.

 

12 Und er goss von dem Salböl auf Aarons Haupt und salbte ihn, um ihn zu heiligen.

 

13 Und Mose ließ Aarons Söhne herzutreten und zog ihnen Leibröcke an und gürtete sie mit Gürteln und band ihnen Kopfbünde auf, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

 

14 Und Mose ließ den Farren zum Sündopfer herzubringen, und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des Farren zum Sündopfer.

 

15 Und Mose schlachtete ihn und nahm das Blut und tat es mit seinem Finger an die Hörner des Altars ringsum und entsündigte den Altar; und das Blut goss er an den Fuß des Altars und heiligte ihn, um Sühnung auf ihm zu schaffen.

 

16 Und Mose nahm alles Fett, das an den Eingeweiden ist, und das Netz über der Leber und die beiden Nieren mit ihrem Fett, und Mose ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen.

 

17 Aber den Farren mit seinem Fell, seinem Fleisch und seinem Mist verbrannte er außerhalb des Lagers, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

 

18 Und Mose ließ den Widder zum Brandopfer herzubringen, und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des Widders.

 

19 Und Mose schlachtete ihn und sprengte das Blut ringsum an den Altar.

 

20 Und Mose zerlegte den Widder in seine Stücke, und Mose ließ den Kopf, die Stücke und das Fett in Rauch aufgehen.

 

21 Die Eingeweide aber und die Schenkel wusch er mit Wasser, und Mose ließ den ganzen Widder auf dem Altar in Rauch aufgehen; es war ein Brandopfer zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer für den HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

 

22 Und Mose ließ den zweiten Widder, den Widder der Einweihung, herzubringen, und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des Widders.

 

23 Und Mose schlachtete ihn und nahm von seinem Blut und tat es an das rechte Ohrläppchen Aarons und an den Daumen seiner rechten Hand und an die große Zehe seines rechten Fußes.

 

24 Und Mose ließ Aarons Söhne herzutreten und tat von dem Blut an ihre rechten Ohrläppchen und an die Daumen ihrer rechten Hände und an die großen Zehen ihrer rechten Füße; und Mose sprengte das Blut ringsum an den Altar.

 

25 Und er nahm das Fett und den Fettschwanz und alles Fett an den Eingeweiden und das Netz über der Leber und die beiden Nieren mit ihrem Fett und die rechte Keule;

 

26 und aus dem Korb mit den ungesäuerten Broten, der vor dem HERRN stand, nahm er einen ungesäuerten Kuchen und einen Ölkuchen und einen Fladen und legte sie auf das Fett und auf die rechte Keule.

 

27 Und er legte dies alles auf die Hände Aarons und auf die Hände seiner Söhne und webte es als Webopfer vor dem HERRN.

 

28 Und Mose nahm es von ihren Händen und ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen, auf dem Brandopfer der Einweihung, zum lieblichen Geruch; es war ein Feueropfer für den HERRN.

 

29 Und Mose nahm die Brust und webte sie als Webopfer vor dem HERRN; von dem Widder der Einweihung wurde sie Mose zuteil, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

 

30 Und Mose nahm von dem Salböl und von dem Blut auf dem Altar und besprengte Aaron und seine Kleider, auch seine Söhne und die Kleider seiner Söhne mit ihm, und heiligte Aaron und seine Kleider und seine Söhne und die Kleider seiner Söhne mit ihm.

 

31 Und Mose sprach zu Aaron und seinen Söhnen: Kocht das Fleisch am Eingang der Stiftshütte an heiliger Stätte und esst es dort samt dem Brot im Korb der Einweihung, wie mir geboten ist, dass Aaron und seine Söhne es essen sollen.

 

32 Was aber übrig bleibt vom Fleisch und vom Brot, das sollt ihr mit Feuer verbrennen.

 

33 Und ihr sollt sieben Tage nicht aus der Tür der Stiftshütte gehen, bis die Tage eurer Einweihung erfüllt sind; denn sieben Tage wird man euch die Hände füllen.

 

34 Wie man an diesem Tag getan hat, so hat der HERR geboten zu tun, um euch zu entsündigen.

 

35 Und ihr sollt sieben Tage Tag und Nacht am Eingang der Stiftshütte bleiben und die Anordnungen des HERRN befolgen, damit ihr nicht sterbt; denn so ist mir geboten.

 

36 Und Aaron und seine Söhne taten alles, was der HERR durch Mose geboten hatte.

 

 

 

Kapitel 9

1 Und es geschah am achten Tage, da rief Mose Aaron und seine Söhne und die Ältesten Israels.

 

2 Und Mose sprach zu Aaron: Nimm dir ein Kalb von den Rindern zum Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer, ohne Fehl, und bringe sie vor den HERRN.

 

3 Und zu den Ältesten Israels rede und sprich: Nehmt einen Ziegenbock zum Sündopfer und ein Kalb und ein einjähriges Lamm zum Brandopfer, ohne Fehl,

 

4 und einen Stier und einen Widder zum Friedensopfer vor dem HERRN, und mit Öl angerührtes Feinmehl; denn heute wird der HERR unter euch erscheinen.

 

5 Und sie nahmen, was Mose geboten hatte, vor der Stiftshütte, und die ganze Gemeinde trat herzu und stand vor dem HERRN.

 

6 Und Mose sprach: Das ist das Wort, das der HERR geboten hat; tut es, so wird euch die Herrlichkeit des HERRN erscheinen.

 

7 Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar und opfere dein Sündopfer und dein Brandopfer und entsündige dich und dein Haus; und opfere die Gaben des Volkes und entsündige sie, wie der HERR geboten hat.

 

8 Und Aaron trat zum Altar und schlachtete das Kalb des Sündopfers.

 

9 Und die Söhne Aarons brachten das Blut zu ihm, und er tauchte seinen Finger in das Blut und tat es an die Hörner des Altars und goss das Blut an den Fuß des Altars.

 

10 Aber das Fett und die Nieren und den Lappen der Leber des Sündopfers ließ er auf dem Altar in Rauch aufgehen, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

 

11 Das Fleisch aber und das Fell verbrannte er mit Feuer draußen vor dem Lager.

 

12 Und er schlachtete das Brandopfer; und die Söhne Aarons brachten das Blut zu ihm, und er sprengte es ringsum an den Altar.

 

13 Und sie brachten ihm das Brandopfer in seinen Stücken, dazu den Kopf, und er ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen.

 

14 Und er wusch die Eingeweide und die Beine mit Wasser und ließ sie auf dem Brandopfer auf dem Altar in Rauch aufgehen.

 

15 Und er brachte die Gabe des Volkes dar; und nahm den Bock des Sündopfers des Volkes und schlachtete ihn und opferte ihn als Sündopfer wie das erste.

 

16 Und er brachte das Brandopfer dar und opferte es, wie es sich gebührt.

 

17 Und er brachte das Speisopfer dar, füllte seine Hand davon und ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen, außer dem Morgenbrandopfer.

 

18 Und er schlachtete den Stier und den Widder des Friedensopfers des Volkes; und die Söhne Aarons brachten das Blut zu ihm, und er sprengte es ringsum an den Altar.

 

19 Und das Fett vom Stier und vom Widder, den Schwanz und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und die beiden Nieren und das Fett daran und den Lappen an der Leber,

 

20 und legte die Fettstücke auf die Bruststücke, und ließ die Fettstücke auf dem Altar in Rauch aufgehen.

 

21 Aber die Bruststücke und den rechten Schenkel webte Aaron als Webopfer vor dem HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

 

22 Und Aaron hob seine Hände auf zum Volk und segnete sie; und er stieg herab, nachdem er das Sündopfer und die Brandopfer und die Friedensopfer dargebracht hatte.

 

23 Und Mose und Aaron gingen in die Stiftshütte und kamen heraus und segneten das ganze Volk; und die Herrlichkeit des HERRN erschien dem ganzen Volk.

 

24 Und ein Feuer ging aus von dem HERRN und verzehrte auf dem Altar das Brandopfer und die Fettstücke. Und das ganze Volk sah es, und sie jauchzten und fielen auf ihr Angesicht.

 

 

 

Kapitel 10

1 Und die beiden Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen ein jeder sein Räuchergefäß, legten Feuer darauf und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer vor den HERRN dar, das er ihnen nicht geboten hatte.

 

2 Da ging Feuer aus von dem HERRN und fraß sie, und sie starben vor dem HERRN.

 

3 Und Mose sprach zu Aaron: Das ist es, was der HERR geredet hat, indem er sprach: An denen, die mir nahen, will ich mich heiligen, und vor allem Volk will ich mich verherrlichen. Und Aaron schwieg still.

 

4 Und Mose rief Mischael und Elzaphan, die Söhne Ussiels, des Bruders von Aarons Vater, und sprach zu ihnen: Tretet herzu und traget eure Brüder weg von dem Heiligtum hinaus vor das Lager.

 

5 Und sie traten herzu und trugen sie in ihren Leibröcken hinaus vor das Lager, wie Mose geredet hatte.

 

6 Und Mose sprach zu Aaron und zu Eleasar und Ithamar, seinen Söhnen, die übriggeblieben waren: Euer Haupt sollt ihr nicht entblößen und eure Kleider nicht zerreißen, damit ihr nicht sterbet und der Zorn über die ganze Gemeinde komme; eure Brüder, das ganze Haus Israel, sollen den Brand beweinen, den der HERR angezündet hat.

 

7 Ihr aber sollt nicht von der Tür der Stiftshütte hinausgehen, damit ihr nicht sterbet; denn das Salböl des HERRN ist auf euch. Und sie taten nach dem Wort Moses.

 

8 Und der HERR redete zu Aaron und sprach:

 

9 Wein und starkes Getränk sollst du nicht trinken, du und deine Söhne mit dir, wenn ihr in die Stiftshütte hineingeht oder wenn ihr zum Altar hinzutretet, damit ihr nicht sterbet. Das sei eine ewige Satzung für eure Nachkommen,

 

10 damit ihr unterscheiden könnet zwischen Heiligem und Unheiligem und zwischen Unreinem und Reinem,

 

11 und damit ihr die Kinder Israel alle Satzungen lehret, die der HERR zu ihnen durch Mose geredet hat.

 

12 Und Mose redete zu Aaron und zu Eleasar und Ithamar, seinen Söhnen, die übriggeblieben waren: Nehmet das Speisopfer, das von den Feueropfern des HERRN übriggeblieben ist, und esset es ungesäuert neben dem Altar; denn es ist hochheilig.

 

13 Und ihr sollt es an heiliger Stätte essen; denn das ist dein und deiner Söhne Recht von den Feueropfern des HERRN; denn so ist mir geboten.

 

14 Und die Brust des Webopfers und die Keule des Hebopfers sollt ihr an heiliger Stätte essen, du und deine Söhne und deine Töchter mit dir; denn als dein und deiner Söhne Recht ist es gegeben von den Dankopfern der Kinder Israel.

 

15 Die Keule des Hebopfers und die Brust des Webopfers sollen sie samt den Feueropfern der Fettstücke bringen, um ein Webopfer vor dem HERRN zu weben; und es soll dir und deinen Söhnen und deinen Töchtern mit dir als ewiges Recht gehören, wie der HERR dem Mose geboten hat.

 

16 Und Mose suchte eifrig den Bock des Sündopfers, und siehe, er war verbrannt. Da wurde Mose zornig über Eleasar und Ithamar, die Söhne Aarons, die übriggeblieben waren, und sprach:

 

17 Warum habt ihr das Sündopfer nicht an heiliger Stätte gegessen? Denn es ist hochheilig, und er hat es euch gegeben, damit ihr die Schuld der Gemeinde traget und sie vor dem HERRN versöhnet.

 

18 Siehe, sein Blut ist nicht in das Heiligtum hineingebracht worden; ihr solltet es im Innern an heiliger Stätte essen, wie mir der HERR geboten hat.

 

19 Da redete Aaron zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und ihr Brandopfer vor dem HERRN dargebracht, und es ist mir solches begegnet; und wenn ich heute das Sündopfer gegessen hätte, wäre das wohl dem HERRN wohlgefällig gewesen?

 

20 Und Mose hörte es, und es war wohlgefällig in seinen Augen.

 

 

 

Kapitel 11

1 Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach:

 

2 Redet zu den Kindern Israel und sprecht: Das sind die Tiere, die ihr essen sollt unter allen Tieren auf Erden.

 

3 Alles, was die Klauen spaltet und wiederkäut unter den Tieren, das sollt ihr essen.

 

4 Ihr sollt aber nicht essen von denen, die wiederkäuen und die Klauen spalten: das Kamel, denn es wiederkäut, aber es spaltet die Klauen nicht; das soll euch unrein sein.

 

5 Den Klippdachs, denn er wiederkäut, aber er spaltet die Klauen nicht; der soll euch unrein sein.

 

6 Den Hasen, denn er wiederkäut, aber er spaltet die Klauen nicht; der soll euch unrein sein.

 

7 Das Schwein, denn es spaltet die Klauen, aber es wiederkäut nicht; das soll euch unrein sein.

 

8 Ihr sollt von ihrem Fleisch nicht essen und ihr Aas nicht anrühren; sie sollen euch unrein sein.

 

9 Das sollt ihr essen von allem, was im Wasser ist: alles, was Flossen und Schuppen hat im Wasser, im Meer und in den Bächen, das sollt ihr essen.

 

10 Alles aber, was nicht Flossen und Schuppen hat im Wasser, im Meer und in den Bächen, von allem, was sich im Wasser regt, und von allem lebendigen Tier, das im Wasser ist, das soll euch ein Greuel sein.

 

11 Und sie sollen euch ein Greuel sein: von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr verabscheuen.

 

12 Alles, was nicht Flossen und Schuppen hat im Wasser, das soll euch ein Greuel sein.

 

13 Und ihr sollt diese verabscheuen unter den Vögeln, dass man sie nicht esse: den Adler, den Gänsegeier, den Seeadler,

 

14 den Milan, den Falken nach seiner Art,

 

15 alle Raben nach ihrer Art,

 

16 den Strauß, die Nachteule, die Möwe, den Sperber nach seiner Art,

 

17 die Eule, den Kormoran, den Ibis,

 

18 den Schwan, den Pelikan, den Aasgeier,

 

19 den Storch, den Reiher nach seiner Art, den Wiedehopf und die Fledermaus.

 

20 Alles Gewimmel der Vögel, das auf vier Füßen geht, soll euch ein Greuel sein.

 

21 Doch das sollt ihr essen von allem Gewimmel der Vögel, das auf vier Füßen geht: was oberhalb seiner Füße Schenkel hat, um auf der Erde zu hüpfen.

 

22 Von diesen sollt ihr essen: die Heuschrecke nach ihrer Art, die Stabheuschrecke nach ihrer Art, die Grille nach ihrer Art und die Feldheuschrecke nach ihrer Art.

 

23 Alles andere Gewimmel der Vögel, das vier Füße hat, soll euch ein Greuel sein.

 

24 Und an diesen werdet ihr unrein: wer ihr Aas anrührt, der wird unrein sein bis zum Abend.

 

25 Und wer ihr Aas trägt, der soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis zum Abend.

 

26 Unter allen Tieren, die die Klauen spalten und wiederkäuen, aber nicht wiederkäuen, die sollen euch unrein sein; wer ihr Aas anrührt, der wird unrein sein bis zum Abend.

 

27 Und alles, was auf seinen Tatzen geht unter allen Tieren, die auf vier Füßen gehen, die sollen euch unrein sein; wer ihr Aas anrührt, der wird unrein sein bis zum Abend.

 

28 Und wer ihr Aas trägt, der soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis zum Abend; sie sollen euch unrein sein.

 

29 Und das soll euch unrein sein unter den Tieren, die auf Erden kriechen: der Maulwurf, die Maus, die Eidechse nach ihrer Art,

 

30 der Gecko, der Waran, die Blindschleiche, die Eidechse und der Maulwurf.

 

31 Diese sind euch unrein unter allem, was kriecht; wer sie anrührt, wenn sie tot sind, der wird unrein sein bis zum Abend.

 

32 Und alles, worauf eines von ihnen fällt, wenn sie tot sind, das wird unrein, jedes hölzerne Gerät, Kleid, Fell oder Sack; jedes Gerät, mit dem man Arbeit verrichtet, soll ins Wasser getaucht werden und unrein sein bis zum Abend, dann wird es rein.

 

33 Und jedes irdene Gefäß, in das eines von ihnen fällt, alles, was darin ist, wird unrein, und ihr sollt es zerbrechen.

 

34 Alle Speise, die gegessen wird, auf die Wasser kommt, wird unrein; und aller Trank, der getrunken wird in jedem Gefäß, wird unrein.

 

35 Und alles, worauf etwas von ihrem Aas fällt, wird unrein; Backöfen und Kochtöpfe sollen niedergerissen werden; sie sind unrein und sollen euch unrein sein.

 

36 Doch Quellen, Brunnen und Wasseransammlungen bleiben rein; wer aber ihr Aas anrührt, wird unrein.

 

37 Wenn aber von ihrem Aas auf Samen fällt, der gesät wird, so bleibt er rein.

 

38 Wenn aber Wasser auf den Samen gegossen wird und dann von ihrem Aas darauf fällt, so ist er euch unrein.

 

39 Wenn ein Tier stirbt, das ihr essen dürft, so wird, wer sein Aas anrührt, unrein sein bis zum Abend.

 

40 Und wer von seinem Aas isst, der soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis zum Abend; und wer sein Aas trägt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und wird unrein sein bis zum Abend.

 

41 Alles Gewürm, das auf Erden kriecht, soll euch ein Greuel sein, es soll nicht gegessen werden.

 

42 Alles, was auf dem Bauch kriecht, und alles, was auf vier Füßen geht, und alles, was viele Füße hat, unter allem Gewürm, das auf Erden kriecht, das sollt ihr nicht essen; denn es ist euch ein Greuel.

 

43 Macht euch nicht selbst zum Greuel an allem kriechenden Gewürm, und verunreinigt euch nicht daran, dass ihr unrein werdet.

 

44 Denn ich bin der HERR, euer Gott; darum sollt ihr euch heiligen und heilig sein, denn ich bin heilig; und ihr sollt euch nicht verunreinigen an allem Gewürm, das auf Erden kriecht.

 

45 Denn ich bin der HERR, der euch aus Ägyptenland geführt hat, um euer Gott zu sein; darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig.

 

46 Das ist das Gesetz über die Tiere und über die Vögel und über alles Lebendige, das sich im Wasser regt, und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht,

 

47 um zu unterscheiden zwischen unrein und rein und zwischen den Tieren, die man essen darf, und den Tieren, die man nicht essen darf.

 

 

 

Kapitel 12

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

2 Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Weib empfängt und gebiert ein Knäblein, so soll sie sieben Tage unrein sein, wie in den Tagen ihrer monatlichen Reinigung soll sie unrein sein.

 

3 Und am achten Tage soll man das Fleisch seiner Vorhaut beschneiden.

 

4 Und sie soll dreiunddreißig Tage daheim bleiben im Blut ihrer Reinigung; nichts Heiliges soll sie anrühren und zum Heiligtum soll sie nicht kommen, bis die Tage ihrer Reinigung erfüllt sind.

 

5 Gebiert sie aber ein Mägdlein, so soll sie vierzehn Tage unrein sein, wie in ihrer monatlichen Reinigung; und sechsundsechzig Tage soll sie daheim bleiben im Blut ihrer Reinigung.

 

6 Und wenn die Tage ihrer Reinigung erfüllt sind für einen Sohn oder für eine Tochter, soll sie ein einjähriges Lamm ohne Fehl zum Brandopfer bringen und eine junge Taube oder eine Turteltaube zum Sündopfer vor die Tür der Stiftshütte zum Priester.

 

7 Und er soll es vor dem HERRN opfern und sie entsühnen, so wird sie rein von ihrem Blutfluss. Das ist das Gesetz für die, die ein Knäblein oder Mägdlein gebiert.

 

8 Vermag aber ihre Hand nicht, ein Lamm zu erlangen, so nehme sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, eine zum Brandopfer und eine zum Sündopfer; und der Priester soll sie entsühnen, so wird sie rein.

 

 

 

Kapitel 13

1 Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach:

 

2 Wenn einem Menschen an der Haut seines Fleisches eine Erhebung, ein Ausschlag oder ein heller Fleck entsteht und es wird an der Haut seines Fleisches zu einem Aussatzmal, so soll er zu Aaron, dem Priester, oder zu einem seiner Söhne, den Priestern, gebracht werden.

 

3 Und der Priester soll das Mal an der Haut seines Fleisches besehen: Wenn das Haar an der Malstelle weiß geworden ist und das Aussehen des Mals tiefer liegt als die Haut seines Fleisches, so ist es ein Aussatzmal; und der Priester soll ihn besehen und ihn für unrein erklären.

 

4 Wenn aber der Fleck auf der Haut seines Fleisches weiß ist und nicht tiefer liegt als die Haut und sein Haar sich nicht in weißes Haar verwandelt hat, der Fleck selbst aber matt ist, so soll der Priester das Mal sieben Tage lang absondern.

 

5 Und der Priester soll das Mal am siebten Tag besehen: Siehe, das Mal bleibt vor ihm bestehen, das Mal hat sich auf der Haut nicht ausgebreitet, so soll der Priester ihn zum zweiten Mal sieben Tage lang absondern.

 

6 Und der Priester soll ihn am siebten Tag zum zweiten Mal besehen: Siehe, das Mal ist matt, das Mal hat sich auf der Haut nicht ausgebreitet, so soll der Priester ihn für rein erklären; es ist ein Ausschlag; und er soll seine Kleider waschen und rein sein.

 

7 Wenn sich aber der Ausschlag auf der Haut ausbreitet, nachdem er sich dem Priester zur Reinigung gezeigt hat, und er sich dem Priester zum zweiten Mal zeigt,

 

8 und der Priester ihn besieht: Siehe, der Ausschlag hat sich auf der Haut ausgebreitet, so soll der Priester ihn für unrein erklären; es ist Aussatz.

 

9 Und wenn ein Aussatzmal an einem Menschen entsteht, so soll er zum Priester kommen;

 

10 und der Priester soll ihn besehen: Siehe, ein weißer Fleck ist auf der Haut, und er hat das Haar weiß verwandelt, und von dem gesunden Fleisch, das lebt, ist in dem Fleck,

 

11 so ist es ein veralteter Aussatz, er ist in der Haut seines Fleisches; und der Priester soll ihn für unrein erklären und ihn absondern, denn er ist unrein.

 

12 Wenn aber der Aussatz auf der Haut blüht und der Aussatz die ganze Haut des Mals bedeckt vom Kopf bis zu den Füßen, soweit die Augen des Priesters sehen,

 

13 und der Priester besieht ihn: Siehe, der Aussatz hat die ganze Haut seines Fleisches bedeckt, so soll der Priester das Mal für rein erklären; denn es ist ganz weiß geworden, es ist rein.

 

14 An dem Tag aber, an dem lebendiges Fleisch an ihm gesehen wird, wird er unrein;

 

15 und der Priester soll das lebendige Fleisch besehen und ihn für unrein erklären; das lebendige Fleisch ist unrein, es ist Aussatz.

 

16 Wenn aber das lebendige Fleisch wiederhergestellt und weiß geworden ist, so soll er zum Priester kommen;

 

17 und der Priester soll ihn besehen: Siehe, das Mal hat sich in Weiß verwandelt, so soll der Priester das Mal für rein erklären; er ist rein.

 

18 Und wenn am Fleisch seiner Haut ein Geschwür entsteht und heilt,

 

19 und an der Stelle des Geschwürs ein weißer Fleck oder ein heller, weißlicher oder rötlicher Fleck entsteht, und er sich dem Priester zeigt,

 

20 und der Priester ihn besieht: Siehe, das Aussehen ist tiefer als die Haut, und sein Haar hat sich in Weiß verwandelt, so soll der Priester ihn für unrein erklären; es ist Aussatz, im Geschwür ist er aufgeblüht.

 

21 Wenn aber der Priester ihn besieht: Siehe, es ist kein weißes Haar darin, und es liegt nicht tiefer als die Haut des Fleisches, und es ist matt, so soll der Priester ihn sieben Tage lang absondern.

 

22 Wenn es sich aber auf der Haut ausbreitet, so soll der Priester ihn für unrein erklären; es ist ein Aussatzmal, im Geschwür ist es aufgeblüht.

 

23 Wenn aber der helle Fleck an seiner Stelle bleibt und sich nicht ausbreitet, so ist es die Narbe des Geschwürs, und der Priester soll ihn für rein erklären.

 

24 Und wenn am Fleisch seiner Haut eine Brandwunde entsteht und das Geheilte der Brandwunde auf seiner Haut ein heller, weißlicher oder rötlicher oder ganz weißer, glänzender Fleck wird,

 

25 und der Priester ihn besieht: Siehe, das Haar hat sich in dem Glänzenden weiß verwandelt, und sein Aussehen ist tiefer als die Haut, so ist es Aussatz, in der Brandwunde ist er aufgeblüht; und der Priester soll ihn für unrein erklären, es ist ein Aussatzmal.

 

26 Wenn aber der Priester ihn besieht: Siehe, es ist kein weißes Haar in dem Glänzenden, und es liegt nicht tiefer als die Haut, es selbst aber ist matt, so soll der Priester ihn sieben Tage lang absondern.

 

27 Und der Priester soll ihn am siebten Tag besehen: Wenn es sich auf der Haut ausbreitet, so soll der Priester ihn für unrein erklären; es ist ein Aussatzmal, im Geschwür ist es aufgeblüht.

 

28 Wenn aber das Glänzende an seiner Stelle bleibt und sich nicht auf der Haut ausbreitet, es selbst aber matt ist, so ist es die Narbe der Brandwunde, und der Priester soll ihn für rein erklären; denn es ist das Zeichen der Brandwunde.

 

29 Und wenn einem Mann oder einer Frau an ihnen ein Aussatzmal am Kopf oder am Bart entsteht,

 

30 und der Priester das Mal besieht: Siehe, sein Aussehen ist tiefer als die Haut, und darin ist feines, gelbliches Haar, so soll der Priester ihn für unrein erklären; es ist ein Grind, es ist Aussatz des Kopfes oder Aussatz des Bartes.

 

31 Und wenn der Priester das Mal des Grindes besieht: Siehe, das Aussehen ist nicht tiefer als die Haut, und gelbliches Haar ist nicht darin, so soll der Priester das Mal des Grindes sieben Tage lang absondern.

 

32 Und der Priester soll das Mal am siebten Tag besehen: Siehe, der Grind hat sich nicht ausgebreitet, und gelbliches Haar ist nicht darin, und das Aussehen des Grindes ist nicht tiefer als die Haut,

 

33 so soll er sich scheren lassen, aber den Grind soll er nicht scheren; und der Priester soll den Grind zum zweiten Mal sieben Tage lang absondern.

 

34 Und der Priester soll den Grind am siebten Tag besehen: Siehe, der Grind hat sich auf der Haut nicht ausgebreitet, nachdem er sich hat scheren lassen, und das Aussehen des Grindes ist nicht tiefer als die Haut, so soll der Priester ihn für rein erklären; und er soll seine Kleider waschen und rein sein.

 

35 Wenn sich aber der Grind auf der Haut ausbreitet, nachdem er für rein erklärt worden ist,

 

36 und der Priester ihn besieht: Siehe, der Grind hat sich auf der Haut ausgebreitet, so soll der Priester nicht nach dem gelblichen Haar forschen, denn er ist unrein.

 

37 Wenn aber der Grind vor ihm an seiner Stelle bleibt und schwarzes Haar darin aufsprosst, so ist der Grind geheilt; er ist rein, und der Priester soll ihn für rein erklären.

 

38 Und wenn einem Mann oder einer Frau auf der Haut seines Fleisches helle, weißliche Flecken entstehen,

 

39 und der Priester sie besieht: Siehe, auf der Haut seines Fleisches sind helle, weißliche Flecken, so ist es ein weißer Fleck, er ist rein; es blüht auf der Haut seines Fleisches, er ist rein.

 

40 Wenn einem Menschen sein Haupt kahl wird, so ist er kahlköpfig, er ist rein;

 

41 wenn ihm aber vorn am Gesicht das Haupt kahl wird, so ist er glatzköpfig, er ist rein.

 

42 Wenn aber auf seiner Kahlheit oder auf seiner Glatze ein weißer oder rötlicher Fleck entsteht, so ist es Aussatz auf seiner Kahlheit oder auf seiner Glatze;

 

43 und der Priester soll ihn besehen: Siehe, das Aussehen des Flecks ist weiß, rötlich auf seiner Kahlheit oder auf seiner Glatze, wie das Aussehen von Aussatz auf der Haut seines Fleisches,

 

44 so ist der Mensch aussätzig; unrein soll der Priester ihn erklären, auf seinem Haupt ist sein Mal.

 

45 Und der Aussätzige, an dem das Mal ist, soll zerrissene Kleider haben und sein Haupt unbedeckt, und er soll den Bart verhüllen und 'Unrein, unrein!' rufen.

 

46 Alle Tage, solange das Mal an ihm ist, soll er unrein sein; er ist unrein; abgesondert soll er wohnen, außerhalb des Lagers soll sein Aufenthalt sein.

 

47 Und wenn an einem Kleidungsstück ein Aussatzmal entsteht, an einem wollenen Kleidungsstück oder an einem leinenen Kleidungsstück,

 

48 oder am Kettfaden oder am Einschlag oder an den Leinen- oder Wollstoffen oder an einem Fell oder an jedem verarbeiteten Ledergegenstand,

 

49 und das Mal wird grünlich oder rötlich an dem Fell oder an dem Kleidungsstück oder am Kettfaden oder am Einschlag oder an jedem verarbeiteten Ledergegenstand, so ist es ein Aussatzmal und soll dem Priester gezeigt werden.

 

50 Und der Priester soll das Mal besehen und das Mal sieben Tage lang absondern.

 

51 Und der Priester soll das Mal am siebten Tag besehen; wenn sich das Mal an dem Kleidungsstück oder am Kettfaden oder am Einschlag oder an dem Fell ausbreitet, an allen Ledergegenständen, die verarbeitet werden, so ist das Mal ein hartnäckiger Aussatz, es ist unrein.

 

52 Er soll das Kleidungsstück oder den Kettfaden oder den Einschlag an den Woll- oder Leinenstoffen oder an jedem ledernen Gegenstand, woran das Mal ist, verbrennen; denn es ist ein hartnäckiger Aussatz, es soll im Feuer verbrannt werden.

 

53 Wenn aber der Priester sieht, dass sich das Mal an dem Kleidungsstück oder am Kettfaden oder am Einschlag oder an jedem ledernen Gegenstand nicht ausbreitet,

 

54 so soll der Priester anordnen, dass man das, woran das Mal ist, wasche, und der Priester soll das Mal zum zweiten Mal sieben Tage lang absondern.

 

55 Und der Priester soll das Mal besehen, nachdem es gewaschen ist; wenn das Mal sein Aussehen nicht verändert hat und sich das Mal nicht ausbreitet, so ist es unrein, es soll im Feuer verbrannt werden; es hat sich in das Kleidungsstück oder in den Kettfaden oder in den Einschlag eingefressen.

 

56 Wenn aber der Priester sieht, dass das Mal nach dem Waschen blass geworden ist, so soll er es aus dem Kleidungsstück oder aus dem Fell oder aus dem Kettfaden oder aus dem Einschlag herausreißen.

 

57 Wenn es aber noch an dem Kleidungsstück oder am Kettfaden oder am Einschlag oder an jedem ledernen Gegenstand erscheint, so ist es ein ausbrechender Aussatz; es soll im Feuer verbrannt werden, woran das Mal ist.

 

58 Und das Kleidungsstück oder der Kettfaden oder der Einschlag oder jeder lederne Gegenstand, der gewaschen wird und von dem das Mal weicht, soll zum zweiten Mal gewaschen werden und wird rein sein.

 

59 Dies ist das Gesetz für das Aussatzmal an einem wollenen oder leinenen Kleidungsstück oder am Kettfaden oder am Einschlag oder an jedem ledernen Gegenstand, um es für rein oder unrein zu erklären.

 

 

 

Kapitel 14

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

2 Dies ist das Gesetz für den Aussätzigen am Tage seiner Reinigung: Er soll zum Priester gebracht werden.

 

3 Und der Priester soll hinausgehen vor das Lager, und wenn der Priester sieht, dass das Mal des Aussatzes an dem Aussätzigen geheilt ist,

 

4 so gebiete der Priester, dass man für den, der gereinigt werden soll, zwei lebendige, reine Vögel nehme und Zedernholz und karmesinrote Wolle und Ysop.

 

5 Und der Priester gebiete, dass man den einen Vogel schlachte in ein irdenes Gefäß über lebendigem Wasser.

 

6 Und den lebendigen Vogel soll er nehmen und das Zedernholz und die karmesinrote Wolle und den Ysop und sie eintauchen samt dem lebendigen Vogel in das Blut des geschlachteten Vogels über dem lebendigen Wasser.

 

7 Und er besprenge den, der vom Aussatz gereinigt wird, siebenmal, und er sei rein; und den lebendigen Vogel soll er ins freie Feld fliegen lassen.

 

8 Der Gereinigte aber wasche seine Kleider und schere alle seine Haare ab und bade sich im Wasser, so ist er rein. Danach darf er ins Lager gehen, doch soll er sieben Tage außerhalb seines Zeltes bleiben.

 

9 Und am siebten Tage soll er alle seine Haare abscheren, sein Haupt, seinen Bart, seine Augenbrauen, alle seine Haare soll er abscheren; und er wasche seine Kleider und bade seinen Leib im Wasser, so ist er rein.

 

10 Und am achten Tage nehme er zwei fehlerlose, einjährige Lämmer und ein fehlerloses, einjähriges Schaf und drei Zehntel Semmelmehl, mit Öl gemengt, zum Speisopfer, und ein Log Öl.

 

11 Und der Priester, der die Reinigung vornimmt, stelle den Menschen, der gereinigt wird, samt diesen Dingen vor den HERRN an den Eingang der Stiftshütte.

 

12 Und der Priester nehme das eine Lamm und bringe es als Schuldopfer dar samt dem Log Öl und webe es als Webopfer vor dem HERRN.

 

13 Und man schlachte das Lamm an der Stätte, wo man die Brandopfer und die Sündopfer schlachtet, an heiliger Stätte; denn das Sündopfer ist wie das Schuldopfer, es gehört dem Priester; es ist hochheilig.

 

14 Und der Priester nehme von dem Blut des Schuldopfers und tue es an das rechte Ohrläppchen des, der gereinigt wird, und an den Daumen seiner rechten Hand und an die große Zehe seines rechten Fußes.

 

15 Und der Priester nehme von dem Log Öl und gieße es in seine linke Hand.

 

16 Und der Priester tauche seinen rechten Finger in das Öl, das in seiner linken Hand ist, und sprenge mit seinem Finger siebenmal vor dem HERRN.

 

17 Das übrige Öl aber, das in seiner Hand ist, tue der Priester an das rechte Ohrläppchen des, der gereinigt wird, und an den Daumen seiner rechten Hand und an die große Zehe seines rechten Fußes, auf das Blut des Schuldopfers.

 

18 Das übrige Öl aber, das in der Hand des Priesters ist, tue er auf das Haupt des, der gereinigt wird, und der Priester tue Sühnung für ihn vor dem HERRN.

 

19 Und der Priester bereite das Sündopfer zu und tue Sühnung für den Unreinen, der gereinigt wird, wegen seiner Sünde; danach schlachte der Priester das Brandopfer.

 

20 Und der Priester bringe das Brandopfer und das Speisopfer auf dem Altar dar vor dem HERRN; und der Priester tue Sühnung für ihn, so ist er rein.

 

21 Wenn er aber arm ist und seine Hand nicht so viel aufbringen kann, so nehme er ein Lamm als Schuldopfer zum Webopfer, um Sühnung für ihn zu tun, und ein Zehntel Semmelmehl, mit Öl gemengt, zum Speisopfer, und ein Log Öl,

 

22 und zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, wie seine Hand es vermag, und die eine sei ein Sündopfer, die andere ein Brandopfer.

 

23 Und er bringe sie am achten Tage zu seiner Reinigung zum Priester an den Eingang der Stiftshütte vor den HERRN.

 

24 Und der Priester nehme das Lamm des Schuldopfers und das Log Öl und webe sie als Webopfer vor dem HERRN.

 

25 Und er schlachte das Lamm des Schuldopfers, und der Priester nehme von dem Blut des Schuldopfers und tue es an das rechte Ohrläppchen des, der gereinigt wird, und an den Daumen seiner rechten Hand und an die große Zehe seines rechten Fußes.

 

26 Und von dem Öl gieße der Priester in seine linke Hand.

 

27 Und der Priester sprenge mit seinem rechten Finger von dem Öl, das in seiner linken Hand ist, siebenmal vor dem HERRN.

 

28 Und der Priester tue von dem Öl, das in seiner Hand ist, an das rechte Ohrläppchen des, der gereinigt wird, und an den Daumen seiner rechten Hand und an die große Zehe seines rechten Fußes, auf die Stelle des Blutes des Schuldopfers.

 

29 Das übrige Öl aber, das in der Hand des Priesters ist, tue er auf das Haupt des, der gereinigt wird, um Sühnung für ihn zu tun vor dem HERRN.

 

30 Und er bereite eine der Turteltauben oder von den jungen Tauben zu, wie seine Hand es vermag,

 

31 die eine als Sündopfer, die andere als Brandopfer samt dem Speisopfer; und der Priester tue Sühnung für den, der gereinigt wird, vor dem HERRN.

 

32 Dies ist das Gesetz für den, an dem das Mal des Aussatzes ist, und der mit seiner Hand nicht aufbringen kann, was zu seiner Reinigung nötig ist.

 

33 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach:

 

34 Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, das ich euch zum Besitz gebe, und ich ein Mal des Aussatzes an einem Haus im Lande eures Besitzes gebe,

 

35 so komme der, dem das Haus gehört, und melde es dem Priester und spreche: Es erscheint mir wie ein Mal am Hause.

 

36 Und der Priester gebiete, dass man das Haus ausräume, ehe der Priester hineingeht, das Mal zu besehen, damit nicht unrein werde alles, was im Hause ist; danach gehe der Priester hinein, das Haus zu besehen.

 

37 Und er besehe das Mal: Sind an den Wänden des Hauses grünliche oder rötliche Vertiefungen, und ihr Ansehen ist niedriger als die Wand,

 

38 so gehe der Priester aus dem Haus zur Tür des Hauses und schließe das Haus sieben Tage lang.

 

39 Und der Priester komme am siebten Tage wieder und besehe das Haus; und wenn das Mal an den Wänden des Hauses nicht weiter um sich gegriffen hat,

 

40 so gebiete der Priester, dass man die Steine, an denen das Mal ist, herausnehme und sie hinauswerfe vor die Stadt an einen unreinen Ort.

 

41 Und man lasse das Haus inwendig ringsum abkratzen und schütte den abgekratzten Lehm hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort.

 

42 Und man nehme andere Steine und setze sie an die Stelle der Steine, und man nehme anderen Lehm und verputze das Haus.

 

43 Wenn aber das Mal wiederkehrt und am Hause ausbricht, nachdem man die Steine herausgenommen und das Haus abgekratzt und neu verputzt hat,

 

44 so komme der Priester und besehe es; und wenn das Mal am Hause weiter um sich gegriffen hat, so ist ein fressender Aussatz am Hause, es ist unrein.

 

45 Und man reiße das Haus nieder, seine Steine und sein Holz und allen Lehm des Hauses, und bringe es hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort.

 

46 Und wer in das Haus geht, solange es verschlossen ist, der ist unrein bis zum Abend.

 

47 Und wer in dem Hause schläft, der wasche seine Kleider, und wer in dem Hause isst, der wasche seine Kleider. Und wer in dem Hause ißt, der soll seine Kleider waschen und unrein sein bis zum Abend.

 

48 Wenn aber der Priester kommt und hineingeht und sieht, und siehe, der Aussatz hat sich in dem Hause nicht weiter ausgebreitet, nachdem das Haus getüncht worden ist, so soll der Priester das Haus für rein erklären, denn der Aussatz ist geheilt.

 

49 Und er soll nehmen, um das Haus zu entsündigen, zwei lebendige, reine Vögel und Zedernholz und karmesinrote Wolle und Ysop;

 

50 und er soll den einen Vogel schlachten in ein irdenes Gefäß über lebendigem Wasser;

 

51 und er soll das Zedernholz und die karmesinrote Wolle und den Ysop und den lebendigen Vogel nehmen und sie in das Blut des geschlachteten Vogels tauchen über lebendigem Wasser und damit das Haus siebenmal besprengen.

 

52 Und er soll das Haus entsündigen mit dem Blut des Vogels und mit dem lebendigen Wasser und mit dem lebendigen Vogel und mit dem Zedernholz und mit dem Ysop und mit der karmesinroten Wolle;

 

53 und er soll den lebendigen Vogel hinauslassen vor die Stadt ins freie Feld und so Sühnung für das Haus schaffen, und es wird rein sein.

 

54 Dies ist das Gesetz für jede Art von Aussatz und Grind

 

55 und für den Aussatz der Kleider und der Häuser

 

56 und für eine Beule und einen Flecken und einen hellen Fleck

 

57 und um zu lehren, an welchem Tage etwas unrein und an welchem Tage es rein zu sprechen ist; dies ist das Gesetz für den Aussatz.

 

 

 

Kapitel 15

1 Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach:

 

2 Redet zu den Kindern Israel und sprecht zu ihnen: Wenn einem Mann ein Ausfluss aus seinem Fleisch wird, so ist sein Ausfluss unrein.

 

3 Und dies ist das Gesetz seiner Unreinheit: Wenn sein Fleisch den Samen fließen lässt, so ist er unrein; und wenn sein Fleisch den Samen zurückhält, so ist er rein.

 

4 Jedes Lager, auf dem der Samenflüssige liegt, ist unrein, und jedes Gerät, auf dem er sitzt, ist unrein.

 

5 Und wer sein Lager berührt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.

 

6 Und wer auf dem Gerät sitzt, auf dem der Samenflüssige gesessen hat, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.

 

7 Und wer das Fleisch des Samenflüssigen berührt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.

 

8 Wenn aber der Samenflüssige auf den Reinen speit, so soll der seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.

 

9 Und jeder Sattel, auf dem der Samenflüssige reitet, ist unrein bis zum Abend.

 

10 Und wer irgend etwas berührt, was unter ihm gewesen ist, der ist unrein bis zum Abend; und wer es trägt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.

 

11 Und wen der Samenflüssige anrührt, ohne dass er seine Hände mit Wasser gewaschen hat, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.

 

12 Und ein irdenes Gefäß, das der Samenflüssige anrührt, soll man zerbrechen; und jedes hölzerne Gefäß soll man mit Wasser spülen, so ist es rein.

 

13 Und wenn der Samenflüssige rein wird von seinem Ausfluss, so soll er sieben Tage zählen für seine Reinigung und seine Kleider waschen und sein Fleisch mit Wasser baden, so ist er rein.

 

14 Und am achten Tag soll er zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und vor den HERRN bringen an die Tür der Stiftshütte und sie dem Priester geben.

 

15 Und der Priester soll aus der einen ein Sündopfer und aus der anderen ein Brandopfer machen und ihn versöhnen vor dem HERRN von seinem Ausfluss.

 

16 Und wenn einem Mann der Same entgeht, so soll er sein ganzes Fleisch mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.

 

17 Und jedes Kleid und jedes Fell, auf das der Same kommt, soll mit Wasser gewaschen werden und unrein sein bis zum Abend.

 

18 Und wenn ein Mann bei einer Frau liegt und Samen ergeht, so sollen sie sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.

 

19 Und wenn eine Frau einen Blutfluss hat, so ist sie unrein; sieben Tage soll sie in ihrer Absonderung sein; wer sie anrührt, der ist unrein bis zum Abend.

 

20 Und alles, worauf sie in ihrer Absonderung liegt, ist unrein, und alles, worauf sie sitzt, ist unrein.

 

21 Und wer ihr Lager berührt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.

 

22 Und wer irgendein Gerät berührt, auf dem sie gesessen hat, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.

 

23 Und wenn sie auf ihrem Lager oder auf dem Gerät, auf dem sie sitzt, ist, und er sie anrührt, so ist er unrein bis zum Abend.

 

24 Und wenn ein Mann bei ihr liegt und ihre Unreinheit an ihm haftet, so ist er sieben Tage unrein; und jedes Lager, auf dem er liegt, ist unrein.

 

25 Und wenn eine Frau viele Tage lang Blut fließen lässt, nicht zur Zeit ihrer Absonderung, oder wenn sie über ihre Absonderung hinaus fließt, so ist sie alle Tage ihres unreinen Flusses unrein wie in den Tagen ihrer Absonderung.

 

26 Jedes Lager, auf dem sie liegt alle Tage ihres Flusses, soll ihr sein wie das Lager ihrer Absonderung, und jedes Gerät, auf dem sie sitzt, ist unrein wie die Unreinheit ihrer Absonderung.

 

27 Wer sie anrührt, der ist unrein und soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.

 

28 Wenn sie aber rein wird von ihrem Fluss, so soll sie sieben Tage zählen und danach rein sein.

 

29 Und am achten Tag soll sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und sie zum Priester bringen an die Tür der Stiftshütte.

 

30 Und der Priester soll aus der einen ein Sündopfer und aus der anderen ein Brandopfer machen und sie versöhnen vor dem HERRN von dem Fluss ihrer Unreinheit.

 

31 So sollt ihr die Kinder Israel warnen vor ihrer Unreinheit, dass sie nicht sterben in ihrer Unreinheit, wenn sie meine Wohnung verunreinigen, die unter ihnen ist.

 

32 Dies ist das Gesetz für den, der einen Samenfluss hat, und für den, dem der Same entgeht, dass er unrein wird,

 

33 und für die Frau, die in ihrer Absonderung ist, und für den, der einen Samenfluss hat, es sei Mann oder Frau, und für den Mann, der bei einer Unreinen liegt.

 

 

 

Kapitel 16

1 Und der HERR redete zu Mose, nachdem die beiden Söhne Aarons gestorben waren, als sie fremdes Feuer vor dem HERRN darbrachten, und sie starben.

 

2 Und der HERR sprach zu Mose: Rede zu deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu jeder Zeit in das Heiligtum hineingehe, innerhalb des Vorhangs, vor den Deckel, der auf der Bundeslade ist, damit er nicht sterbe; denn in der Wolke will ich erscheinen über dem Deckel.

 

3 So soll Aaron in das Heiligtum hineingehen: mit einem jungen Stier zum Sündopfer und mit einem Widder zum Brandopfer.

 

4 Und er soll den heiligen leinenen Rock anziehen und leinene Beinkleider an seinem Leibe haben und sich mit einem leinenen Gürtel gürten und den leinenen Kopfbund umbinden; das sind heilige Kleider. Und er soll sein Fleisch mit Wasser baden und sie anziehen.

 

5 Und von der Gemeinde der Kinder Israel soll er zwei Ziegenböcke nehmen zum Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer.

 

6 Und Aaron soll den Stier des Sündopfers, der für ihn ist, darbringen und Sühnung für sich und sein Haus tun.

 

7 Und er soll die zwei Böcke nehmen und sie vor den HERRN stellen an die Tür der Stiftshütte.

 

8 Und Aaron soll über die zwei Böcke Lose werfen: ein Los dem HERRN und das andere dem Asasel.

 

9 Und Aaron soll den Bock, auf welchen das Los für den HERRN fällt, darbringen und zum Sündopfer machen.

 

10 Aber den Bock, auf welchen das Los für Asasel fällt, soll er lebendig vor den HERRN stellen, um Sühnung über ihn zu tun, dass man ihn zum Asasel in die Wüste schicke.

 

11 Und Aaron soll den Stier des Sündopfers, der für ihn ist, darbringen und Sühnung für sich und sein Haus tun und den Stier des Sündopfers, der für ihn ist, schlachten.

 

12 Und er soll eine Pfanne voll glühender Kohlen vom Altar, der vor dem HERRN steht, nehmen und seine Hände voll gestoßenen wohlriechenden Räucherwerks und es innerhalb des Vorhangs hineinbringen.

 

13 Und er soll das Räucherwerk auf das Feuer vor dem HERRN legen, dass der Nebel des Räucherwerks den Deckel bedecke, der auf dem Zeugnis ist, damit er nicht sterbe.

 

14 Und er soll von dem Blut des Stieres nehmen und mit seinem Finger auf den Deckel sprengen gegen Osten hin; und vor dem Deckel soll er siebenmal mit seinem Finger von dem Blut sprengen.

 

15 Und er soll den Bock des Sündopfers, der für das Volk ist, schlachten und sein Blut innerhalb des Vorhangs hineinbringen und mit seinem Blut tun, wie er mit dem Blut des Stieres getan hat, und soll es auf den Deckel und vor den Deckel sprengen.

 

16 Und er soll Sühnung tun für das Heiligtum wegen der Unreinheiten der Kinder Israel und wegen ihrer Übertretungen, in allen ihren Sünden; und so soll er tun der Stiftshütte, die bei ihnen wohnt, mitten in ihrer Unreinheit.

 

17 Und kein Mensch soll in der Stiftshütte sein, wenn er hineingeht, Sühnung zu tun im Heiligtum, bis er herausgeht. Und er soll Sühnung tun für sich und sein Haus und für die ganze Gemeinde Israel.

 

18 Und er soll hinausgehen zu dem Altar, der vor dem HERRN steht, und Sühnung für ihn tun; und er soll von dem Blut des Stieres und von dem Blut des Bockes nehmen und es an die Hörner des Altars ringsum tun.

 

19 Und er soll mit seinem Finger siebenmal von dem Blut auf ihn sprengen und ihn reinigen und heiligen von den Unreinheiten der Kinder Israel.

 

20 Und wenn er die Sühnung für das Heiligtum und die Stiftshütte und den Altar vollendet hat, dann soll er den lebendigen Bock darbringen.

 

21 Und Aaron soll seine beiden Hände auf den Kopf des lebendigen Bockes legen und über ihm bekennen alle Missetaten der Kinder Israel und alle ihre Übertretungen, in allen ihren Sünden, und soll sie auf den Kopf des Bockes legen und ihn durch einen bereiten Mann in die Wüste schicken lassen.

 

22 Und der Bock soll alle ihre Missetaten auf sich tragen in ein abgeschnittenes Land; und er soll den Bock in die Wüste schicken.

 

23 Und Aaron soll in die Stiftshütte hineingehen und die leinenen Kleider ausziehen, die er anzog, als er in das Heiligtum ging, und sie daselbst lassen.

 

24 Und er soll sein Fleisch mit Wasser baden an heiliger Stätte und seine eigenen Kleider anziehen und herausgehen und sein Brandopfer und das Brandopfer des Volkes opfern und Sühnung für sich und das Volk tun.

 

25 Aber das Fett des Sündopfers soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.

 

26 Und der den Bock für Asasel hinaustreibt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch mit Wasser baden und danach ins Lager kommen.

 

27 Aber den Stier des Sündopfers und den Bock des Sündopfers, deren Blut hineingebracht wurde, Sühnung zu tun im Heiligtum, soll man hinausschaffen vor das Lager und mit Feuer verbrennen, ihre Häute, ihr Fleisch und ihren Mist.

 

28 Und der sie verbrennt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch mit Wasser baden und danach ins Lager kommen.

 

29 Und dies soll euch eine ewige Satzung sein: Im siebenten Monat, am Zehnten des Monats, sollt ihr eure Seelen kasteien und keinerlei Arbeit tun, der Einheimische und der Fremdling, der unter euch wohnt.

 

30 Denn an diesem Tage wird man Sühnung für euch tun, euch zu reinigen; von allen euren Sünden werdet ihr vor dem HERRN rein werden.

 

31 Es ist ein Sabbat der Ruhe für euch, und ihr sollt eure Seelen kasteien; eine ewige Satzung.

 

32 Und es soll Sühnung tun der Priester, den man gesalbt und dessen Hand man gefüllt hat, dass er Priesterdienst tue an seines Vaters Statt; und er soll die leinenen Kleider anziehen, die heiligen Kleider.

 

33 Und er soll Sühnung tun für das Allerheiligste und für die Stiftshütte und für den Altar, und für die Priester und für das ganze Volk der Gemeinde soll er Sühnung tun.

 

34 Und dies soll euch eine ewige Satzung sein, dass ihr Sühnung tut für die Kinder Israel wegen aller ihrer Sünden, einmal im Jahr. Und er tat, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

 

 

 

Kapitel 17

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

2 Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Kindern Israel und sprich zu ihnen: Dies ist das Wort, das der HERR geboten hat:

 

3 Jeder Mann aus den Kindern Israel oder von den Fremdlingen, die in eurer Mitte wohnen, der ein Rind oder ein Schaf oder eine Ziege im Lager schlachtet oder der es außerhalb des Lagers schlachtet

 

4 und es nicht an den Eingang der Stiftshütte bringt, um es dem HERRN als Brandopfer oder Dankopfer darzubringen, das ihm wohlgefällig sei zum lieblichen Geruch, und wer es draußen schlachtet und es nicht an den Eingang der Stiftshütte bringt, um es dem HERRN als Opfergabe darzubringen vor der Wohnung des HERRN, dem soll es als Blutschuld zugerechnet werden; er hat Blut vergossen, und dieser Mensch soll ausgerottet werden aus seinem Volk.

 

5 Darum sollen die Kinder Israel ihre Schlachtopfer, die sie auf dem Felde schlachten, zum HERRN bringen, an den Eingang der Stiftshütte zum Priester, und sie sollen sie dem HERRN als Dankopfer schlachten.

 

6Und der Priester soll das Blut an den Altar des HERRN ringsum sprengen vor dem HERRN, an den Eingang der Stiftshütte, und das Fett zum lieblichen Geruch dem HERRN opfern.

 

7 Und sie sollen ihre Opfer nicht mehr den Dämonen darbringen, denen sie nachhuren. Das soll eine ewige Satzung sein für euch und eure Nachkommen.

 

8 Und du sollst zu ihnen sagen: Jeder Mann aus den Kindern Israel und von den Fremdlingen, die in eurer Mitte wohnen, der ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer darbringt

 

9 und es nicht an den Eingang der Stiftshütte bringt, um es dem HERRN zu opfern, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk.

 

10 Und jeder Mann aus den Kindern Israel oder von den Fremdlingen, die in eurer Mitte wohnen, der irgendwelches Blut isst, gegen den will ich mein Angesicht richten, der das Blut isst, und will ihn ausrotten aus seinem Volk.

 

11 Denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, dass ihr eure Seelen damit versöhnt; denn das Blut ist es, das durch die Seele versöhnt.

 

12 Darum habe ich den Kindern Israel gesagt: Keine Seele unter euch soll Blut essen, und der Fremdling, der in eurer Mitte wohnt, soll kein Blut essen.

 

13 Und jeder Mann aus den Kindern Israel und von den Fremdlingen, die in eurer Mitte wohnen, der ein Wild oder einen Vogel erjagt, das man essen darf, der soll dessen Blut ausgießen und mit Erde bedecken.

 

14 Denn die Seele alles Fleisches ist sein Blut; und ich habe den Kindern Israel gesagt: Ihr sollt keines Fleisches Blut essen, denn die Seele alles Fleisches ist sein Blut; wer es isst, der soll ausgerottet werden.

 

15 Und jede Seele, die ein verendetes oder zerrissenes Tier isst, es sei ein Einheimischer oder ein Fremdling, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend; dann ist er rein.

 

16 Wenn er aber seine Kleider nicht wäscht und seinen Leib nicht mit Wasser badet, so trägt er seine Missetat.

 

 

 

Kapitel 18

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

2 Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Ich bin der HERR, euer Gott.

 

3 Nach den Sitten des Landes Ägypten, in dem ihr gewohnt habt, sollt ihr nicht tun, und nach den Sitten des Landes Kanaan, in das ich euch bringen werde, sollt ihr nicht tun, und nach ihren Satzungen sollt ihr nicht wandeln.

 

4 Meine Rechte sollt ihr tun und meine Satzungen sollt ihr halten, darin zu wandeln; ich bin der HERR, euer Gott.

 

5 Und haltet meine Satzungen und meine Rechte, sie zu tun; denn der Mensch, der sie tut, wird durch sie leben; ich bin der HERR.

 

6 Niemand soll sich zu irgendeiner Blutsverwandten nahen, um ihre Scham zu entblößen; ich bin der HERR.

 

7 Die Scham deines Vaters und die Scham deiner Mutter sollst du nicht entblößen; sie ist deine Mutter, du sollst ihre Scham nicht entblößen.

 

8 Die Scham der Frau deines Vaters sollst du nicht entblößen; sie ist die Scham deines Vaters.

 

9 Die Scham deiner Schwester, der Tochter deines Vaters oder der Tochter deiner Mutter, daheim geboren oder draußen geboren, ihre Scham sollst du nicht entblößen.

 

10 Die Scham der Tochter deines Sohnes oder der Tochter deiner Tochter, ihre Scham sollst du nicht entblößen; denn sie sind deine Scham.

 

11 Die Scham der Tochter der Frau deines Vaters sollst du nicht entblößen; sie ist deine Schwester von Vaters Seite, du sollst ihre Scham nicht entblößen.

 

12 Die Scham der Schwester deines Vaters sollst du nicht entblößen; sie ist die Blutsverwandte deines Vaters.

 

13 Die Scham der Schwester deiner Mutter sollst du nicht entblößen; denn sie ist die Blutsverwandte deiner Mutter.

 

14 Die Scham des Bruders deines Vaters sollst du nicht entblößen und zu seiner Frau sollst du nicht gehen; sie ist deine Verwandte.

 

15 Die Scham deiner Schwiegertochter sollst du nicht entblößen; sie ist die Frau deines Sohnes, du sollst ihre Scham nicht entblößen.

 

16 Die Scham der Frau deines Bruders sollst du nicht entblößen; sie ist die Scham deines Bruders.

 

17 Die Scham einer Frau und ihrer Tochter sollst du nicht entblößen; die Tochter ihres Sohnes und die Tochter ihrer Tochter sollst du nicht nehmen, um ihre Scham zu entblößen; sie sind deine Blutsverwandten; es ist eine Schandtat.

 

18 Eine Frau zu ihrer Schwester sollst du nicht nehmen, um sie zur Nebenbuhlerin zu machen, ihre Scham zu entblößen neben ihr, solange sie noch lebt.

 

19 Und zu einer Frau in der Absonderung ihrer Unreinheit sollst du nicht nahen, um ihre Scham zu entblößen.

 

20 Und mit der Frau deines Nächsten sollst du keinen Beischlaf haben, um dich an ihr zu verunreinigen.

 

21 Und von deinem Samen sollst du nicht geben, um dem Moloch zu dienen, und du sollst den Namen deines Gottes nicht entweihen; ich bin der HERR.

 

22 Und bei einem Mann sollst du nicht liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.

 

23 Und bei keinem Vieh sollst du liegen, um dich an ihm zu verunreinigen, und eine Frau soll sich nicht vor ein Vieh stellen, um sich mit ihm zu paaren; es ist eine Schandtat.

 

24 Verunreinigt euch nicht mit alledem; denn mit alledem haben sich die Heiden verunreinigt, die ich vor euch vertreibe.

 

25 Und das Land wurde verunreinigt, und ich habe seine Schuld an ihm heimgesucht, und das Land hat seine Bewohner ausgespien.

 

26 Und ihr sollt meine Satzungen und meine Rechte halten und sollt keine von diesen Gräueln tun, weder der Einheimische noch der Fremdling, der bei euch wohnt.

 

27 Denn alle diese Gräuel haben die Menschen dieses Landes getan, die vor euch waren, und das Land wurde verunreinigt.

 

28 Damit euch das Land nicht ausspeie, wenn ihr es verunreinigt, wie es die Heiden ausgespien hat, die vor euch waren.

 

29 Denn jeder, der irgendeinen dieser Gräuel tut, die Seelen, die sie tun, sollen ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes.

 

30 Und ihr sollt meine Satzungen halten, dass ihr nicht tut nach den gräulichen Sitten, die vor euch getan wurden, und ihr sollt euch nicht an ihnen verunreinigen; denn ich bin der HERR, euer Gott.

 

 

 

Kapitel 19

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

2 Rede zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott.

 

3 Ein jeder fürchte seine Mutter und seinen Vater, und haltet meine Sabbate; ich bin der HERR, euer Gott.

 

4 Ihr sollt euch nicht zu den Götzen wenden und sollt euch keine gegossenen Götter machen; ich bin der HERR, euer Gott.

 

5 Und wenn ihr dem HERRN ein Dankopfer opfert, so sollt ihr es opfern, dass es euch wohlgefällig mache.

 

6 An dem Tage, da ihr es opfert, soll es gegessen werden und des anderen Tages; was aber übrigbleibt bis zum dritten Tage, das soll mit Feuer verbrannt werden.

 

7 Wird es aber am dritten Tage gegessen, so ist es ein Gräuel; es wird nicht wohlgefällig sein.

 

8 Und wer es isst, der wird seine Missetat tragen, weil er das Heiligtum des HERRN entweiht hat; und solche Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk.

 

9 Wenn ihr aber die Ernte eures Landes erntet, sollt ihr nicht alles bis an die Enden des Feldes abernten, auch nicht die Nachlese deiner Ernte halten.

 

10 Auch deinen Weinberg sollst du nicht genau nachlesen und die abgefallenen Beeren deines Weinbergs nicht auflesen; dem Armen und dem Fremdling sollst du sie lassen; ich bin der HERR, euer Gott.

 

11 Ihr sollt nicht stehlen, nicht lügen und nicht betrügerisch handeln einer gegen den anderen.

 

12 Und ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen und so den Namen deines Gottes entweihen; ich bin der HERR, euer Gott.

 

13 Du sollst deinen Nächsten nicht bedrücken und nicht berauben; es soll des Tagelöhners Lohn nicht bei dir bleiben bis zum Morgen.

 

14 Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst vor den Blinden kein Hindernis legen, sondern sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der HERR, euer Gott.

 

15 Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht; du sollst nicht die Person des Geringen ansehen und nicht die Person des Großen ehren, sondern du sollst deinen Nächsten recht richten.

 

16 Du sollst nicht als Verleumder umhergehen unter deinem Volk; du sollst auch nicht auftreten gegen das Leben deines Nächsten; ich bin der HERR, euer Gott.

 

17 Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Nächsten zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld auf dich ladest.

 

18 Du sollst nicht rachgierig sein noch Zorn halten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.

 

19 Meine Satzungen sollt ihr halten; dein Vieh sollst du nicht mit einem anderen Tiere paaren; deinen Acker sollst du nicht mit zweierlei Samen besäen; und kein Kleid, das aus zweierlei Fäden gewebt ist, soll auf dich kommen.

 

20 Wenn jemand bei einer Frau liegt und sie ist eine Sklavin, die einem Manne verlobt, aber noch nicht losgekauft oder freigelassen ist, so soll man sie züchtigen; sie sollen nicht sterben, denn sie ist nicht frei gewesen.

 

21 Und er soll dem HERRN ein Schuldopfer bringen vor die Tür der Stiftshütte, einen Widder zum Schuldopfer.

 

22 Und der Priester soll ihn versöhnen mit dem Widder des Schuldopfers vor dem HERRN wegen seiner Sünde, die er getan hat; so wird ihm seine Sünde vergeben, die er getan hat.

 

23 Wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR, euer Gott, geben wird, und allerlei Bäume pflanzt, von denen man isst, so sollt ihr ihre Vorhaut beschneiden; drei Jahre lang sollen sie euch wie unbeschnitten gelten, dass ihr nicht davon esst.

 

24 Im vierten Jahre aber soll all ihre Frucht heilig sein, ein Lobopfer dem HERRN.

 

25 Im fünften Jahre aber sollt ihr die Frucht essen, damit sie euch noch mehr einbringen; ich bin der HERR, euer Gott.

 

26 Ihr sollt nichts auf den Bergen essen und sollt nicht auf Vogelgeschrei achten noch auf Zeichen.

 

27 Ihr sollt euer Haupthaar nicht rundherum abscheren und euren Bart nicht stutzen.

 

28 Ihr sollt euch um eines Toten willen keine Einschnitte an eurem Leibe machen und keine Zeichen einritzen; ich bin der HERR, euer Gott.

 

29 Du sollst deine Tochter nicht entweihen, dass du sie zur Hurerei bringst, damit das Land nicht zur Hurerei verführt werde und voller Bosheit werde.

 

30 Meine Sabbate sollt ihr halten und meine Heiligtümer fürchten; ich bin der HERR.

 

31 Ihr sollt euch nicht zu den Totenbeschwörern wenden und die Wahrsager nicht aufsuchen, dass ihr euch an ihnen verunreinigt; ich bin der HERR, euer Gott.

 

32 Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und sollst deinen Gott fürchten; ich bin der HERR, euer Gott.

 

33 Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken.

 

34 Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland; ich bin der HERR, euer Gott.

 

35 Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht mit Maß, Gewicht und Waage.

 

36 Rechte Waage, rechtes Gewicht, rechtes Maß sollt ihr haben; ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat.

 

37 Und haltet alle meine Satzungen und alle meine Rechte und tut sie; ich bin der HERR, euer Gott.

 

 

 

Kapitel 20

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

2 Rede zu den Kindern Israel: Wenn jemand von den Kindern Israel oder von den Fremdlingen, die in Israel wohnen, eines von seinem Samen dem Moloch gibt, der soll des Todes sterben; das Volk des Landes soll ihn steinigen.

 

3 Und ich will mein Angesicht wider diesen Menschen setzen und will ihn aus seinem Volk ausrotten, dass er dem Moloch von seinem Samen gegeben hat, damit er mein Heiligtum verunreinigt und meinen heiligen Namen entweiht.

 

4 Und wenn das Volk des Landes ihre Augen von diesem Menschen abwenden, wenn er dem Moloch von seinem Samen gibt, dass sie ihn nicht töten,

 

5 so will ich mein Angesicht wider diesen Menschen und wider sein Geschlecht setzen und will ihn und alle, die ihm nachhuren, dass sie dem Moloch nachhuren, aus ihrem Volk ausrotten.

 

6 Und wenn eine Seele sich zu den Wahrsagern und Zeichendeutern wendet, dass sie ihnen nachhurt, so will ich mein Angesicht wider diese Seele setzen und will sie aus ihrem Volk ausrotten.

 

7 Darum heiliget euch und seid heilig, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott.

 

8 Und haltet meine Satzungen und tut sie; ich bin der HERR, der euch heiligt.

 

9 Wer seinen Vater oder seine Mutter flucht, der soll des Todes sterben; er hat seinen Vater oder seine Mutter geflucht, sein Blut sei auf ihm.

 

10 Wer die Ehe bricht mit jemandes Weibe, der soll des Todes sterben, beide, der Ehebrecher und die Ehebrecherin.

 

11 Wenn jemand bei seines Vaters Weibe schläft, der hat seines Vaters Scham aufgedeckt; beide sollen des Todes sterben, ihr Blut sei auf ihnen.

 

12 Wenn jemand bei seiner Schwiegertochter schläft, so sollen beide des Todes sterben; sie haben eine Schandtat begangen, ihr Blut sei auf ihnen.

 

13 Wenn jemand bei einem Manne schläft wie bei einem Weibe, die haben einen Gräuel getan; beide sollen des Todes sterben, ihr Blut sei auf ihnen.

 

14 Wenn jemand ein Weib nimmt und ihre Mutter dazu, das ist eine Schandtat; man soll sie mit Feuer verbrennen, ihn und sie, dass keine Schandtat unter euch sei.

 

15 Wenn jemand bei einem Vieh schläft, der soll des Todes sterben, und das Vieh sollt ihr töten.

 

16 Wenn ein Weib sich zu irgendeinem Vieh tut, dass es sie beschere, die sollst du töten, das Weib und das Vieh; sie sollen des Todes sterben, ihr Blut sei auf ihnen.

 

17 Wenn jemand seine Schwester nimmt, seines Vaters Tochter oder seiner Mutter Tochter, und ihre Blöße sieht und sie seine Blöße sieht, das ist eine Schande; sie sollen ausgerottet werden vor den Kindern ihres Volkes; er hat seiner Schwester Scham aufgedeckt, sie sollen ihre Sünde tragen.

 

18 Wenn jemand bei einem Weibe schläft in ihrer Krankheit und ihre Scham aufdeckt, ihre Quelle aufgedeckt hat und sie die Quelle ihres Blutes aufgedeckt hat, die sollen beide aus ihrem Volk ausgerottet werden.

 

19 Die Scham deiner Schwester, deines Vaters Tochter oder deiner Mutter Tochter, sollst du nicht aufdecken; denn das ist deine Blutsverwandte; sie sollen ihre Sünde tragen.

 

20 Wenn jemand bei seiner Base schläft, der hat seiner Verwandtschaft Scham aufgedeckt; sie sollen kinderlos sterben.

 

21 Wenn jemand seines Bruders Weib nimmt, das ist eine Unreinigkeit; er hat seines Bruders Scham aufgedeckt; sie sollen kinderlos sein.

 

22 So haltet nun alle meine Satzungen und meine Rechte und tut sie, dass euch das Land nicht ausspeie, darein ich euch führe, dass ihr darin wohnet.

 

23 Und wandelt nicht in den Satzungen der Heiden, die ich vor euch her ausstoße; denn sie haben solches alles getan, und ich habe einen Gräuel an ihnen.

 

24 Euch aber habe ich gesagt: Ihr sollt ihr Land erben; und ich will es euch geben, dass ihr es besitzet, ein Land, darin Milch und Honig fließt. Ich bin der HERR, euer Gott, der euch von den Völkern abgesondert hat.

 

25 Dass ihr auch unterscheidet die reinen Tiere von den unreinen und die unreinen Vögel von den reinen, und eure Seelen nicht verunreinigt an den Tieren und an den Vögeln und an allem, was auf Erden kriecht, das ich euch abgesondert habe, dass es unrein sei.

 

26 Und ihr sollt mir heilig sein; denn ich, der HERR, bin heilig, der euch abgesondert hat von den Völkern, dass ihr mein wäret.

 

27 Wenn ein Mann oder ein Weib ein Wahrsager oder Zeichendeuter ist, die sollen des Todes sterben; man soll sie steinigen, ihr Blut sei auf ihnen.

 

 

 

Kapitel 21

1 Und der HERR sprach zu Mose: Sage den Priestern, den Söhnen Aarons, und sprich zu ihnen: An den Toten sollen sie sich nicht verunreinigen unter ihrem Volk,

 

2 außer an seinem nächsten Verwandten, an seiner Mutter und an seinem Vater und an seinen Söhnen und an seinen Töchtern und an seinem Bruder

 

3 und an seiner Schwester, der Jungfrau, die ihm nahesteht, die noch keinem Manne gegeben ist; an diesen darf er sich verunreinigen.

 

4 Er soll sich nicht verunreinigen als ein Haupt unter seinem Volk, um sich zu entweihen.

 

5 Sie sollen sich keine Glatze scheren auf dem Haupt um eines Toten willen und den Rand ihres Bartes nicht abscheren und an ihrem Leibe keine Einschnitte machen.

 

6 Sie sollen heilig sein ihrem Gott und den Namen ihres Gottes nicht entweihen; denn sie opfern die Opfer des HERRN, die Speise ihres Gottes; darum sollen sie heilig sein.

 

7 Eine Hure oder eine Entweihte sollen sie nicht nehmen, und eine von ihrem Mann Verstoßene sollen sie nicht nehmen; denn er ist heilig seinem Gott.

 

8 Du sollst ihn heilig halten, denn er opfert die Speise deines Gottes; er soll dir heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, der euch heiligt.

 

9 Wenn eines Priesters Tochter anfängt zu huren, so entweiht sie ihren Vater; mit Feuer soll man sie verbrennen.

 

10 Der Hohepriester aber unter seinen Brüdern, auf dessen Haupt das Salböl gegossen und der geweiht ist, die Kleider anzulegen, soll sein Haupt nicht entblößen und seine Kleider nicht zerreißen.

 

11 Und zu keinem Toten soll er kommen; an seinem Vater und an seiner Mutter soll er sich nicht verunreinigen.

 

12 Und aus dem Heiligtum soll er nicht gehen, dass er nicht das Heiligtum seines Gottes entweihe; denn die Weihe des Salböls seines Gottes ist auf ihm. Ich bin der HERR.

 

13 Eine Jungfrau aus seinem Volk soll er zur Frau nehmen.

 

14 Eine Witwe oder eine Verstoßene oder eine Entweihte oder eine Hure, diese soll er nicht nehmen; sondern eine Jungfrau aus seinem Volk soll er zur Frau nehmen,

 

15 dass er nicht sein Geschlecht entweihe unter seinem Volk; denn ich bin der HERR, der ihn heiligt.

 

16 Und der HERR redete mit Mose und sprach:

 

17 Rede mit Aaron: Wer von deinen Nachkommen in ihren Geschlechtern einen Fehler hat, der soll nicht herzutreten, um die Speise seines Gottes darzubringen.

 

18 Denn jeder, der einen Fehler hat, soll nicht herzutreten: ein Blinder oder ein Lahmer oder einer mit einer entstellten Nase oder mit einem übermäßigen Glied,

 

19 oder einer, der einen Bruch am Fuß oder an der Hand hat,

 

20 oder ein Buckliger oder ein Zwerg oder einer, der einen Flecken im Auge hat, oder einer, der die Krätze oder den Grind hat, oder einer, der die Hoden zerdrückt hat.

 

21 Jeder, der einen Fehler hat von den Nachkommen Aarons, des Priesters, soll nicht herzutreten, um die Opfer des HERRN darzubringen; denn er hat einen Fehler, darum soll er nicht herzutreten, um die Speise seines Gottes darzubringen.

 

22 Die Speise seines Gottes, von dem Hochheiligen und von dem Heiligen, darf er essen;

 

23 doch zum Vorhang soll er nicht kommen und zum Altar soll er nicht nahen, weil er einen Fehler hat, dass er nicht mein Heiligtum entweihe; denn ich bin der HERR, der sie heiligt.

 

24 Und Mose redete dies zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Kindern Israel.

 

 

 

Kapitel 22

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

2 Sage Aaron und seinen Söhnen, sie sollen sich von den heiligen Gaben der Kinder Israel fernhalten und meinen heiligen Namen nicht entweihen, mit dem, was sie mir heiligen; ich bin der HERR.

 

3 Sage ihnen: Für alle eure Geschlechter: Jeder Mensch aus all eurem Samen, der sich den heiligen Dingen naht, welche die Kinder Israel dem HERRN heiligen, und seine Unreinheit ist an ihm, diese Seele soll ausgerottet werden vor mir; ich bin der HERR, euer Gott.

 

4 Und ein Mann aus dem Samen Aarons, des Priesters, der aussätzig ist oder einen Fluss hat, der soll von den heiligen Dingen nicht essen, bis er rein wird; und wer eine unreine Seele anrührt oder ein Mann, von dem Samenerguss ausgeht,

 

5 oder wer irgendein unreines kriechendes Tier anrührt, das ihn verunreinigt, oder einen Menschen, an dem er sich verunreinigt nach all seiner Unreinheit,

 

6 eine Seele, die sie anrührt, die soll unrein sein bis zum Abend; sie soll nicht von den heiligen Dingen essen, es sei denn, sie bade ihren Leib mit Wasser.

 

7 Und wenn die Sonne untergegangen ist, wird er rein sein, und danach darf er von den heiligen Dingen essen, denn es ist seine Speise.

 

8 Aas und Zerrissenes soll er nicht essen, um sich daran zu verunreinigen; ich bin der HERR.

 

9 Und sie sollen meine Gebote bewahren, damit sie nicht Sünde auf sich laden und daran sterben, wenn sie sie entweihen; ich bin der HERR, der sie heiligt.

 

10 Und kein Fremder soll Heiliges essen; ein Beisasse eines Priesters oder ein Tagelöhner soll nicht Heiliges essen.

 

11 Wenn aber ein Priester eine Seele als erkauftes Eigentum für Geld erwirbt, der darf von seinem Brot essen; und seine Hausgeborenen, auch sie dürfen von seinem Brot essen.

 

12 Und wenn die Tochter eines Priesters einem fremden Mann gehört, sie soll von den heiligen Hebopfern nicht essen.

 

13 Und wenn die Tochter eines Priesters Witwe oder Verstoßene wird und keinen Samen hat, so soll sie zurückkehren zum Haus ihres Vaters wie in ihrer Jugend; vom Brot ihres Vaters darf sie essen. Und kein Fremder soll davon essen.

 

14 Und wenn jemand aus Unwissenheit Heiliges isst, so soll er ein Fünftel dazutun und es dem Priester geben samt dem Heiligen.

 

15 Und sie sollen die heiligen Gaben der Kinder Israel nicht entweihen, die sie dem HERRN als Abgabe darbringen,

 

16 und sollen nicht Schuld auf sich laden, wenn sie ihre heiligen Gaben essen; denn ich bin der HERR, der sie heiligt.

 

17 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

18 Rede zu Aaron und seinen Söhnen und zur ganzen Gemeinde Israel und sprich zu ihnen: Jeder Mensch von den Kindern Israel oder von den Fremdlingen, die in Israel wohnen, der seine Gaben darbringt nach irgendeinem Gelübde oder nach irgendeiner freiwilligen Gabe, die sie dem HERRN als Brandopfer darbringen,

 

19 die sollen fehlerlos sein, männlich, von den Rindern, von den Schafen und von den Ziegen, damit sie euch wohlgefällig seien.

 

20 Alles, woran ein Fehler ist, das sollt ihr nicht darbringen, denn es wird euch nicht wohlgefällig sein.

 

21 Und wenn jemand dem HERRN ein Dankopfer darbringt, um ein Gelübde zu erfüllen oder als freiwillige Gabe oder an euren Festen, von den Rindern oder von den Schafen, so soll es fehlerlos sein, um wohlgefällig zu sein; aller Fehler soll nicht daran sein.

 

22 Blinde oder Zerbrochene oder mit abgeschnittener Zunge oder mit Warzen oder mit Krätze oder mit Flechten, diese sollt ihr dem HERRN nicht darbringen, und als Feueropfer sollt ihr nichts davon auf den Altar des HERRN geben.

 

23 Einen Stier oder ein Schaf, das ein Ohr abgeschnitten oder einen kurzen Schwanz hat, magst du dir als Schlachtopfer zubereiten, aber für dein Gelübde wird es nicht angenommen.

 

24 Verschmittene und Zerquetschte und Ausgerissene und Abgeschnittene sollt ihr dem HERRN nicht darbringen, und in eurem Land sollt ihr so etwas nicht tun.

 

25 Und aus der Hand eines Fremden sollt ihr die Gaben eures Gottes nicht darbringen von all diesen, denn Verderbnis ist an ihnen, ein Fehler ist an ihnen; sie werden euch nicht wohlgefällig sein.

 

26 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

27 Ein Stier oder ein Schaf oder eine Ziege, wenn es geboren wird, soll sieben Tage bei seiner Mutter sein; am achten Tag und danach wird es als Gabe angenommen, als Feueropfer für den HERRN.

 

28 Und einen Stier oder ein Schaf, die Mutter und ihr Junges, sollst du nicht am selben Tag schlachten.

 

29 Und wenn du dem HERRN ein Dankopfer als Gelübde zur Freude opferst, so sollt ihr es opfern, dass es euch wohlgefällig sei;

 

30 an demselben Tag soll es gegessen werden; ihr sollt nichts von dem Fleisch bis zum Morgen übrig lassen; ich bin der HERR.

 

31 Und ihr sollt meine Gebote bewahren und sie tun.

 

32 Und ihr sollt den Namen des Heiligen nicht entweihen, und ich will geheiligt werden inmitten der Kinder Israel; ich bin der HERR, der euch heiligt,

 

33 der euch aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, um euer Gott zu sein; ich bin der HERR.

 

 

 

Kapitel 23

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

2 Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Die Feste des HERRN, die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, das sind meine Feste.

 

3 Sechs Tage sollst du Arbeit verrichten, aber am siebten Tag ist Sabbat, eine Ruhe, eine heilige Versammlung dem HERRN; keinerlei Arbeit sollt ihr tun; es ist ein Sabbat dem HERRN in allen euren Wohnsitzen.

 

4 Dies sind die Feste des HERRN, heilige Versammlungen, die ihr zu ihren bestimmten Zeiten ausrufen sollt.

 

5 Im ersten Monat, am vierzehnten Tag des Monats, zwischen den Abendstunden, ist Passah dem HERRN.

 

6 Und am fünfzehnten Tag dieses Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote dem HERRN; sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen.

 

7 Am ersten Tag soll euch eine heilige Versammlung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun;

 

8 und ihr sollt dem HERRN sieben Tage lang Brandopfer darbringen; und der siebte Tag soll euch eine heilige Versammlung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.

 

9 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

10 Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch gebe, und seine Ernte erntet, dann sollt ihr eine Garbe als Erstling eurer Ernte zum Priester bringen;

 

11 und er soll die Garbe vor dem HERRN weben, dass sie wohlgefällig für euch sei; am Tag nach dem Sabbat soll sie der Priester weben.

 

12 Und an dem Tag, da ihr die Garbe darbringt, sollt ihr ein fehlerloses, einjähriges Lamm als Brandopfer dem HERRN opfern,

 

13 und sein Speisopfer: zwei Zehntel Feinmehl, mit Öl angerührt — ein Feueropfer dem HERRN, ein lieblicher Geruch dem HERRN — und sein Trankopfer: ein Viertel Hin Wein.

 

14 Und Brot und geröstete Körner und frische Ähren sollt ihr nicht essen bis zu eben diesem Tag, bis ihr die Opfergabe eurem Gott darbringt; eine ewige Satzung für eure Geschlechter in allen euren Wohnsitzen.

 

15 Und ihr sollt zählen vom Tag nach dem Sabbat, von dem Tag an, da ihr die Garbe des Webopfers darbringt, sieben vollständige Wochen;

 

16 bis zum Tag nach der siebten Woche sollt ihr fünfzig Tage zählen und dann ein neues Speisopfer dem HERRN darbringen.

 

17 Aus euren Wohnsitzen sollt ihr Webopferbrote bringen, zwei Brote; aus zwei Zehntel Feinmehl sollen sie sein, gesäuert sollen sie gebacken werden, als Erstlingsgabe dem HERRN.

 

18 Und zu den Broten sollt ihr darbringen sieben fehlerlose, einjährige Lämmer und einen jungen Stier aus der Herde und zwei fehlerlose Widder sie sollen ein Brandopfer dem HERRN sein und ihre Speisopfer und ihre Trankopfer, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem HERRN.

 

19 Und sie sollen einen Ziegenbock als Sündopfer opfern und zwei einjährige Lämmer als Friedensopfer, zusammen mit den Broten der Erstlingsgabe;

 

20 und der Priester soll sie samt den Broten der Erstlingsgabe als Webopfer vor dem HERRN weben, zusammen mit den zwei Lämmern; sie sollen heilig sein dem HERRN, dem Priester, der sie darbringt, sollen sie gehören.

 

21 Und ihr sollt diesen Tag als Versammlung ausrufen; er soll euch heilig sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr an ihm tun; eine ewige Satzung für eure Geschlechter in allen euren Wohnsitzen.

 

22 Und wenn ihr die Ernte eures Landes erntet, sollst du den Rand deines Feldes nicht vollständig abernten, und die Nachlese deiner Ernte sollst du nicht sammeln; dem Armen und dem Fremdling sollst du sie überlassen; ich bin der HERR, euer Gott.

 

23 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

24 Rede zu den Kindern Israel und sprich: Im siebten Monat, am ersten Tag des Monats, soll euch eine Ruhe sein, ein Gedenken an Posaunen, eine heilige Versammlung soll euch sein;

 

25 keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun, und ihr sollt dem HERRN ein Brandopfer darbringen.

 

26 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

27 Am zehnten Tag dieses siebten Monats ist der Versöhnungstag; eine heilige Versammlung soll euch sein, und ihr sollt eure Seelen demütigen und dem HERRN ein Brandopfer darbringen.

 

28 Keinerlei Arbeit sollt ihr an diesem Tag tun; denn es ist ein Versöhnungstag, um euch zu versöhnen vor dem HERRN, eurem Gott.

 

29 Denn jede Seele, die sich an diesem Tag nicht demütigt, die soll ausgerottet werden aus ihrem Volk.

 

30 Und jede Seele, die an diesem Tag irgendeine Arbeit tut, diese Seele soll umkommen aus ihrem Volk.

 

31 Keinerlei Arbeit sollt ihr tun; eine ewige Satzung für eure Geschlechter in allen euren Wohnsitzen.

 

32 Ein Sabbat der Ruhe soll euch sein, und ihr sollt eure Seelen demütigen; am neunten Tag des Monats, vom Abend an bis zum Abend, sollt ihr euren Sabbat feiern.

 

33 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

34 Rede zu den Kindern Israel und sprich: Am fünfzehnten Tag dieses siebten Monats ist das Laubhüttenfest, sieben Tage lang dem HERRN.

 

35 Am ersten Tag ist eine heilige Versammlung; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.

 

36 Sieben Tage lang sollt ihr dem HERRN Brandopfer darbringen; und der achte Tag soll euch eine heilige Versammlung sein, und ihr sollt dem HERRN Brandopfer darbringen; es ist eine Festversammlung; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.

 

37 Dies sind die Feste des HERRN, die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, um dem HERRN Feueropfer darzubringen: Brandopfer und ihre Speisopfer und ihre Trankopfer, ein jedes an seinem Tag,

 

38 außer den Sabbaten des HERRN und außer euren Gaben und außer allen euren Gelübden und außer euren freiwilligen Gaben, die ihr dem HERRN gebt.

 

39 Und am fünfzehnten Tag dieses siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes eingebracht habt, sollt ihr dem HERRN sieben Tage lang ein Fest feiern; am ersten Tag ist Ruhe, und am achten Tag ist Ruhe.

 

40 Und ihr sollt am ersten Tag nehmen: die Frucht von schönen Bäumen, Palmwedel und Zweige von dichtbelaubten Bäumen und Bachweiden und Keuschlammzweige, um euch zu freuen vor dem HERRN, eurem Gott, sieben Tage lang,

 

41 im Jahr; eine ewige Satzung für eure Geschlechter; im siebten Monat sollt ihr es feiern.

 

42 In Laubhütten sollt ihr wohnen sieben Tage lang; jeder Einheimische in Israel soll in Laubhütten wohnen,

 

43 damit eure Geschlechter wissen, dass ich die Kinder Israel in Laubhütten wohnen ließ, als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte; ich bin der HERR, euer Gott.

 

44 Und Mose verkündete den Kindern Israel die Feste des HERRN.

 

 

 

Kapitel 24

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

2 Gebiete den Kindern Israel, dass sie zu dir bringen reines, gestoßenes Olivenöl zur Leuchte, dass man die Lampen beständig anzünde.

 

3 Draußen vor dem Vorhang im Stift der Begegnung soll Aaron und seine Söhne sie zurichten vom Abend bis zum Morgen vor dem HERRN, beständig. Das sei eine ewige Ordnung bei euren Geschlechtern.

 

4 Auf dem reinen Leuchter sollt ihr die Lampen zurichten vor dem HERRN bis zum Morgen.

 

5 Und du sollst Feinmehl nehmen und daraus zwölf Kuchen backen; zwei Zehntel soll ein Kuchen sein.

 

6 Und du sollst sie in zwei Reihen legen, sechs in einer Reihe, auf den reinen Tisch vor dem HERRN.

 

7 Und du sollst auf jede Reihe reinen Weihrauch legen, dass er bei den Broten sei zum Gedächtnis, ein Feueropfer für den HERRN.

 

8 An jedem Sabbat soll er sie zurichten vor dem HERRN, beständig, von den Kindern Israel zum ewigen Bund.

 

9 Und sie sollen Aaron und seinen Söhnen gehören, und sie sollen sie essen an heiliger Stätte; denn das ist ein Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN, eine ewige Ordnung.

 

10 Und es ging aus der Sohn einer israelitischen Frau, der auch ein Sohn eines ägyptischen Mannes war, mitten unter den Kindern Israel; und sie zankten sich im Lager, der israelitische und der andere.

 

11 Und der Sohn der israelitischen Frau lästerte den Namen des HERRN und fluchte. Da brachten sie ihn zu Mose. Seine Mutter aber hieß Schelomit, eine Tochter Dibris, vom Stamm Dan.

 

12 Und sie legten ihn in Gewahrsam, bis ihnen eine Entscheidung nach dem Wort des HERRN würde.

 

13 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

14 Führe den Flucher hinaus vor das Lager; und alle, die es gehört haben, sollen ihre Hände auf sein Haupt legen, und die ganze Gemeinde soll ihn steinigen.

 

15 Und zu den Kindern Israel sollst du sagen: Wer seinem Gott flucht, der soll seine Sünde tragen.

 

16 Wer den Namen des HERRN lästert, der soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Ob ein Fremdling oder Einheimischer, wenn er den Namen lästert, so soll er sterben.

 

17 Und wer einen Menschen erschlägt, der soll des Todes sterben.

 

18 Wer aber ein Vieh erschlägt, der soll's erstatten, Leben um Leben.

 

19 Und wer seinen Nächsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat:

 

20 Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er einen Menschen verletzt hat, so soll man ihm wieder tun.

 

21 Wer einen Menschen erschlägt, der soll des Todes sterben.

 

22 Es soll einerlei Recht sein für den Fremdling wie für den Einheimischen; denn ich bin der HERR, euer Gott.

 

23 Und Mose redete zu den Kindern Israel; und sie führten den Flucher hinaus vor das Lager und steinigten ihn. Und die Kinder Israel taten, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

 

 

 

Kapitel 25

1 Und der HERR redete zu Mose auf dem Berge Sinai und sprach:

 

2 Rede zu den Kindern Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch gebe, so soll das Land ruhen, einen Sabbat für den HERRN.

 

3 Sechs Jahre sollst du deinen Acker besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und seine Frucht einsammeln.

 

4 Aber im siebenten Jahr soll das Land einen Sabbat der Ruhe haben, einen Sabbat für den HERRN; deinen Acker sollst du nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden.

 

5 Was von selbst nach deiner Ernte wächst, sollst du nicht ernten, und die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks sollst du nicht lesen; ein Jahr der Ruhe soll das Land haben.

 

6 Und der Sabbat des Landes soll euch zur Nahrung dienen, dir und deinem Knecht und deiner Magd und deinem Tagelöhner und deinem Beisassen, der bei dir wohnt,

 

7 und deinem Vieh und den Tieren in deinem Lande; aller Ertrag soll zur Nahrung dienen.

 

8 Und du sollst dir sieben solcher Ruhejahre zählen, siebenmal sieben Jahre, dass die Zeit der sieben Ruhejahre neunundvierzig Jahre betrage.

 

9 Da sollst du im siebenten Monat, am zehnten Tage des Monats, die Posaune blasen lassen in eurem ganzen Lande; am Versöhnungstage sollt ihr die Posaune blasen in eurem ganzen Lande.

 

10 Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt eine Freilassung ausrufen im Lande für alle seine Bewohner; ein Jubeljahr soll es euch sein, und ein jeder von euch soll wieder zu seinem Besitztum kommen, und ein jeder soll wieder zu seiner Sippe kommen.

 

11 Ein Jubeljahr soll dieses fünfzigste Jahr euch sein; ihr sollt nicht säen und nicht ernten, was von selbst wächst, und nicht lesen, was unbeschnitten ist.

 

12 Denn ein Jubeljahr ist es, heilig soll es euch sein; vom Felde weg sollt ihr seinen Ertrag essen.

 

13 In diesem Jubeljahr soll ein jeder wieder zu seinem Besitztum kommen.

 

14 Wenn du aber deinem Nächsten etwas verkaufst oder von deinem Nächsten kaufst, so soll keiner den anderen übervorteilen.

 

15 Nach der Zahl der Jahre nach dem Jubeljahr sollst du von deinem Nächsten kaufen, und nach der Zahl der Erntejahre soll er dir verkaufen.

 

16 Je nachdem die Jahre zahlreicher sind, sollst du den Kaufpreis erhöhen, und je nachdem sie weniger sind, sollst du den Kaufpreis mindern; denn eine Anzahl von Ernten verkauft er dir.

 

17 So soll keiner den anderen übervorteilen, sondern du sollst dich fürchten vor deinem Gott; denn ich bin der HERR, euer Gott.

 

18 Und ihr sollt meine Satzungen tun und meine Rechte halten und sie tun, dass ihr sicher wohnen könnt im Lande.

 

19 Und das Land wird seine Frucht geben, dass ihr zu essen habt bis zur Sättigung und sicher darin wohnt.

 

20 Wenn ihr aber sagt: Was sollen wir im siebenten Jahr essen? Siehe, wir säen nicht und sammeln keine Ernte ein!

 

21 So will ich meinen Segen über euch im sechsten Jahr gebieten, dass es für drei Jahre Ertrag bringt.

 

22 Und wenn ihr im achten Jahr sät, werdet ihr noch von der alten Ernte essen; bis zum neunten Jahr, bis seine Ernte kommt, werdet ihr Altes essen.

 

23 Das Land aber soll nicht für immer verkauft werden; denn das Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Beisassen bei mir.

 

24 Und in eurem ganzen Besitzland sollt ihr dem Lande Lösung gewähren.

 

25 Wenn dein Bruder verarmt und etwas von seinem Besitztum verkauft, so soll sein Löser, der ihm am nächsten steht, kommen und das Verkaufte seines Bruders lösen.

 

26 Hat aber jemand keinen Löser und wird seine Hand so weit vermögend, dass er das Nötige zur Lösung findet,

 

27 so soll er die Jahre seit dem Verkauf berechnen und dem Mann, dem er verkauft hat, den Überschuss zurückzahlen und so wieder zu seinem Besitztum kommen.

 

28 Wenn aber seine Hand nicht so viel findet, dass er ihm zurückzahlen kann, so soll das Verkaufte in der Hand des Käufers bleiben bis zum Jubeljahr; im Jubeljahr aber soll es frei werden, und er soll wieder zu seinem Besitztum kommen.

 

29 Wenn jemand ein bewohntes Haus in einer ummauerten Stadt verkauft, so hat er ein Jahr lang nach dem Verkauf das Recht der Lösung; ein volles Jahr soll die Lösung gelten.

 

30 Wird es aber nicht gelöst, ehe ein ganzes Jahr um ist, so soll das Haus in der ummauerten Stadt für immer dem Käufer verbleiben, seinen Geschlechtern; es soll im Jubeljahr nicht frei werden.

 

31 Die Häuser aber in den Dörfern, die keine Mauer ringsum haben, sollen wie das Feld des Landes gerechnet werden; sie sollen lösbar sein und im Jubeljahr frei werden.

 

32 Die Städte der Leviten aber, die Häuser in den Städten ihres Besitztums, sollen den Leviten für immer lösbar sein.

 

33 Und wenn jemand von den Leviten löst, so soll das verkaufte Haus in der Stadt ihres Besitztums im Jubeljahr frei werden; denn die Häuser in den Städten der Leviten sind ihr Besitztum unter den Kindern Israel.

 

34 Aber das Feld der Weideplätze ihrer Städte soll nicht verkauft werden; denn das ist ihr ewiges Besitztum.

 

35 Wenn dein Bruder verarmt und neben dir mit seiner Hand wankend wird, so sollst du ihn aufnehmen, wie einen Fremdling und Beisassen, dass er neben dir lebe.

 

36 Du sollst nicht Zins von ihm nehmen noch Aufschlag, sondern du sollst dich fürchten vor deinem Gott, dass dein Bruder neben dir lebe.

 

37 Dein Geld sollst du ihm nicht auf Zins geben, und deine Nahrung sollst du ihm nicht auf Wucher geben.

 

38 Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus dem Lande Ägypten geführt hat, um euch das Land Kanaan zu geben und euer Gott zu sein.

 

39 Wenn dein Bruder neben dir verarmt und sich dir verkauft, so sollst du ihn nicht Sklavendienst tun lassen;

 

40 wie ein Tagelöhner, wie ein Beisasse soll er bei dir sein; bis zum Jubeljahr soll er bei dir dienen.

 

41 Dann soll er von dir frei ausgehen, er und seine Kinder mit ihm, und soll wieder zu seiner Sippe kommen und zu dem Besitztum seiner Väter zurückkehren.

 

42 Denn sie sind meine Knechte, die ich aus dem Lande Ägypten geführt habe; sie sollen nicht wie Sklaven verkauft werden.

 

43 Du sollst nicht mit Härte über ihn herrschen, sondern dich fürchten vor deinem Gott.

 

44 Deine Sklaven und Sklavinnen aber, die du haben wirst, sollen von den Heiden sein, die um euch her sind; von ihnen sollt ihr Sklaven und Sklavinnen kaufen.

 

45 Auch von den Kindern der Beisassen, die bei euch wohnen, von ihnen sollt ihr kaufen und von ihren Geschlechtern, die bei euch sind, die sie in eurem Lande zeugen; sie sollen euer Besitztum sein.

 

46 Und ihr sollt sie euren Kindern nach euch zum Erbbesitz vererben, dass ihr sie für immer besitzt; über eure Brüder, die Kinder Israel, aber soll keiner über den anderen mit Härte herrschen.

 

47 Wenn die Hand eines Fremdlings oder Beisassen bei dir vermögend wird und dein Bruder neben ihm verarmt und sich dem Fremdling oder Beisassen bei dir oder einem Sprossen eines Fremdlings verkauft,

 

48 so soll er, nachdem er sich verkauft hat, das Recht der Lösung haben; einer seiner Brüder soll ihn lösen,

 

49 oder sein Onkel oder der Sohn seines Onkels soll ihn lösen, oder ein Blutsverwandter aus seiner Sippe soll ihn lösen; oder wenn seine Hand so weit vermögend wird, soll er sich selbst lösen.

 

50 Und er soll mit seinem Käufer rechnen von dem Jahr an, da er sich ihm verkauft hat, bis zum Jubeljahr; und das Geld für seinen Verkauf soll nach der Zahl der Jahre sein; wie die Tage eines Tagelöhners soll er bei ihm sein.

 

51 Wenn noch viele Jahre übrig sind, soll er nach diesen seinen Lösepreis von dem Geld seines Verkaufs zahlen;

 

52 wenn aber nur noch wenige Jahre übrig sind bis zum Jubeljahr, so soll er ihm danach rechnen; nach der Zahl der Jahre soll er seinen Lösepreis zahlen.

 

53 Wie ein Tagelöhner von Jahr zu Jahr soll er bei ihm sein; er soll nicht mit Härte über ihn herrschen vor deinen Augen.

 

54 Wird er aber auf diese Weise nicht gelöst, so soll er im Jubeljahr frei ausgehen, er und seine Kinder mit ihm.

 

55 Denn die Kinder Israel sind meine Knechte; sie sind meine Knechte, die ich aus dem Lande Ägypten geführt habe; ich bin der HERR, euer Gott.

 

 

 

Kapitel 26

1 Ihr sollt euch keine Götzen machen noch geschnitzte Bilder noch eine Säule aufrichten noch einen Stein als Wahrzeichen setzen in eurem Land, um euch davor niederzuwerfen; denn ich bin der HERR, euer Gott.

 

2 Meine Sabbate sollt ihr halten und vor meinem Heiligtum Ehrfurcht haben; ich bin der HERR.

 

3 Wenn ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote haltet und tut,

 

4 so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll seinen Ertrag geben, und die Bäume des Feldes sollen ihre Frucht bringen.

 

5 Und die Dreschzeit soll bei euch bis zur Weinlese reichen, und die Weinlese bis zur Saatzeit; und ihr sollt euer Brot essen bis zur Sättigung und sicher in eurem Land wohnen.

 

6 Und Krieg soll nicht durch euer Land ziehen, und ich will Frieden geben in eurem Land, und ihr sollt schlafen, und niemand soll euch schrecken; und ich will die bösen Tiere aus eurem Land vertilgen.

 

7 Und ihr sollt eure Feinde verfolgen, und sie sollen vor euch durchs Schwert fallen.

 

8 Und fünf von euch sollen hundert verfolgen, und hundert von euch sollen zehntausend verfolgen, und eure Feinde sollen vor euch durchs Schwert fallen.

 

9 Und ich will mich euch zuwenden und euch fruchtbar machen und euch mehren und meinen Bund mit euch aufrichten.

 

10 Und ihr sollt Altes, überjährig Altes essen, und Altes sollt ihr wegtun vor Neuem.

 

11 Und ich will meine Wohnung unter euch haben, und meine Seele soll euch nicht verabscheuen.

 

12 Und ich will unter euch wandeln und will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein.

 

13 Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus dem Land Ägypten geführt hat, dass ihr nicht ihre Knechte wäret, und habe die Stangen eures Jochs zerbrochen und habe euch aufrecht einhergehen lassen.

 

14 Wenn ihr aber nicht auf mich hört und nicht tut alle diese Gebote,

 

15 sondern meine Satzungen verachtet und meine Rechte verabscheut, dass ihr nicht tut alle meine Gebote, sondern meinen Bund brecht,

 

16 so will ich auch euch so tun: Ich will über euch Schrecken bringen, Schwindsucht und Fieber, dass euch die Augen vergehen und die Seele verschmachtet; und ihr sollt umsonst euren Samen säen, und eure Feinde sollen ihn fressen.

 

17 Und ich will mein Angesicht gegen euch richten, und ihr sollt vor euren Feinden fallen; und die euch hassen, sollen über euch herrschen, und ihr sollt fliehen, obwohl euch niemand jagt.

 

18 Und wenn ihr auch dann noch nicht auf mich hört, so will ich euch siebenmal mehr züchtigen für eure Sünden

 

19 und will den Stolz eurer Macht brechen und will euren Himmel wie Eisen machen und eure Erde wie Erz.

 

20 Und eure Mühe soll umsonst sein, und euer Land soll seinen Ertrag nicht geben, und die Bäume des Landes sollen ihre Frucht nicht bringen.

 

21 Und wenn ihr mir entgegenwandelt und nicht auf mich hören wollt, so will ich euch siebenmal mehr Schläge geben nach euren Sünden

 

22 und will die wilden Tiere unter euch senden, die sollen eure Kinder fressen und euer Vieh zerreißen und euch wenig machen, und eure Straßen sollen wüst werden.

 

23 Und wenn ihr euch dadurch nicht züchtigen lasst, sondern mir entgegenwandelt,

 

24 so will ich auch euch entgegenwandeln im Zorn und will euch siebenmal mehr schlagen für eure Sünden.

 

25 Und ich will ein Schwert über euch bringen, das die Rache des Bundes vollstreckt; und wenn ihr euch in eure Städte flüchtet, will ich die Pest unter euch senden, und ihr sollt in die Hand eurer Feinde gegeben werden.

 

26 Wenn ich euch den Brotvorrat entziehe, dann werden zehn Frauen euer Brot in einem Ofen backen und euer Brot nach Gewicht austeilen, und ihr werdet essen und nicht satt werden.

 

27 Wenn ihr aber auch dann nicht auf mich hört und mir entgegenwandelt,

 

28 so will ich euch im Grimm entgegenwandeln und will euch siebenmal mehr züchtigen für eure Sünden,

 

29 und ihr sollt das Fleisch eurer Söhne essen und das Fleisch eurer Töchter sollt ihr essen.

 

30 Und ich will eure Höhen vertilgen und eure Sonnensäulen ausrotten und will eure Leichname auf die Leichname eurer Götzen werfen, und meine Seele wird euch verabscheuen.

 

31 Und ich will eure Städte zur Wüste machen und eure Heiligtümer verwüsten und will euren lieblichen Geruch nicht riechen.

 

32 Und ich will das Land so verwüsten, dass eure Feinde, die darin wohnen, sich darüber entsetzen.

 

33 Euch aber will ich unter die Völker zerstreuen und das Schwert hinter euch her zücken, dass euer Land zur Wüste werde und eure Städte zu Trümmern.

 

34 Dann wird das Land seine Sabbate genießen, solange es wüst liegt und ihr im Land eurer Feinde seid; ja, dann wird das Land ruhen und seine Sabbate genießen.

 

35 Solange es wüst liegt, wird es ruhen, weil es nicht ruhen konnte an euren Sabbaten, als ihr darin wohntet.

 

36 Und denen, die von euch übrig bleiben, will ich Verzagtheit ins Herz geben in den Ländern ihrer Feinde, dass das Rauschen eines verwehten Blattes sie jagen wird, und sie sollen fliehen, als flöhen sie vor dem Schwert, und fallen, obwohl niemand sie jagt.

 

37 Und einer wird über den anderen fallen wie vor dem Schwert, obwohl niemand sie jagt; und ihr werdet nicht bestehen können vor euren Feinden.

 

38 Und ihr sollt umkommen unter den Völkern, und das Land eurer Feinde soll euch fressen.

 

39 Und die von euch übrig bleiben, sollen in den Ländern ihrer Feinde dahinschwinden um ihrer Missetat willen und um der Missetat ihrer Väter willen.

 

40 Aber wenn sie ihre Schuld bekennen und die Schuld ihrer Väter, dass sie treulos gegen mich gehandelt und mir entgegengewandelt haben,

 

41 und ich dann auch ihnen entgegengewandelt bin und sie in das Land ihrer Feinde gebracht habe, wenn dann ihr unbeschnittenes Herz sich demütigt und sie die Strafe für ihre Schuld annehmen,

 

42 so will ich an meinen Bund mit Jakob denken und an meinen Bund mit Isaak und an meinen Bund mit Abraham will ich denken und an das Land will ich denken.

 

43 Und das Land wird von ihnen verlassen werden und seine Sabbate genießen, solange es wüst liegt um ihretwillen; und sie werden die Strafe für ihre Schuld annehmen, weil sie meine Rechte verachtet und meine Satzungen verabscheut haben.

 

44 Und doch, wenn sie auch im Land ihrer Feinde sind, habe ich sie nicht verworfen noch verabscheut, dass ich sie vertilgte und meinen Bund mit ihnen bräche; denn ich bin der HERR, ihr Gott.

 

45 Und ich will an den früheren Bund mit ihnen denken, als ich sie aus dem Land Ägypten führte vor den Augen der Völker, um ihr Gott zu sein; ich bin der HERR.

 

46 Das sind die Rechte und Satzungen und Gesetze, die der HERR zwischen sich und den Kindern Israel auf dem Berg Sinai gegeben hat durch Mose.

 

 

 

Kapitel 27

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:

 

2 Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn jemand dem HERRN ein Gelübde ablegt, so dass er den Wert einer Person für den HERRN schätzen lässt,

 

3 so soll der Wert eines Mannes von zwanzig Jahren bis zu sechzig Jahren fünfzig Silberschekel betragen, nach dem Gewicht des Heiligtums.

 

4 Wenn es aber eine Frau ist, so soll ihre Schätzung dreißig Schekel betragen.

 

5 Wenn es aber von fünf Jahren bis zu zwanzig Jahren ist, so soll der Wert eines Mannes zwanzig Schekel betragen, einer Frau aber zehn Schekel.

 

6 Von einem Monat alten Kind aber bis zu fünf Jahren soll der Wert eines Knaben fünf Silberschekel betragen, eines Mädchens aber drei Schekel.

 

7 Wenn es aber von sechzig Jahren und darüber ist, wenn es ein Mann ist, so soll der Wert fünfzehn Silberschekel betragen, wenn es eine Frau ist, zehn Schekel.

 

8 Wenn er aber zu arm für die Schätzung ist, so soll er vor den Priester treten, und der Priester soll ihn schätzen; nach dem Vermögen dessen, der das Gelübde getan hat, soll der Priester ihn schätzen.

 

9 Wenn es aber von den Tieren ist, die man dem HERRN als Opfer darbringen kann, so soll alles, was man dem HERRN von diesen gibt, heilig sein.

 

10 Man soll es nicht auswechseln, ein gutes gegen ein schlechtes oder ein schlechtes gegen ein gutes; wenn man aber doch ein Tier gegen ein anderes auswechselt, so soll es samt dem umgetauschten heilig sein.

 

11 Wenn es aber ein unreines Tier ist, von dem man dem HERRN kein Opfer darbringen darf, so soll man das Tier vor den Priester stellen,

 

12 und der Priester soll es schätzen, ob es gut oder schlecht sei; und wie der Priester es schätzt, so soll es gelten.

 

13 Will man es aber auslösen, so soll man den fünften Teil über den Schätzungswert hinzufügen.

 

14 Und wenn jemand sein Haus als heilig dem HERRN weiht, so soll der Priester es schätzen, ob es gut oder schlecht sei; wie der Priester es schätzt, so soll es gelten.

 

15 Wenn aber der, der es geweiht hat, sein Haus auslösen will, so soll er den fünften Teil des Silbers über den Schätzungswert hinzufügen, und es soll ihm gehören.

 

16 Wenn jemand ein Stück seines Erblandes dem HERRN weiht, so soll sein Wert nach der Aussaat bemessen werden: ein Homer Gerste zu fünfzig Silberschekeln.

 

17 Wenn er sein Feld vom Erlassjahr an weiht, so soll es nach seinem vollen Wert gelten.

 

18 Wenn er aber sein Feld nach dem Erlassjahr weiht, so soll der Priester ihm das Silber berechnen nach den übrigen Jahren bis zum Erlassjahr, und es soll von seiner Schätzung abgezogen werden.

 

19 Wenn aber der, der das Feld geweiht hat, es auslösen will, so soll er den fünften Teil des Silbers über den Schätzungswert hinzufügen, und es soll ihm gehören.

 

20 Wenn er aber das Feld nicht auslöst und es einem anderen verkauft, so kann es nicht mehr ausgelöst werden,

 

21 sondern das Feld soll, wenn es im Erlassjahr frei wird, dem HERRN heilig sein wie ein gebanntes Feld; es soll dem Priester als Erbbesitz gehören.

 

22 Wenn aber jemand dem HERRN ein Feld weiht, das er gekauft hat und das nicht zu seinem Erbland gehört,

 

23 so soll der Priester ihm den Betrag seiner Schätzung bis zum Erlassjahr berechnen, und er soll am selben Tag den Schätzungswert als heilige Gabe dem HERRN geben;

 

24 im Erlassjahr aber soll das Feld dem zurückgegeben werden, von dem er es gekauft hat, dem es als Grundbesitz gehört.

 

25 Und jede Schätzung soll nach dem Gewicht des Heiligtums erfolgen; zwanzig Gera soll ein Schekel sein.

 

26 Die Erstgeburt unter deinem Vieh, die dem HERRN gehört, soll niemand weihen; sei es ein Rind oder ein Schaf, es gehört dem HERRN.

 

27 Wenn es aber von den unreinen vierfüßigen Tieren ist, so soll man es nach seinem Wert auslösen und den fünften Teil hinzufügen; und wenn es nicht ausgelöst wird, so soll es nach seinem Schätzungswert verkauft werden.

 

28 Alles Gebannte aber, das jemand dem HERRN von allem, was ihm gehört, weiht, sei es ein Mensch oder Vieh oder ein Feld seines Erbbesitzes, das soll weder verkauft noch ausgelöst werden; alles Gebannte ist dem HERRN hochheilig.

 

29 Alles, was von Menschen gebannt wird, soll nicht ausgelöst werden, sondern muss getötet werden.

 

30 Aller Zehnte des Landes, von der Saat des Landes und von der Frucht der Bäume, gehört dem HERRN; er ist dem HERRN heilig.

 

31 Wenn aber jemand seinen Zehnten auslösen will, so soll er den fünften Teil hinzufügen, und es soll ihm gehören.

 

32 Und aller Zehnte von Rindern und Schafen, von allem, was unter dem Hirtenstab hindurchgeht, das zehnte Stück soll dem HERRN heilig sein.

 

33 Man soll nicht prüfen, ob es gut oder schlecht ist, und man soll es nicht auswechseln; wenn man es aber doch auswechselt, so soll es samt dem umgetauschten heilig sein und nicht ausgelöst werden.

 

34 Dies sind die Gebote, die der HERR dem Mose auf dem Berg Sinai für die Kinder Israel geboten hat.