Exodus
Kapitel 1
1 Dies sind die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten gekommen waren, mit Jakob, ihrem Vater, ein jeder mit seinem Hause kamen sie:
2 Ruben, Simeon, Levi, Juda,
3 Issachar, Sebulon und Benjamin,
4 Dan und Naftali, Gad und Ascher.
5 Joseph aber war in Ägypten. Und es waren aller Seelen, die aus Jakob hervorgegangen, fünfundsiebzig.
6 Und Joseph starb und alle seine Brüder und jenes ganze Geschlecht.
7 Aber die Söhne Israels waren fruchtbar und mehrten sich und wurden zahlreich und wurden überaus stark, und das Land wurde voll von ihnen.
8 Da kam ein neuer König über Ägypten auf, der Joseph nicht kannte.
9 Der sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Söhne Israels ist zahlreicher und stärker als wir.
10 Wohlan, wir wollen uns klug gegen sie verhalten, dass sie sich nicht noch mehren und, wenn sich ein Krieg ereignet, auch sie sich zu unseren Feinden schlagen und wider uns kämpfen und aus dem Lande ziehen.
11 Und er setzte Fronvögte über sie, um sie mit Zwangsarbeiten zu bedrücken; und sie bauten dem Pharao die Vorratsstädte Pitom und Ramses und On, das ist Heliopolis.
12 Aber je mehr sie sie bedrückten, desto mehr mehrten sie sich und breiteten sich aus, sodass ihnen vor den Söhnen Israels graute.
13 Und die Ägypter zwangen die Söhne Israels mit Gewalt zum Dienst
14 und machten ihnen das Leben sauer durch harte Arbeit in Ton und Ziegeln und durch allerlei Feldarbeit, mit aller Arbeit, zu der sie sie mit Gewalt antrieben.
15 Und der König von Ägypten sprach zu den hebräischen Hebammen, von denen die eine hieß Schifra und die andere Pua,
16 und sagte: Wenn ihr den Hebräerinnen helft und sie auf dem Gebärstuhl sitzen, und seht, dass es ein Sohn ist, so tötet ihn; ist es aber eine Tochter, so lasst sie leben.
17 Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, wie ihnen der König von Ägypten gesagt hatte, sondern ließen die Knaben am Leben.
18 Da rief der König von Ägypten die Hebammen und sprach zu ihnen: Warum habt ihr das getan und die Knaben am Leben gelassen?
19 Die Hebammen antworteten dem Pharao: Die hebräischen Frauen sind nicht wie die ägyptischen; denn sie sind kräftig und gebären, ehe die Hebamme zu ihnen kommt.
20 Und Gott tat den Hebammen Gutes, und das Volk mehrte sich und wurde sehr stark.
21 Und weil die Hebammen Gott fürchteten, baute er ihnen Häuser.
22 Da gebot der Pharao seinem ganzen Volk: Jeden Sohn, der den Hebräern geboren wird, werft in den Nil; aber jede Tochter lasst leben.
Kapitel 2
1 Es war aber ein Mann vom Stamme Levi, der nahm eine Tochter Levis zur Frau.
2 Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Und als sie sahen, dass er schön war, verbargen sie ihn drei Monate lang.
3 Da sie ihn aber nicht länger verbergen konnten, nahm seine Mutter ein Binsenkästchen für ihn, verstrich es mit Erdharz und Pech, legte das Kind hinein und setzte es in das Schilf am Ufer des Nils.
4 Und seine Schwester stellte sich von ferne hin, um zu erfahren, was ihm geschehen würde.
5 Da stieg die Tochter des Pharao hinab, um im Nil zu baden, und ihre Dienerinnen gingen am Ufer des Nils entlang. Und als sie das Kästchen im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und ließ es holen.
6 Und als sie es öffnete, sah sie das Kind; und siehe, es weinte. Da erbarmte sie sich seiner und sprach: Das ist eines von den hebräischen Kindern.
7 Da sprach seine Schwester zur Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und dir eine Amme von den Hebräerinnen rufen, die dir das Kind säugt?
8 Die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Geh hin! Da ging die Jungfrau hin und rief die Mutter des Kindes.
9 Und die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Nimm dieses Kind mit und säuge es mir; ich will dir deinen Lohn geben. Da nahm die Frau das Kind und säugte es.
10 Und als das Kind herangewachsen war, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es wurde ihr Sohn. Und sie nannte seinen Namen Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.
11 Es begab sich aber in jenen vielen Tagen, als Mose groß geworden war, dass er zu seinen Brüdern, den Söhnen Israels, hinausging. Und er sah ihre Lasten und sah einen ägyptischen Mann, der einen hebräischen Mann, einen von seinen Brüdern, schlug.
12 Da wandte er sich hin und her, und als er sah, dass kein Mensch da war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand.
13 Und am zweiten Tag ging er wieder hinaus, und siehe, zwei hebräische Männer stritten miteinander. Da sprach er zu dem, der Unrecht tat: Warum schlägst du deinen Nächsten?
14 Der aber sprach: Wer hat dich zum Obersten und Richter über uns gesetzt? Willst du mich auch umbringen, wie du gestern den Ägypter umgebracht hast? Da fürchtete sich Mose und sprach: Wahrlich, die Sache ist bekannt geworden!
15 Und es kam dem Pharao zu Ohren, und er suchte Mose zu töten. Aber Mose floh vor dem Pharao und blieb im Lande Midian. Und er setzte sich an einen Brunnen.
16 Der Priester von Midian aber hatte sieben Töchter; die kamen, um Wasser zu schöpfen, und füllten die Tränkrinnen, um die Schafe ihres Vaters Jethro zu tränken.
17 Da kamen die Hirten und jagten sie weg. Da stand Mose auf und half ihnen und tränkte ihre Schafe.
18 Und als sie zu ihrem Vater Reguel kamen, sprach er: Warum seid ihr heute so früh gekommen?
19 Sie sprachen: Ein ägyptischer Mann hat uns von den Hirten errettet und hat uns auch Wasser geschöpft und die Schafe getränkt.
20 Er sprach zu seinen Töchtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann zurückgelassen? Ruft ihn, dass er mit uns esse.
21 Und Mose willigte ein, bei dem Manne zu bleiben. Und der gab Mose seine Tochter Zippora zur Frau.
22 Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn; und Mose nannte ihn Gersom; denn er sprach: Ich bin ein Fremdling geworden im fremden Lande.
23 Es begab sich aber nach langer Zeit, dass der König von Ägypten starb. Und die Söhne Israels seufzten über ihre Arbeit und schrien; und ihr Schreien stieg zu Gott auf von ihrer Arbeit.
24 Und Gott hörte ihr Wehklagen, und Gott gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob.
25 Und Gott sah die Söhne Israels an und gab sich ihnen zu erkennen.
Kapitel 3
1 Und Mose weidete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters von Midian; und er trieb die Schafe hinter die Wüste und kam an den Berg Gottes, den Horeb.
2 Da erschien ihm der Engel des HERRN in einer Feuerflamme aus dem Dornbusch; und er sah, dass der Dornbusch im Feuer brannte, aber der Dornbusch wurde nicht verzehrt.
3 Da sprach Mose: Ich will hinzutreten und dieses große Gesicht besehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt.
4 Als aber der HERR sah, dass er herzutrat, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Dornbusch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich.
5 Und er sprach: Tritt nicht herzu; zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!
6 Und er sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.
7 Und der HERR sprach: Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten wohl gesehen und ihr Geschrei über ihre Treiber gehört; ja, ich kenne ihre Schmerzen.
8 Und ich bin herabgekommen, um sie aus der Hand der Ägypter zu erretten und sie aus jenem Land heraufzuführen in ein gutes und weites Land, in ein Land, das von Milch und Honig fließt, an den Ort der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.
9 Und nun siehe, das Geschrei der Kinder Israel ist vor mich gekommen, und ich habe auch die Bedrückung gesehen, womit die Ägypter sie bedrücken.
10 So geh nun hin, ich will dich zum Pharao, dem König von Ägypten, senden, dass du mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägypten führst.
11 Da sprach Mose zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao, dem König von Ägypten, gehen und die Kinder Israel aus Ägypten führen sollte?
12 Er aber sprach: Ich will mit dir sein. Und dies sei dir das Zeichen, dass ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott an diesem Berg dienen.
13 Und Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und zu ihnen sage: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mich fragen: Was ist sein Name? was soll ich ihnen sagen?
14 Da sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin. Und er sprach: So sollst du zu den Kindern Israel sagen: »Ich bin« hat mich zu euch gesandt.
15 Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Kindern Israel sagen: Der HERR, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name ewiglich, und das ist mein Gedächtnis von Geschlecht zu Geschlecht.
16 Geh hin und versammle die Ältesten Israels und sprich zu ihnen: Der HERR, der Gott eurer Väter, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, und hat gesagt: Ich habe euch heimgesucht und gesehen, was euch in Ägypten widerfahren ist.
17 Und ich habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens führen in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, in ein Land, das von Milch und Honig fließt.
18 Und sie werden auf deine Stimme hören. Und du und die Ältesten Israels sollen zum König von Ägypten gehen und zu ihm sagen: Der HERR, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet. So lass uns nun drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen, um dem HERRN, unserem Gott, zu opfern.
19 Ich weiß aber, dass euch der König von Ägypten nicht ziehen lassen wird, es sei denn durch eine starke Hand.
20 Und ich werde meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit all meinen Wundern, die ich in seiner Mitte tun werde; danach wird er euch ziehen lassen.
21 Und ich will diesem Volk Gunst bei den Ägyptern verschaffen; und wenn ihr wegzieht, sollt ihr nicht leer ausziehen.
22 Sondern jede Frau soll von ihrer Nachbarin und von der Hausgenossin silberne und goldene Geräte und Kleider fordern; die sollt ihr auf eure Söhne und Töchter legen und so die Ägypter ausplündern.
Kapitel 4
1 Mose aber antwortete und sprach: Wenn sie mir nun nicht glauben und nicht auf meine Stimme hören, sondern sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen, was soll ich zu ihnen sagen?
2 Der HERR sprach zu ihm: Was ist das in deiner Hand? Er sprach: Ein Stab.
3 Und er sprach: Wirf ihn auf die Erde. Und er warf ihn auf die Erde, und er wurde zur Schlange; und Mose floh vor ihr.
4 Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus und ergreife sie beim Schwanz. Da streckte er seine Hand aus und ergriff sie, und sie wurde zum Stab in seiner Hand.
5 Damit sie glauben, dass dir der HERR, der Gott ihrer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, erschienen ist.
6 Und der HERR sprach weiter zu ihm: Stecke deine Hand in deinen Busen. Und er steckte seine Hand in seinen Busen; und als er sie herauszog, siehe, da war seine Hand aussätzig wie Schnee.
7 Und er sprach: Stecke deine Hand wieder in deinen Busen. Und er steckte seine Hand wieder in seinen Busen; und als er sie aus seinem Busen zog, siehe, da war sie wieder wie sein Fleisch.
8 Wenn sie dir aber nicht glauben und nicht auf die Stimme des ersten Zeichens hören, so werden sie der Stimme des zweiten Zeichens glauben.
9 Wenn sie aber auch diesen beiden Zeichen nicht glauben und nicht auf deine Stimme hören, so nimm Wasser aus dem Nil und gieße es auf das trockene Land; und das Wasser, das du aus dem Nil nimmst, wird zu Blut auf dem trockenen Land werden.
10 Mose aber sprach zum HERRN: Ach, HERR, ich bin nicht beredt, weder von gestern noch von vorgestern, auch nicht seitdem du mit deinem Knecht redest; denn ich habe eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.
11 Der HERR sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich es nicht getan, der HERR?
12 So geh nun hin, und ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst.
13 Er sprach: Ach, HERR, sende doch einen anderen, den du senden kannst!
14 Da wurde der HERR zornig über Mose und sprach: Ist nicht Aaron, dein Bruder, der Levit, da? Ich weiß, dass er gut reden kann; und siehe, er wird dir entgegenkommen, und wenn er dich sieht, wird er sich in seinem Herzen freuen.
15 Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen; und ich will mit deinem Munde und mit seinem Munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt.
16 Und er soll für dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein, und du sollst für ihn Gott sein.
17 Und diesen Stab, der zur Schlange geworden ist, nimm in deine Hand, mit dem du die Zeichen tun sollst.
18 Mose aber ging hin und kehrte zurück zu Jethro, seinem Schwiegervater, und sprach zu ihm: Lass mich gehen und zurückkehren zu meinen Brüdern, die in Ägypten sind, und sehen, ob sie noch leben. Und Jethro sprach zu Mose: Geh hin in Frieden.
19 Und der HERR sprach zu Mose in Midian: Geh hin, kehre zurück nach Ägypten; denn alle sind gestorben, die nach deinem Leben trachteten.
20 Und Mose nahm seine Frau und seine Söhne und setzte sie auf Esel und zog zurück nach Ägypten; und Mose nahm den Stab Gottes in seine Hand.
21 Und der HERR sprach zu Mose: Wenn du nach Ägypten zurückkehrst, sieh zu, dass du alle Wunder tust, die ich in deine Hand gegeben habe, vor dem Pharao; ich aber will sein Herz verhärten, dass er das Volk nicht ziehen lässt.
22 Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn;
23 und ich gebot dir: Lass meinen Sohn ziehen, dass er mir diene; wenn du ihn aber nicht ziehen lässt, siehe, so will ich deinen erstgeborenen Sohn töten.
24 Und es begab sich unterwegs in der Herberge, dass der Engel des HERRN ihm entgegentrat und ihn töten wollte.
25 Da nahm Zippora einen scharfen Stein und beschnitt die Vorhaut ihres Sohnes und warf sie ihm zu Füßen und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam.
26 Da ließ er von ihm ab. Damals sprach sie: Blutbräutigam, um der Beschneidung willen.
27 Der HERR aber sprach zu Aaron: Geh hin, Mose entgegen in die Wüste. Und er ging hin und begegnete ihm am Berg Gottes und küsste ihn.
28 Und Mose sagte Aaron alle Worte des HERRN, die ihn gesandt hatten, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte.
29 Und Mose und Aaron gingen hin und versammelten alle Ältesten der Kinder Israel.
30 Und Aaron redete alle Worte, die der HERR zu Mose geredet hatte, und tat die Zeichen vor dem Volk.
31 Und das Volk glaubte; und als sie hörten, dass der HERR die Kinder Israel angesehen und ihre Not gesehen hatte, neigten sie sich und beteten an.
Kapitel 5
1 Und danach gingen Mose und Aaron hinein zum Pharao und sprachen zu ihm: So spricht der HERR, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir ein Fest feiern in der Wüste.
2 Da sprach der Pharao: Wer ist der HERR, dass ich auf seine Stimme hören und Israel ziehen lassen sollte? Ich kenne den HERRN nicht und werde Israel nicht ziehen lassen.
3 Und sie sprachen zu ihm: Der Gott der Hebräer ist uns erschienen; lass uns nun drei Tagereisen weit in die Wüste gehen, damit wir dem HERRN, unserem Gott, opfern, damit er uns nicht mit Pest oder Schwert schlage.
4 Da sprach der König von Ägypten zu ihnen: Warum, Mose und Aaron, wollt ihr das Volk von seiner Arbeit abbringen? Geht hin an eure Arbeit!
5 Und der Pharao sprach: Siehe, das Volk im Lande ist nun zahlreich, und ihr wollt sie von ihrer Arbeit feiern lassen?
6 Da befahl der Pharao an demselben Tage den Treibern des Volkes und seinen Aufsehern und sprach:
7 Ihr sollt dem Volk nicht mehr Stroh geben, um Ziegel zu streichen wie bisher; lasst sie selbst hingehen und sich Stroh sammeln.
8 Aber die Zahl der Ziegel, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr ihnen auferlegen, nichts sollt ihr davon erlassen; denn sie gehen müßig; darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserem Gott opfern.
9 Man lege die Arbeit schwer auf diese Männer, dass sie damit zu tun haben und sich nicht mit falschen Reden abgeben.
10 Da gingen die Treiber des Volkes und seine Aufseher hinaus und sprachen zum Volk: So spricht der Pharao: Ich will euch kein Stroh mehr geben;
11 geht ihr selbst hin und sammelt euch Stroh, wo ihr es findet; aber eure Arbeit soll nicht geringer werden.
12 Und das Volk zerstreute sich im ganzen Land Ägypten, um Stoppeln zu sammeln, damit sie Stroh hätten.
13 Und die Treiber drängten sie und sprachen: Erfüllt euer Tagewerk, wie damals, als ihr Stroh hattet.
14 Und die Aufseher der Israeliten, die die Treiber des Pharao über sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und man sprach zu ihnen: Warum habt ihr weder gestern noch heute eure bestimmte Anzahl Ziegel geliefert wie zuvor?
15 Da gingen die Aufseher der Israeliten hinein und schrien zum Pharao: Warum tust du deinen Knechten so?
16 Stroh wird deinen Knechten nicht gegeben, und man spricht zu uns: Macht Ziegel! Und siehe, deine Knechte werden geschlagen, und dein Volk wird ungerecht behandelt.
17 Er aber sprach: Ihr seid müßig, müßig seid ihr; darum sprecht ihr: Wir wollen hinziehen und dem HERRN opfern.
18 So geht nun hin und arbeitet! Stroh soll euch nicht gegeben werden, aber die bestimmte Anzahl Ziegel sollt ihr liefern.
19 Da sahen die Aufseher der Israeliten, dass es ihnen übel erging, und sprachen: Ihr sollt nichts von der täglichen Arbeit an Ziegeln erlassen.
20 Und als sie von dem Pharao kamen, trafen sie Mose und Aaron, die ihnen entgegenkamen,
21 und sprachen zu ihnen: Der HERR sehe auf euch und richte, dass ihr uns vor dem Pharao und seinen Knechten verhasst gemacht habt und habt ihnen das Schwert in die Hand gegeben, uns zu töten.
22 Da wandte sich Mose zum HERRN und sprach: HERR, warum hast du dieses Volk so übel behandelt? Wozu hast du mich gesandt?
23 Denn seitdem ich hineingegangen bin zum Pharao, um in deinem Namen zu reden, hat er dieses Volk noch übler behandelt, und du hast dein Volk nicht errettet.
Kapitel 6
1 Und der HERR sprach zu Mose: Nun wirst du sehen, was ich dem Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand wird er sie ziehen lassen, und durch einen hohen Arm wird er sie aus seinem Land treiben.
2 Und Gott redete zu Mose und sprach zu ihm: Ich bin der HERR.
3 Und ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als der allmächtige Gott, aber mit meinem Namen HERR habe ich mich ihnen nicht offenbart.
4 Und ich habe meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, ihnen das Land Kanaan zu geben, das Land ihrer Fremdlingschaft, in dem sie als Fremdlinge gewohnt haben.
5 Und ich habe das Stöhnen der Kinder Israel gehört, dass die Ägypter sie knechten, und ich habe an meinen Bund gedacht.
6 Darum sage den Kindern Israel: Ich bin der HERR und will euch wegführen von den Lasten der Ägypter und will euch erretten von ihrem Frondienst und will euch erlösen durch einen ausgestreckten Arm und durch große Gerichte.
7 Und ich will euch mir zum Volk annehmen und will euer Gott sein, und ihr sollt erkennen, dass ich der HERR, euer Gott, bin, der euch herausführt aus den Lasten der Ägypter.
8 Und ich will euch in das Land bringen, das ich Abraham, Isaak und Jakob zu geben geschworen habe; das will ich euch zum Erbteil geben, ich, der HERR.
9 Und Mose redete so zu den Kindern Israel; aber sie hörten nicht auf Mose vor Ungeduld und vor harter Arbeit.
10 Da redete der HERR zu Mose und sprach:
11Geh hinein und rede mit dem Pharao, dem König von Ägypten, dass er die Kinder Israel aus seinem Land ziehen lasse.
12 Mose aber redete vor dem HERRN und sprach: Siehe, die Kinder Israel hören nicht auf mich; wie sollte mich denn der Pharao hören? Dazu bin ich von unbeschnittenen Lippen.
13 Und der HERR redete mit Mose und Aaron und gab ihnen Befehl an die Kinder Israel und an den Pharao, den König von Ägypten, dass sie die Kinder Israel aus Ägypten führten.
14 Dies sind die Häupter ihrer Vaterhäuser. Die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: Henoch, Pallu, Hezron und Karmi; das sind die Geschlechter Rubens.
15 Die Söhne Simeons: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der Sohn der Kanaaniterin; das sind die Geschlechter Simeons.
16 Und dies sind die Namen der Söhne Levis nach ihren Geschlechtern: Gerson, Kehat und Merari. Und die Lebensjahre Levis waren 137 Jahre.
17 Die Söhne Gersons: Libni und Simei, ihre Geschlechter.
18 Die Söhne Kehats: Amram, Jizhar, Hebron und Usiel. Und die Lebensjahre Kehats waren 133 Jahre.
19 Die Söhne Meraris: Machli und Musi. Das sind die Geschlechter Levis nach ihren Stämmen.
20 Und Amram nahm seine Tante Jochebed zur Frau; die gebar ihm Aaron und Mose und ihre Schwester Mirjam. Und die Lebensjahre Amrams waren 137 Jahre.
21 Die Söhne Jizhars: Korach, Nefeg und Sichri.
22 Die Söhne Usiels: Mischael, Elzafan und Sitri.
23 Und Aaron nahm Elischeba, die Tochter Amminadabs, die Schwester Nachschons, zur Frau; die gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar.
24 Die Söhne Korachs: Assir, Elkana und Abiasaf; das sind die Geschlechter der Korachiter.
25 Und Eleasar, der Sohn Aarons, nahm eine von den Töchtern Putiels zur Frau; die gebar ihm Pinhas. Das sind die Häupter der Vaterhäuser der Leviten nach ihren Geschlechtern.
26 Dies sind Aaron und Mose, zu denen der HERR sprach: Führt die Kinder Israel aus Ägyptenland nach ihren Heerscharen!
27 Sie sind es, die mit dem Pharao, dem König von Ägypten, redeten, um die Kinder Israel aus Ägypten zu führen; dies sind Mose und Aaron.
28 An dem Tag, da der HERR mit Mose redete in Ägyptenland,
29 da sprach der HERR zu Mose: Ich bin der HERR; rede mit dem Pharao, dem König von Ägypten, alles, was ich dir sage.
30 Und Mose sprach vor dem HERRN: Siehe, ich bin von unbeschnittenen Lippen; wie wird mich der Pharao hören?
Kapitel 7
1 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zum Gott für den Pharao gesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein.
2 Du sollst ihm alles sagen, was ich dir gebiete; dein Bruder Aaron aber soll zum Pharao reden, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande ziehen lasse.
3 Ich aber will das Herz des Pharao verhärten und will meiner Zeichen und Wunder viele in Ägyptenland tun.
4 Und der Pharao wird nicht auf euch hören; dann werde ich meine Hand auf Ägypten legen und mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägyptenland führen mit großen Gerichten.
5 Und die Ägypter sollen erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich meine Hand über Ägypten ausstrecke und die Kinder Israel aus ihrer Mitte wegführe.
6 Und Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte; so taten sie.
7 Und Mose war achtzig Jahre alt, und Aaron, sein Bruder, dreiundachtzig Jahre alt, als sie zum Pharao redeten.
8 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron:
9 Wenn der Pharao zu euch sagen wird: ‚Gebt uns ein Zeichen oder Wunder!‘, so sollst du zu deinem Bruder Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor dem Pharao und vor seinen Dienern auf die Erde, so wird er zur Schlange werden.
10 Da gingen Mose und Aaron hinein vor den Pharao und vor seine Diener und taten so, wie ihnen der HERR geboten hatte; und Aaron warf seinen Stab vor dem Pharao und vor seinen Dienern, und er wurde zur Schlange.
11 Da rief der Pharao die Weisen Ägyptens und die Zauberer; und auch die Wahrsager der Ägypter taten mit ihren Zauberkünsten ebenso.
12 Und ein jeder warf seinen Stab, und sie wurden zu Schlangen; aber der Stab Aarons verschlang ihre Stäbe.
13 Und das Herz des Pharao verhärtete sich, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte.
14 Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz des Pharao ist verstockt, dass er das Volk nicht ziehen lassen will.
15 Geh hin zum Pharao am Morgen; siehe, er wird ans Wasser gehen; so tritt ihm entgegen am Ufer des Flusses und nimm den Stab, der zur Schlange geworden war, in deine Hand.
16 Und sprich zu ihm: Der HERR, der Gott der Hebräer, hat mich zu dir gesandt und lässt dir sagen: Lass mein Volk ziehen, dass es mir diene in der Wüste; aber du hast bisher nicht gehört.
17 So spricht der HERR: Daran sollst du erkennen, dass ich der HERR bin: Siehe, ich will mit dem Stab, der in meiner Hand ist, auf das Wasser im Fluss schlagen, und es wird in Blut verwandelt werden.
18 Und die Fische im Fluss werden sterben, und der Fluss wird stinken, und die Ägypter werden das Wasser aus dem Fluss nicht trinken können.
19 Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu deinem Bruder Aaron: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus über die Wasser Ägyptens, über ihre Flüsse, über ihre Kanäle, über ihre Teiche und über alle ihre Wassersammlungen, dass sie zu Blut werden; und es sei Blut im ganzen Land Ägypten, sowohl in hölzernen als auch in steinernen Gefäßen.
20 Und Mose und Aaron taten so, wie ihnen der HERR geboten hatte; und er hob den Stab und schlug das Wasser im Fluss vor den Augen des Pharao und vor den Augen seiner Diener; und alles Wasser im Fluss wurde in Blut verwandelt.
21 Und die Fische im Fluss starben, und der Fluss stank, und die Ägypter konnten das Wasser aus dem Fluss nicht trinken; und es war Blut im ganzen Land Ägypten.
22 Und die Wahrsager der Ägypter taten mit ihren Zauberkünsten ebenso; und das Herz des Pharao verhärtete sich, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte.
23 Und der Pharao wandte sich um und ging in sein Haus und nahm auch dies nicht zu Herzen.
24 Und alle Ägypter gruben rings um den Fluss nach Wasser zum Trinken; denn sie konnten das Wasser aus dem Fluss nicht trinken.
25 Und es vergingen sieben Tage, nachdem der HERR den Fluss geschlagen hatte.
26 Und der HERR sprach zu Mose: Geh hinein zum Pharao und sprich zu ihm: So spricht der HERR: Lass mein Volk ziehen, dass es mir diene!
27 Wenn du es aber nicht ziehen lassen willst, siehe, so will ich dein ganzes Gebiet mit Fröschen plagen.
28 Und der Fluss soll von Fröschen wimmeln; und sie werden heraufkommen und in dein Haus gehen, in deine Schlafgemächer, auf dein Bett, in die Häuser deiner Diener und deines Volkes, in deine Backöfen und in deine Teigschüsseln.
29 Und über dich, über deine Diener und über dein Volk werden die Frösche kommen.
Kapitel 8
1 Der Herr aber sprach zu Mose: Sage Aaron, deinem Bruder: Strecke mit der Hand deinen Stab aus über die Flüsse und über die Kanäle und über die Sümpfe und führe die Frösche herauf.
2 Und Aaron streckte die Hand aus über die Gewässer Ägyptens und führte die Frösche herauf; und der Frosch stieg herauf und bedeckte das Land Ägypten.
3 Ebenso aber taten auch die Zauberer der Ägypter mit ihren Zaubereien und führten die Frösche über das Land Ägypten herauf.
4 Und der Pharao rief Mose und Aaron und sprach: Betet für mich zum Herrn, dass er die Frösche von mir und von meinem Volk wegnehme, und ich werde das Volk ziehen lassen, damit sie dem Herrn opfern.
5 Mose aber sprach zum Pharao: Bestimme mir, wann ich für dich und für deine Diener und für dein Volk beten soll, dass die Frösche von dir und von deinem Volk und aus euren Häusern vertilgt werden; nur im Fluss werden sie übrigbleiben.
6 Er aber sprach: Auf morgen. Da sagte er: Wie du gesagt hast; damit du erkennst, dass es keinen anderen gibt außer dem Herrn.
7 Und die Frösche werden weggenommen werden von dir und aus euren Häusern und aus den Gehöften und von deinen Dienern und von deinem Volk; nur im Fluss werden sie übrigbleiben.
8 Mose aber und Aaron gingen vom Pharao hinaus; und Mose schrie zum Herrn wegen der Festsetzung der Frösche, wie es der Pharao bestimmt hatte.
9 Der Herr aber tat, wie Mose gesagt hatte, und die Frösche starben aus den Häusern und aus den Gehöften und aus den Feldern;
10 und man sammelte sie zu Haufen und Haufen, und das Land stank.
11 Als aber der Pharao sah, dass Erleichterung eingetreten war, verhärtete sich sein Herz, und er hörte nicht auf sie, wie der Herr gesagt hatte.
12 Der Herr aber sprach zu Mose: Sage Aaron: Strecke mit der Hand deinen Stab aus und schlage den Staub der Erde, und es werden Stechmücken sein an den Menschen und am Vieh und im ganzen Land Ägypten.
13 Aaron streckte also mit der Hand den Stab aus und schlug den Staub der Erde, und die Stechmücken kamen an die Menschen und an das Vieh, und in allem Staub der Erde entstanden die Stechmücken im ganzen Land Ägypten.
14 Ebenso aber versuchten auch die Zauberer mit ihren Zaubereien, die Stechmücken hervorzubringen, und sie konnten es nicht. Und die Stechmücken waren an den Menschen und am Vieh.
15 Da sagten die Zauberer zum Pharao: Das ist der Finger Gottes. Und das Herz des Pharao wurde verhärtet, und er hörte nicht auf sie, wie der Herr gesagt hatte.
16 Der Herr aber sprach zu Mose: Steh früh am Morgen auf und stelle dich vor den Pharao; und siehe, er wird zum Wasser hinausgehen, und du sollst zu ihm sagen: So spricht der Herr: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir in der Wüste dienen.
17 Wenn du aber mein Volk nicht ziehen lassen willst, siehe, so sende ich über dich und über deine Diener und über dein Volk und über eure Häuser die Hundsfliege, und die Häuser der Ägypter werden voll sein von der Hundsfliege, und auch das Land, auf dem sie sind.
18 Und ich werde an jenem Tag das Land Gosen wunderbar auszeichnen, auf dem mein Volk sich befindet, auf dem die Hundsfliege nicht sein wird, damit du erkennst, dass ich der Herr bin, der Herr der ganzen Erde.
19 Und ich werde einen Unterschied setzen zwischen meinem Volk und deinem Volk; morgen aber wird dieses Zeichen auf der Erde geschehen.
20 Der Herr aber tat so, und die Hundsfliege kam in Menge in die Häuser des Pharao und in die Häuser seiner Diener und in das ganze Land Ägypten, und das Land wurde durch die Hundsfliege verheert.
21 Da rief der Pharao Mose und Aaron und sprach: Geht und opfert eurem Gott im Land.
22 Und Mose sprach: Es kann nicht so geschehen; denn die Gräuel der Ägypter werden wir dem Herrn, unserem Gott, opfern; wenn wir nämlich die Gräuel der Ägypter vor ihren Augen opfern, werden wir gesteinigt werden.
23 Einen Weg von drei Tagen werden wir in die Wüste ziehen und dem Herrn, unserem Gott, opfern, wie er uns gesagt hat.
24 Und der Pharao sprach: Ich lasse euch ziehen, und opfert dem Herrn, eurem Gott, in der Wüste, aber ihr sollt nicht weit gehen; betet also für mich zum Herrn.
25 Mose aber sprach: Siehe, ich werde von dir hinausgehen und zu Gott beten, und die Hundsfliege wird morgen von dir und von deinen Dienern und deinem Volk weichen; fahre nur nicht fort, Pharao, zu täuschen, indem du das Volk nicht ziehen lässt, dem Herrn zu opfern.
26 Mose aber ging vom Pharao hinaus und betete zu Gott;
27 der Herr aber tat, wie Mose gesagt hatte, und nahm die Hundsfliege weg vom Pharao und von seinen Dienern und seinem Volk, und nicht eine einzige blieb übrig.
28 Und der Pharao verhärtete sein Herz auch zu dieser Zeit und wollte das Volk nicht ziehen lassen.
Kapitel 9
1 Der Herr aber sprach zu Mose: Geh hinein zum Pharao und sage zu ihm: So spricht der Herr, der Gott der Hebräer: Entlass mein Volk, damit sie mir dienen!
2 Wenn du dich aber weigerst, mein Volk zu entlassen, sondern es noch festhältst,
3 siehe, dann wird die Hand des Herrn über dein Vieh kommen, das auf dem Feld ist, über die Pferde, über die Esel, über die Kamele, über die Rinder und über die Schafe: ein sehr großer Sterben.
4 Und ich will an jenem Tag einen Unterschied machen zwischen dem Vieh der Ägypter und dem Vieh der Söhne Israels; nichts wird sterben von allem, was den Söhnen Israels gehört.
5 Und der Herr setzte eine Frist und sprach: Morgen wird der Herr diese Sache auf der Erde tun.
6 Und der Herr tat diese Sache am nächsten Tag, und alles Vieh der Ägypter starb; aber vom Vieh der Söhne Israels starb kein einziges.
7 Und als der Pharao sah, dass von allem Vieh der Söhne Israels nichts gestorben war, wurde das Herz des Pharao verstockt, und er entließ das Volk nicht.
8 Da sprach der Herr zu Mose und Aaron: Nehmt euch eine Handvoll Ofenruß, und Mose soll ihn vor dem Pharao und vor seinen Dienern in den Himmel streuen,
9 und er soll zu Staub werden über das ganze Land Ägypten, und es sollen Geschwüre, aufbrechende Blasen entstehen an den Menschen und an den Tieren im ganzen Land Ägypten.
10 Und sie nahmen den Ofenruß und traten vor den Pharao, und Mose streute ihn in den Himmel, und es entstanden Geschwüre, aufbrechende Blasen an den Menschen und an den Tieren.
11 Und die Zauberer konnten nicht vor Mose bestehen wegen der Geschwüre; denn die Geschwüre waren an den Zauberern und am ganzen Land Ägypten.
12 Aber der Herr verhärtete das Herz des Pharao, und er hörte nicht auf sie, wie der Herr gesagt hatte.
13 Da sprach der Herr zu Mose: Mach dich morgen früh auf und tritt vor den Pharao und sage zu ihm: So spricht der Herr, der Gott der Hebräer: Entlass mein Volk, damit sie mir dienen!
14 Denn diesmal will ich alle meine Plagen in dein Herz senden und in das Herz deiner Diener und deines Volkes, damit du erkennst, dass keiner ist wie ich auf der ganzen Erde.
15 Denn jetzt hätte ich meine Hand ausstrecken und dich und dein Volk mit der Pest schlagen können, und du wärest von der Erde vertilgt worden;
16 aber eben darum habe ich dich bestehen lassen, um dir meine Macht zu zeigen und damit mein Name auf der ganzen Erde verkündigt werde.
17 Du stellst dich noch immer gegen mein Volk, um es nicht zu entlassen.
18 Siehe, ich will morgen um diese Zeit einen sehr schweren Hagel regnen lassen, wie es in Ägypten keinen gegeben hat seit dem Tag, da es gegründet wurde, bis heute.
19 Und nun sende hin und bring dein Vieh in Sicherheit und alles, was du auf dem Feld hast; denn alle Menschen und Tiere, die auf dem Feld gefunden werden und nicht ins Haus gehen, auf die der Hagel fällt, werden sterben.
20 Wer unter den Dienern des Pharao das Wort des Herrn fürchtete, der ließ seine Knechte und sein Vieh in die Häuser fliehen;
21 wer aber das Wort des Herrn nicht zu Herzen nahm, der ließ seine Knechte und sein Vieh auf dem Feld.
22 Da sprach der Herr zu Mose: Streck deine Hand zum Himmel aus, und es soll Hagel kommen über das ganze Land Ägypten, über die Menschen und über die Tiere und über alles Kraut auf dem Feld in Ägypten.
23 Und Mose streckte seinen Stab zum Himmel aus, und der Herr ließ Donner und Hagel kommen, und Feuer fuhr auf die Erde nieder; und der Herr ließ Hagel regnen über das Land Ägypten.
24 Und der Hagel und das Feuer, das mitten im Hagel flammte, waren sehr schwer, so schwer, wie es in ganz Ägypten nicht gewesen war, seitdem ein Volk darin wohnte.
25 Und der Hagel erschlug im ganzen Land Ägypten alles, was auf dem Feld war, von den Menschen bis zu den Tieren; auch alles Kraut auf dem Feld zerschlug der Hagel und alle Bäume auf dem Feld zerbrach er.
26 Nur im Land Goschen, wo die Söhne Israels waren, da war kein Hagel.
27 Da sandte der Pharao hin und ließ Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Ich habe diesmal gesündigt; der Herr ist gerecht, ich aber und mein Volk sind gottlos.
28 Bittet den Herrn für mich, dass dieser Donner und Hagel und das Feuer aufhören; dann will ich euch entlassen, und ihr sollt nicht länger bleiben.
29 Mose sprach zu ihm: Wenn ich zur Stadt hinausgehe, will ich meine Hände zum Herrn ausbreiten; dann wird der Donner aufhören und der Hagel und der Regen werden nicht mehr sein, damit du erkennst, dass die Erde dem Herrn gehört.
30 Ich weiß aber, dass du und deine Diener euch noch nicht vor dem Herrn fürchtet.
31 Der Flachs und die Gerste wurden zerschlagen; denn die Gerste war schon halbreif, und der Flachs stand in Blüte.
32 Aber der Weizen und der Dinkel wurden nicht zerschlagen; denn sie waren spät.
33Und Mose ging vom Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine Hände zum Herrn aus; da hörten der Donner und der Hagel auf, und der Regen tropfte nicht mehr auf die Erde.
34 Als aber der Pharao sah, dass der Regen und der Hagel und der Donner aufgehört hatten, da sündigte er weiter und verhärtete sein Herz und das Herz seiner Diener.
35 Und das Herz des Pharao wurde verstockt, und er entließ die Söhne Israels nicht, wie der Herr durch Mose geredet hatte.
Kapitel 10
1 Der Herr aber sprach zu Mose: Geh hinein zum Pharao; denn ich habe sein Herz und das Herz seiner Diener verhärtet, damit ich diese meine Zeichen unter ihnen erweise,
2 und damit du vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder erzählest, was ich in Ägypten ausgerichtet habe, und meine Zeichen, die ich an ihnen getan habe, und damit ihr erkennet, dass ich der Herr bin.
3 Da gingen Mose und Aaron hinein zum Pharao und sprachen zu ihm: So spricht der Herr, der Gott der Hebräer: Wie lange willst du dich nicht vor mir demütigen? Lass mein Volk ziehen, dass es mir diene.
4 Wenn du dich aber weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, siehe, so werde ich morgen um diese Zeit Heuschrecken bringen über dein ganzes Land,
5 dass sie das Angesicht der Erde bedecken, dass man die Erde nicht sehen kann; und sie sollen fressen, was euch übriggeblieben und vom Hagel verschont worden ist, und sollen alle Bäume fressen, die euch auf dem Felde wachsen;
6 und sie sollen deine Häuser füllen und die Häuser aller deiner Diener und aller Ägypter, wie es deine Väter und deiner Väter Väter nicht gesehen haben von dem Tage an, da sie auf Erden waren, bis auf diesen Tag. Und er wandte sich und ging von dem Pharao hinaus.
7 Da sprachen die Diener des Pharao zu ihm: Wie lange soll uns dieser Mensch zum Fallstrick sein? Lass die Leute ziehen, dass sie dem Herrn, ihrem Gott, dienen! Willst du noch länger sehen, dass Ägypten zugrunde geht?
8 Und man holte Mose und Aaron wieder zum Pharao; der sprach zu ihnen: Geht hin, dient dem Herrn, eurem Gott! Wer sind aber die, die da hingehen sollen?
9 Mose sprach: Wir wollen gehen mit unseren Jungen und Alten, mit unseren Söhnen und Töchtern, mit unseren Schafen und Rindern; denn wir haben ein Fest des Herrn.
10 Er sprach zu ihnen: So sei der Herr mit euch! Sollte ich euch und eure Kinder ziehen lassen? Seht, ihr habt Böses im Sinn!
11 Nein, so nicht! Geht nur ihr Männer hin und dient dem Herrn! Denn das habt ihr ja begehrt. Und man jagte sie hinaus von dem Pharao.
12 Da sprach der Herr zu Mose: Strecke deine Hand über Ägyptenland, dass Heuschrecken über Ägypten kommen und fressen alles Kraut im Lande und alle Früchte, die der Hagel übriggelassen hat.
13 Und Mose streckte seinen Stab über Ägyptenland; da ließ der Herr einen Ostwind über das Land kommen den ganzen Tag und die ganze Nacht. Und am Morgen brachte der Ostwind die Heuschrecken herbei.
14 Und die Heuschrecken kamen über ganz Ägyptenland und ließen sich nieder in allen Grenzen Ägyptens, so sehr viele, dass zuvor nie solche Heuschrecken gewesen waren und auch hernach nicht sein werden.
15 Und sie bedeckten das Angesicht der Erde, dass die Erde finster wurde; und sie fraßen alles Kraut auf dem Lande und alle Früchte der Bäume, die der Hagel übriggelassen hatte, und ließen nichts Grünes übrig an den Bäumen und an dem Kraut auf dem Felde in ganz Ägyptenland.
16 Da rief der Pharao eilends Mose und Aaron und sprach: Ich habe gesündigt gegen den Herrn, euren Gott, und gegen euch.
17 Vergib mir meine Sünde noch diesmal und bittet den Herrn, euren Gott, dass er diesen Tod von mir nehme.
18 Und Mose ging von dem Pharao hinaus und bat den Herrn.
19 Da wandelte der Herr den Wind in einen sehr starken Westwind, der hob die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer, dass keine einzige Heuschrecke übrigblieb in ganz Ägyptenland.
20 Aber der Herr verhärtete das Herz des Pharao, dass er die Israeliten nicht ziehen ließ.
21 Da sprach der Herr zu Mose: Strecke deine Hand gen Himmel, dass eine Finsternis über Ägyptenland komme, eine Finsternis, die man greifen kann.
22 Und Mose streckte seine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland drei Tage lang,
23 dass niemand den anderen sehen konnte noch von seinem Ort aufstehen drei Tage lang. Aber bei allen Israeliten war es licht in ihren Wohnungen.
24 Da rief der Pharao Mose und Aaron und sprach: Geht hin, dient dem Herrn! Nur eure Schafe und Rinder lasst hier; auch eure Kinder mögen mit euch gehen.
25 Mose sprach: Du musst uns auch Opfer und Brandopfer in die Hand geben, die wir dem Herrn, unserem Gott, darbringen können.
26 So soll auch unser Vieh mit uns gehen, und es soll keine Klaue zurückbleiben; denn von unserem Vieh müssen wir nehmen, um dem Herrn, unserem Gott, zu dienen. Denn wir wissen nicht, womit wir dem Herrn dienen sollen, bis wir dorthin kommen.
27 Aber der Herr verhärtete das Herz des Pharao, und er wollte sie nicht ziehen lassen.
28 Und der Pharao sprach zu ihm: Geh von mir! Hüte dich, dass du mir nicht wieder vor die Augen kommst! Denn an dem Tage, da du mir vor die Augen kommst, sollst du sterben.
29 Mose sprach: Du hast recht geredet; ich werde dir nicht mehr vor die Augen kommen.
Kapitel 11
1 Der Herr sprach zu Mose: Noch eine Plage will ich über den Pharao und über Ägypten bringen; danach wird er euch von hier wegziehen lassen. Wenn er euch aber ziehen lässt, wird er euch sogar mit Gewalt vertreiben.
2 Rede nun heimlich vor den Ohren des Volkes, und jeder Mann erbitte von seinem Nachbarn und jede Frau von ihrer Nachbarin silberne und goldene Geräte und Kleider.
3 Der Herr aber gab seinem Volk Gunst bei den Ägyptern, und sie liehen ihnen; und der Mann Mose wurde sehr groß vor den Ägyptern, vor dem Pharao und vor allen seinen Dienern.
4 Und Mose sprach: So spricht der Herr: Um Mitternacht will ich mitten durch Ägypten gehen,
5 und alles Erstgeborene im Land Ägypten wird sterben, vom Erstgeborenen des Pharao, der auf dem Thron sitzt, bis zum Erstgeborenen der Magd, die hinter der Mühle ist, und bis zum Erstgeborenen allen Viehs.
6 Und es wird ein großes Geschrei sein im ganzen Land Ägypten, wie es nie gewesen ist und wie es nie wieder sein wird.
7 Aber bei allen Kindern Israel soll kein Hund seine Zunge regen, weder gegen Menschen noch gegen Vieh, damit du erkennst, dass der Herr einen Unterschied macht zwischen Ägypten und Israel.
8 Und alle diese deine Diener werden zu mir herabkommen und mir huldigen und sagen: Zieh aus, du und das ganze Volk, das du führst! Danach will ich ausziehen. Und Mose ging vom Pharao hinaus im Zorn.
9 Der Herr aber sprach zu Mose: Der Pharao wird nicht auf euch hören, damit ich meine Zeichen und Wunder im Land Ägypten mehren kann.
10 Und Mose und Aaron taten alle diese Zeichen und Wunder vor dem Pharao im Land Ägypten; aber der Herr verhärtete das Herz des Pharao, und er wollte die Kinder Israel nicht aus seinem Land ziehen lassen.
Kapitel 12
1 Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron im Land Ägypten:
2 Dieser Monat sei euch der Anfang der Monate, er sei euch der erste unter den Monaten des Jahres.
3 Redet zur ganzen Gemeinde der Söhne Israels und sprecht: Am zehnten dieses Monats nehme sich jeder ein Lamm nach den Vaterhäusern, ein Lamm für jedes Haus.
4 Wenn aber das Haus zu klein ist, dass es für ein Lamm nicht ausreicht, so nehme er seinen Nachbarn, der seinem Haus am nächsten wohnt, hinzu nach der Zahl der Seelen; jeder soll nach seinem Bedarf für das Lamm mitzählen.
5 Ein fehlerloses, männliches, einjähriges Lamm soll es für euch sein; von den Schafen und von den Ziegen sollt ihr es nehmen.
6 Und es soll euch aufbewahrt bleiben bis zum vierzehnten Tag dieses Monats; dann soll die ganze Versammlung der Gemeinde der Söhne Israels es gegen Abend schlachten.
7 Und sie sollen von dem Blut nehmen und es an die beiden Türpfosten und an die Oberschwelle der Häuser streichen, in denen sie es essen.
8 Und sie sollen das Fleisch in dieser Nacht essen; am Feuer gebraten und mit ungesäuertem Brot und bitteren Kräutern sollen sie es essen.
9 Ihr sollt nichts davon roh oder im Wasser gekocht essen, sondern nur am Feuer gebraten, den Kopf samt den Beinen und den Eingeweiden.
10 Ihr sollt nichts davon bis zum Morgen übrig lassen; auch sollt ihr kein Bein daran zerbrechen. Was aber bis zum Morgen davon übrig bleibt, sollt ihr im Feuer verbrennen.
11 So aber sollt ihr es essen: eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an den Füßen und eure Stäbe in den Händen; und ihr sollt es in Eile essen. Es ist das Passah des Herrn.
12 Und ich werde in dieser Nacht durch das Land Ägypten gehen und alle Erstgeburt im Land Ägypten schlagen, vom Menschen bis zum Vieh, und an allen Göttern Ägyptens werde ich Gericht üben; ich bin der Herr.
13 Und das Blut soll euch zum Zeichen an den Häusern dienen, in denen ihr seid; und wenn ich das Blut sehe, werde ich an euch vorübergehen, und die Plage wird euch nicht treffen, euch zu verderben, wenn ich das Land Ägypten schlage.
14 Und dieser Tag soll euch ein Gedenktag sein, und ihr sollt ihn als Fest dem Herrn feiern durch alle eure Geschlechter; als ewige Satzung sollt ihr ihn feiern.
15 Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen; aber am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern entfernen; denn jeder, der Gesäuertes isst, dessen Seele soll aus Israel ausgerottet werden, vom ersten Tag bis zum siebten Tag.
16 Und der erste Tag soll heilig heißen, und der siebte Tag soll euch heilig sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr an ihnen tun, nur was jeder Seele zur Nahrung nötig ist, das allein soll für euch getan werden.
17 Und haltet dieses Gebot; denn an diesem Tag werde ich eure Heerscharen aus dem Land Ägypten führen, und ihr sollt diesen Tag als ewige Satzung für eure Geschlechter begehen.
18 Am vierzehnten Tag des ersten Monats, am Abend, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis zum einundzwanzigsten Tag des Monats, am Abend.
19 Sieben Tage lang soll kein Sauerteig in euren Häusern gefunden werden; denn jeder, der Gesäuertes isst, dessen Seele soll aus der Gemeinde Israels ausgerottet werden, sowohl unter den Fremdlingen als auch unter den Einheimischen des Landes.
20 Nichts Gesäuertes sollt ihr essen; in allen euren Wohnungen sollt ihr ungesäuertes Brot essen.
21 Da rief Mose alle Ältesten der Söhne Israels und sprach zu ihnen: Geht hin und nehmt euch ein Lamm für eure Familien und schlachtet das Passah.
22 Und nehmt ein Büschel Ysop, taucht es in das Blut, das in der Schüssel ist, und streicht von dem Blut, das in der Schüssel ist, an die Oberschwelle und an die beiden Türpfosten; ihr aber sollt keiner aus der Tür seines Hauses gehen bis zum Morgen.
23 Denn der Herr wird umhergehen, um die Ägypter zu schlagen; und wenn er das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Türpfosten sieht, wird der Herr an der Tür vorübergehen und wird dem Verderber nicht erlauben, in eure Häuser zu kommen, um zu schlagen.
24 Und haltet dieses Wort als Satzung für dich und deine Söhne für immer.
25 Und wenn ihr in das Land kommt, das der Herr euch geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst.
26 Und es wird geschehen, wenn eure Söhne zu euch sagen: Was bedeutet dieser Dienst?
27 So sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer für den Herrn, der an den Häusern der Söhne Israels in Ägypten vorüberging, als er die Ägypter schlug, unsere Häuser aber errettete. Da neigte sich das Volk und betete an.
28 Und die Söhne Israels gingen hin und taten, wie der Herr Mose und Aaron geboten hatte; so taten sie.
29 Und es geschah um Mitternacht, da schlug der Herr alle Erstgeburt im Land Ägypten, vom Erstgeborenen des Pharao, der auf dem Thron saß, bis zum Erstgeborenen der Gefangenen im Kerker und bis zur Erstgeburt allen Viehs.
30 Da stand der Pharao in der Nacht auf, er und alle seine Diener und alle Ägypter; und es entstand ein großes Geschrei in ganz Ägypten; denn es gab kein Haus, in dem nicht ein Toter war.
31 Und der Pharao rief Mose und Aaron in der Nacht und sprach: Macht euch auf, zieht weg aus meinem Volk, ihr und die Söhne Israels; geht hin und dient dem Herrn, eurem Gott, wie ihr gesagt habt.
32 Nehmt auch eure Schafe und eure Rinder und zieht hin; und segnet auch mich.
33 Und die Ägypter drängten das Volk, es eilig aus dem Land zu treiben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes.
34 Und das Volk nahm den Teig, bevor er gesäuert war, ihre Backschüsseln in ihre Kleider gebunden auf ihren Schultern.
35 Die Söhne Israels aber taten, wie Mose ihnen geboten hatte, und forderten von den Ägyptern silberne und goldene Geräte und Kleider.
36 Und der Herr gab seinem Volk Gunst bei den Ägyptern, und sie liehen ihnen; und so plünderten sie die Ägypter.
37 Und die Söhne Israels brachen von Ramses auf nach Sukkot, etwa sechshunderttausend Mann zu Fuß, die Männer, ohne die Kinder.
38 Und viel Mischvolk zog mit ihnen, und Schafe und Rinder und sehr viel Vieh.
39 Und sie backten den Teig, den sie aus Ägypten mitgebracht hatten, zu ungesäuerten Brotfladen; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten vertrieben wurden und nicht verweilen konnten und sich keine Wegzehrung zubereitet hatten.
40 Die Zeit aber, die die Söhne Israels in Ägypten und im Land Kanaan gewohnt hatten, betrug vierhundertdreißig Jahre.
41 Und es geschah nach vierhundertdreißig Jahren, genau an diesem Tag, da zog das ganze Heer des Herrn aus dem Land Ägypten.
42 Eine Nacht der Wache ist es für den Herrn, um sie aus dem Land Ägypten zu führen; diese Nacht ist eine Wache für den Herrn für alle Söhne Israels durch ihre Geschlechter.
43 Und der Herr sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Satzung des Passah: Kein Fremder soll davon essen.
44 Jeden Sklaven aber, der um Geld gekauft ist, den sollst du beschneiden, und dann darf er davon essen.
45 Ein Beisasse oder ein Lohnarbeiter soll nicht davon essen.
46 In einem Haus soll es gegessen werden; du sollst nichts von dem Fleisch aus dem Haus hinausbringen; und ihr sollt kein Bein daran zerbrechen.
47 Die ganze Gemeinde der Söhne Israels soll es halten.
48 Wenn aber ein Fremdling bei euch wohnt und dem Herrn das Passah halten will, so sollst du alles Männliche bei ihm beschneiden, und dann darf er herzutreten, es zu halten, und er soll sein wie der Einheimische des Landes; aber kein Unbeschnittener soll davon essen.
49 Ein und dasselbe Gesetz soll für den Einheimischen und für den Fremdling gelten, der bei euch wohnt.
50 Und die Söhne Israels taten, wie der Herr Mose und Aaron geboten hatte; so taten sie.
51 Und es geschah an genau diesem Tag, da führte der Herr die Söhne Israels aus dem Land Ägypten mit ihren Heerscharen.
Kapitel 13
1 Und der Herr sprach zu Mose:
2 Heilige mir alle Erstgeburt, alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht, unter den Kindern Israel, von Menschen bis zum Vieh; sie sind mein.
3 Und Mose sprach zum Volk: Gedenket dieses Tages, an dem ihr aus Ägypten gezogen seid, aus dem Haus der Knechtschaft; denn mit starker Hand hat euch der Herr von dort herausgeführt; und Gesäuertes soll nicht gegessen werden.
4 Heute zieht ihr aus, im Monat Abib.
5 Und es wird geschehen, wenn dich der Herr, dein Gott, in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Hiwiter, Jebusiter, Girgaschiter und Perisiter bringt, das er deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben, ein Land, das von Milch und Honig fließt, dann sollst du diesen Dienst in diesem Monat halten.
6 Sechs Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, und am siebten Tag ist ein Fest des Herrn.
7 Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, dass bei dir kein Gesäuertes gesehen werde und kein Sauerteig in allen deinen Grenzen sei.
8 Und du sollst deinem Sohn an jenem Tag sagen: Darum tut mir der Herr, als ich aus Ägypten zog.
9 Und es soll dir ein Zeichen auf deiner Hand und ein Denkmal vor deinen Augen sein, damit das Gesetz des Herrn in deinem Munde sei; denn mit starker Hand hat dich der Herr aus Ägypten geführt.
10 Und ihr sollt diese Satzung halten zu ihrer Zeit von Jahr zu Jahr.
11 Und es wird geschehen, wenn dich der Herr, dein Gott, in das Land der Kanaaniter bringt, wie er deinen Vätern geschworen hat, und es dir gibt,
12 so sollst du alles, was den Mutterschoß durchbricht, dem Herrn aussondern; alles Männliche, das den Mutterschoß durchbricht, von deinem Vieh, was dir geboren wird, das Männliche, sollst du dem Herrn heiligen.
13 Jede Erstgeburt eines Esels sollst du mit einem Schaf lösen; wenn du es aber nicht löst, so brich ihm das Genick. Jede Erstgeburt des Menschen unter deinen Söhnen sollst du lösen.
14 Und wenn dich dein Sohn hernach fragt: Was ist das? so sollst du ihm sagen: Der Herr hat uns mit starker Hand aus Ägypten geführt, aus dem Haus der Knechtschaft.
15 Und da der Pharao sich weigerte, uns ziehen zu lassen, erschlug der Herr alle Erstgeburt in Ägypten, von der Erstgeburt des Menschen bis zur Erstgeburt des Viehs. Darum opfere ich dem Herrn alles, was den Mutterschoß durchbricht, das Männliche, und jede Erstgeburt meiner Söhne löse ich.
16 Und es soll ein Zeichen auf deiner Hand und ein Denkmal vor deinen Augen sein; denn mit starker Hand hat uns der Herr aus Ägypten geführt.
17 Als nun der Pharao das Volk ziehen ließ, führte sie Gott nicht den Weg durch das Land der Philister, obwohl er nahe war; denn Gott sprach: Das Volk könnte es sich anders überlegen, wenn es Krieg sieht, und nach Ägypten zurückkehren.
18 Und Gott führte das Volk auf dem Weg durch die Wüste zum Schilfmeer. In geordneten Scharen zogen die Kinder Israel aus Ägypten.
19 Und Mose nahm die Gebeine Josephs mit sich; denn Joseph hatte die Kinder Israel beschworen und gesagt: Gott wird euch gewiss heimsuchen; dann führt meine Gebeine von hier mit euch hinauf.
20 Und die Kinder Israel brachen auf von Sukkot und lagerten sich in Etam am Rande der Wüste.
21 Und der Herr zog vor ihnen her, am Tag in einer Wolkensäule, um sie den Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht ziehen konnten.
22 Die Wolkensäule wich nicht von ihnen bei Tag und die Feuersäule bei Nacht, vor dem ganzen Volk.
Kapitel 14
1 Und der Herr redete zu Mose und sprach:
2 Rede zu den Kindern Israel, sie sollen umkehren und sich lagern vor Pi-Hahiroth, zwischen Migdol und dem Meer, vor Baal-Zephon; diesem gegenüber sollt ihr euch lagern am Meer.
3 Dann wird der Pharao von den Kindern Israel sagen: Sie irren umher im Lande, die Wüste hat sie eingeschlossen.
4 Ich aber will das Herz des Pharao verhärten, dass er ihnen nachjage; und ich will verherrlicht werden am Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, und die Ägypter sollen erkennen, dass ich der Herr bin. Und sie taten so.
5 Und es wurde dem König von Ägypten angesagt, dass das Volk geflohen sei. Da wurde das Herz des Pharao und seiner Knechte gegen das Volk verwandelt, und sie sprachen: Was haben wir da getan, dass wir Israel haben ziehen lassen, damit sie uns nicht dienen?
6 Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich.
7 Und er nahm sechshundert auserlesene Wagen und alle Wagen Ägyptens und Oberste über jedes.
8 Und der Herr verhärtete das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, und das Herz seiner Knechte, und sie jagten den Kindern Israel nach; die Kinder Israel aber zogen aus mit erhobener Hand.
9 Und die Ägypter jagten ihnen nach und erreichten sie, als sie sich am Meer gelagert hatten, alle Rosse und Wagen des Pharao und seine Reiter und sein Heer, vor Pi-Hahiroth, gegenüber Baal-Zephon.
10 Und als der Pharao nahte, da hoben die Kinder Israel ihre Augen auf, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her; und sie fürchteten sich sehr und schrien zum Herrn.
11 Und sie sprachen zu Mose: Gab es etwa keine Gräber in Ägypten, dass du uns wegführen musstest, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten geführt hast?
12 Ist das nicht das Wort, das wir dir in Ägypten sagten: Lass uns in Ruhe, dass wir den Ägyptern dienen? Denn es wäre uns besser, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben.
13 Da sprach Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung des Herrn, die er heute an euch tun wird; denn wie ihr die Ägypter heute seht, werdet ihr sie nimmermehr sehen in Ewigkeit.
14 Der Herr wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.
15 Und der Herr sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Rede zu den Kindern Israel, dass sie weiterziehen.
16 Du aber hebe deinen Stab auf und strecke deine Hand aus über das Meer und spalte es, dass die Kinder Israel mitten durch das Meer auf dem Trockenen gehen.
17 Siehe, ich will das Herz der Ägypter verhärten, dass sie ihnen nachgehen; und ich will verherrlicht werden am Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, an seinen Wagen und an seinen Reitern.
18 Und die Ägypter sollen erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich verherrlicht werde am Pharao, an seinen Wagen und an seinen Reitern.
19 Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und ging hinter sie; und die Wolkensäule erhob sich von ihrem Angesicht und trat hinter sie.
20 Und sie kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels; und es war eine Wolke und Finsternis, und die Nacht verging, und sie kamen einander nicht näher die ganze Nacht.
21 Da streckte Mose seine Hand aus über das Meer, und der Herr trieb das Meer durch einen starken Ostwind die ganze Nacht hindurch weg und machte das Meer trocken, und die Wasser teilten sich.
22 Und die Kinder Israel gingen hinein mitten in das Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.
23 Und die Ägypter jagten ihnen nach, alle Rosse des Pharao, seine Wagen und seine Reiter, und kamen ihnen nach mitten ins Meer.
24 Und in der Morgenwache schaute der Herr auf das Heer der Ägypter in der Feuer- und Wolkensäule und verwirrte das Heer der Ägypter.
25 Und er hemmte die Räder ihrer Wagen und ließ sie schwer fahren. Da sprachen die Ägypter: Lasst uns fliehen vor Israel; denn der Herr streitet für sie gegen die Ägypter.
26 Und der Herr sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Meer, dass das Wasser zurückkomme und die Ägypter bedecke, ihre Wagen und ihre Reiter.
27 Da streckte Mose seine Hand aus über das Meer, und das Meer kam gegen Morgen wieder in seinen Strom, und die Ägypter flohen ihm entgegen; so stürzte der Herr die Ägypter mitten ins Meer.
28 Und das Wasser kam zurück und bedeckte die Wagen und die Reiter und die ganze Heeresmacht des Pharao, die ihnen nachgefolgt waren ins Meer, und nicht einer von ihnen blieb übrig.
29 Die Kinder Israel aber gingen auf dem Trockenen mitten durch das Meer, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.
30 So errettete der Herr Israel an jenem Tage aus der Hand der Ägypter; und Israel sah die Ägypter tot am Ufer des Meeres liegen.
31 Und Israel sah die große Hand, die der Herr an den Ägyptern getan hatte; und das Volk fürchtete den Herrn und glaubte an den Herrn und an seinen Knecht Mose.
Kapitel 15
1 Damals sangen Mose und die Söhne Israels dieses Lied dem Herrn und sprachen: Lasst uns dem Herrn singen, denn herrlich ist er verherrlicht; Ross und Reiter warf er ins Meer.
2 Meine Stärke und mein Schutz wurde er mir zur Rettung; dieser ist mein Gott, und ich will ihn preisen, der Gott meines Vaters, und ich will ihn erheben.
3 Der Herr zerbricht die Kriege, Herr ist sein Name.
4 Die Wagen des Pharao und seine Macht warf er ins Meer, auserlesene Reiter, Dreigespannlenker, versenkte er im Roten Meer.
5 Die Flut bedeckte sie, sie sanken in die Tiefe wie ein Stein.
6 Deine Rechte, Herr, ist verherrlicht in Stärke; deine rechte Hand, Herr, zerschmetterte die Feinde.
7 Und durch die Fülle deiner Herrlichkeit zerschlugst du die Widersacher; du sandtest deinen Zorn, und er verzehrte sie wie Stroh.
8 Und durch den Hauch deines Grimmes teilte sich das Wasser; die Wasser standen wie eine Mauer, die Wogen erstarrten mitten im Meer.
9 Der Feind sprach: Ich will nachjagen und einholen, Beute teilen, meine Seele sättigen, ich will mit meinem Schwert töten, meine Hand soll herrschen.
10 Du sandtest deinen Hauch, das Meer bedeckte sie; sie sanken wie Blei im gewaltigen Wasser.
11 Wer ist dir gleich unter den Göttern, Herr? Wer ist dir gleich, verherrlicht in Heiligkeit, wunderbar in Ruhmestaten, der du Wunder tust?
12 Du strecktest deine Rechte aus, die Erde verschlang sie.
13 Du führtest in deiner Gerechtigkeit dein Volk, das du erlöst hast, du leitetest es in deiner Stärke zu deiner heiligen Wohnstätte.
14 Die Völker hörten und erzitterten; Wehen ergriffen die Bewohner Philistäas.
15 Da eilten die Fürsten Edoms, und die Herrscher Moabs, Zittern ergriff sie, alle Bewohner Kanaans verzagten.
16 Es falle auf sie Furcht und Schrecken, durch die Größe deines Armes sollen sie erstarren wie Stein, bis dein Volk vorüberzieht, Herr, bis dieses Volk vorüberzieht, das du erworben hast.
17 Du wirst sie bringen und pflanzen auf dem Berg deines Erbes, an deiner bereiteten Wohnstätte, die du, Herr, bereitet hast, ein Heiligtum, Herr, das deine Hände bereitet haben.
18 Der Herr herrscht auf immer und ewig.
19 Denn es kamen die Rosse des Pharao mit Wagen und Reitern ins Meer, und der Herr ließ das Wasser des Meeres über sie kommen; die Söhne Israels aber gingen auf trockenem Boden mitten durch das Meer.
20 Da nahm Mirjam, die Prophetin, die Schwester Aarons, die Pauke in ihre Hand, und alle Frauen zogen hinter ihr her mit Pauken und Reigen.
21 Und Mirjam sang ihnen vor: Lasst uns dem Herrn singen, denn herrlich ist er verherrlicht; Ross und Reiter warf er ins Meer.
22 Und Mose ließ die Söhne Israels vom Roten Meer aufbrechen, und er führte sie in die Wüste Schur; und sie zogen drei Tage in der Wüste und fanden kein Wasser zum Trinken.
23 Und sie kamen nach Mara, und sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war bitter; darum nannte man jenen Ort Bitterkeit.
24 Und das Volk murrte gegen Mose und sprach: Was sollen wir trinken?
25 Da schrie Mose zum Herrn; und der Herr zeigte ihm ein Holz, und er warf es ins Wasser, und das Wasser wurde süß. Dort gab er ihm Satzung und Recht, und dort prüfte er es.
26 Und er sprach: Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, fleißig gehorchst und tust, was vor ihm wohlgefällig ist, und auf seine Gebote hörst und alle seine Satzungen hältst, so will ich keine der Krankheiten, die ich über Ägypten gebracht habe, über dich bringen; denn ich bin der Herr, dein Arzt.
27 Und sie kamen nach Elim, und dort waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmenstämme; und sie lagerten sich dort am Wasser.
Kapitel 16
1 Sie brachen auf von Elim, und die ganze Gemeinde der Kinder Israel kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai liegt. Am fünfzehnten Tag des zweiten Monats nach ihrem Auszug aus Ägypten
2 murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israel gegen Mose und Aaron.
3 Und die Kinder Israel sprachen zu ihnen: Wären wir doch durch die Hand des HERRN in Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und Brot aßen bis zur Sättigung! Denn ihr habt uns in diese Wüste geführt, um diese ganze Gemeinde durch Hunger zu töten.
4 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und täglich sammeln, was es für den Tag bedarf, damit ich sie prüfe, ob sie in meinem Gesetz wandeln oder nicht.
5 Und am sechsten Tag sollen sie zubereiten, was sie einbringen, und es wird doppelt so viel sein, wie sie täglich sammeln.
6 Und Mose und Aaron sprachen zur ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Am Abend werdet ihr erkennen, dass der HERR euch aus Ägypten geführt hat,
7 und am Morgen werdet ihr die Herrlichkeit des HERRN sehen, denn er hat euer Murren gegen den HERRN gehört. Was sind wir, dass ihr gegen uns murrt?
8 Und Mose sprach: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brot bis zur Sättigung, weil der HERR euer Murren gehört hat, das ihr gegen ihn murrt. Was sind wir? Nicht gegen uns ist euer Murren, sondern gegen den HERRN.
9 Und Mose sprach zu Aaron: Sprich zur ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Tretet her vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehört.
10 Als aber Aaron zur ganzen Gemeinde der Kinder Israel redete, wandten sie sich zur Wüste, und die Herrlichkeit des HERRN erschien in der Wolke.
11 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
12 Ich habe das Murren der Kinder Israel gehört. Rede zu ihnen und sprich: Am Abend sollt ihr Fleisch essen und am Morgen sollt ihr von Brot satt werden, und ihr sollt erkennen, dass ich der HERR, euer Gott, bin.
13 Und es geschah am Abend, da kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen lag der Tau rings um das Lager.
14 Und als der Tau sich hob, siehe, da lag auf der Fläche der Wüste etwas Feines, wie Reif, wie Eis auf der Erde.
15 Als das die Kinder Israel sahen, sprachen sie einer zum anderen: Was ist das? Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Das ist das Brot, das der HERR euch zu essen gegeben hat.
16 Das ist das Wort, das der HERR geboten hat: Sammelt davon, jeder nach seinem Bedarf, einen Gomer pro Kopf, nach der Zahl eurer Seelen; jeder soll für die in seinem Zelt sammeln.
17 Und die Kinder Israel taten so und sammelten, der viel und der wenig.
18 Und als sie es mit dem Gomer maßen, hatte der, der viel gesammelt hatte, nicht mehr, und der, der wenig gesammelt hatte, nicht weniger; jeder hatte nach seinem Bedarf gesammelt.
19 Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon bis zum Morgen übrig.
20 Aber sie hörten nicht auf Mose, sondern einige ließen etwas davon bis zum Morgen übrig; da wuchsen Würmer darin und es stank. Und Mose wurde zornig auf sie.
21 Und sie sammelten es Morgen für Morgen, jeder nach seinem Bedarf; wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es.
22 Und es geschah am sechsten Tag, da sammelten sie doppelt so viel Brot, zwei Gomer für jeden. Da kamen alle Vorsteher der Gemeinde und berichteten es Mose.
23 Und er sprach zu ihnen: Das ist es, was der HERR geredet hat: Morgen ist Ruhe, ein heiliger Sabbat für den HERRN. Was ihr backen wollt, backt, und was ihr kochen wollt, kocht; alles aber, was übrig bleibt, legt beiseite, dass es für den Morgen aufbewahrt werde.
24 Und sie legten es bis zum Morgen beiseite, wie Mose geboten hatte; und es stank nicht, und es waren keine Würmer darin.
25 Da sprach Mose: Esst das heute, denn heute ist der Sabbat für den HERRN; ihr werdet es heute auf dem Feld nicht finden.
26 Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber am siebten Tag ist Sabbat, da wird nichts zu finden sein.
27 Und es geschah am siebten Tag, da gingen einige vom Volk hinaus, um zu sammeln, und fanden nichts.
28 Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und meine Gesetze zu halten?
29 Seht, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tag Brot für zwei Tage. So bleibe jeder an seinem Ort; niemand verlasse seinen Platz am siebten Tag.
30 Und das Volk ruhte am siebten Tag. 31Und die Kinder Israel nannten es Manna. Es war wie Koriandersamen, weiß, und sein Geschmack wie Honigkuchen.
32 Und Mose sprach: Das ist das Wort, das der HERR geboten hat: Füllt einen Gomer davon zur Aufbewahrung für eure Nachkommen, damit sie das Brot sehen, das ich euch in der Wüste zu essen gegeben habe, als ich euch aus Ägypten führte.
33 Und Mose sprach zu Aaron: Nimm einen goldenen Krug und tu einen Gomer voll Manna hinein und stelle ihn vor den HERRN zur Verwahrung für eure Nachkommen.
34 Wie der HERR dem Mose geboten hatte, so stellte Aaron ihn vor das Zeugnis zur Verwahrung.
35 Und die Kinder Israel aßen das Manna vierzig Jahre lang, bis sie in ein bewohntes Land kamen; sie aßen das Manna, bis sie an die Grenze des Landes Kanaan kamen.
36 Ein Gomer aber ist der zehnte Teil eines Epha.
Kapitel 17
1 Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel zog aus der Wüste Sinai nach ihren Lagern auf den Befehl des HERRN und lagerten sich in Raphidim; aber es war kein Wasser da für das Volk zu trinken.
2 Und das Volk zankte mit Mose und sprach: Gib uns Wasser, dass wir trinken! Und Mose sprach zu ihnen: Was zankt ihr mit mir? Und was versucht ihr den HERRN?
3 Das Volk aber dürstete dort nach Wasser, und das Volk murrte dort gegen Mose und sprach: Warum hast du uns aus Ägypten heraufgeführt, um uns und unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben zu lassen?
4 Da schrie Mose zum HERRN und sprach: Was soll ich mit diesem Volk tun? Es fehlt nur noch wenig, so werden sie mich steinigen.
5 Und der HERR sprach zu Mose: Geh vor dem Volk her und nimm mit dir von den Ältesten Israels; und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Strom geschlagen hast, und geh hin.
6 Siehe, ich will dort vor dir auf dem Felsen am Horeb stehen; und du sollst den Felsen schlagen, so wird Wasser aus ihm fließen, und das Volk wird trinken. Und Mose tat so vor den Augen der Kinder Israel.
7 Und er nannte den Ort Massa und Meriba wegen des Zanks der Kinder Israel und weil sie den HERRN versuchten und sprachen: Ist der HERR unter uns oder nicht?
8 Da kam Amalek und kämpfte gegen Israel in Raphidim.
9 Und Mose sprach zu Josua: Erwähle uns Männer, zieh aus und kämpfe gegen Amalek; morgen will ich auf der Spitze des Hügels stehen mit dem Stab Gottes in meiner Hand.
10 Und Josua tat, wie Mose ihm gesagt hatte, und kämpfte gegen Amalek; und Mose, Aaron und Hur stiegen auf die Spitze des Hügels.
11 Und es geschah, solange Mose seine Hände erhob, hatte Israel die Oberhand; sooft er aber seine Hände sinken ließ, hatte Amalek die Oberhand.
12 Moses Hände aber wurden schwer; da nahmen sie einen Stein und legten ihn unter ihn, und er setzte sich darauf; und Aaron und Hur stützten seine Hände, einer auf dieser Seite, der andere auf jener Seite; und so blieben seine Hände fest, bis die Sonne unterging.
13 Und Josua besiegte Amalek und sein Volk mit der Schärfe des Schwertes.
14 Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe dies zum Gedächtnis in ein Buch und befiehl es Josua; denn ich will das Gedächtnis Amaleks unter dem Himmel völlig auslöschen.
15 Und Mose baute dem HERRN einen Altar und nannte ihn: Der HERR ist meine Zuflucht.
16 Denn er sprach: Die Hand am Thron des HERRN! Der HERR führt Krieg gegen Amalek von Geschlecht zu Geschlecht.
Kapitel 18
1 Es hörte aber Jethro, der Priester von Midian, der Schwiegervater des Mose, alles, was der Herr an Israel, seinem Volk, getan hatte; denn der Herr hatte Israel aus Ägypten herausgeführt.
2 Da nahm Jethro, der Schwiegervater des Mose, Zippora, die Frau des Mose, nach ihrer Entlassung,
3 und seine beiden Söhne; der Name des einen war Gersom, denn er sagte: Ein Fremdling bin ich gewesen in fremdem Lande;
4 und der Name des zweiten war Elieser, denn er sagte: Der Gott meines Vaters ist mein Helfer und hat mich errettet aus der Hand des Pharao.
5 Und es zog aus Jethro, der Schwiegervater des Mose, und seine Söhne und seine Frau zu Mose in die Wüste, wo er am Berge Gottes lagerte.
6 Es wurde aber dem Mose gemeldet: Siehe, dein Schwiegervater Jethro kommt zu dir, und deine Frau und deine beiden Söhne mit ihm.
7 Da ging Mose hinaus, seinem Schwiegervater entgegen, und verneigte sich vor ihm und küsste ihn, und sie begrüßten einander; und er führte ihn in das Zelt.
8 Und Mose erzählte seinem Schwiegervater alles, was der Herr an dem Pharao und an den Ägyptern getan hatte um Israels willen, und alle Mühsal, die ihnen auf dem Wege widerfahren war, und dass der Herr sie errettet hatte aus der Hand des Pharao und aus der Hand der Ägypter.
9 Da freute sich Jethro über all das Gute, das der Herr an Israel getan hatte, dass er sie errettet hatte aus der Hand der Ägypter und aus der Hand des Pharao.
10 Und Jethro sprach: Gepriesen sei der Herr, der sein Volk errettet hat aus der Hand der Ägypter und aus der Hand des Pharao!
11 Nun erkenne ich, dass der Herr größer ist als alle Götter, darum, dass sie sich an ihnen vergriffen haben.
12 Und Jethro, der Schwiegervater des Mose, nahm Brandopfer und Schlachtopfer für Gott; und Aaron und alle Ältesten Israels kamen, um Brot zu essen mit dem Schwiegervater des Mose vor Gott.
13 Und es geschah am folgenden Tage: Mose setzte sich, um das Volk zu richten; und das Volk stand um Mose her vom Morgen bis zum Abend.
14 Als aber Jethro alles sah, was er dem Volk tat, sprach er: Was ist das, was du dem Volk tust? Warum sitzt du allein, und alles Volk steht um dich her vom Morgen bis zum Abend?
15 Und Mose sprach zu seinem Schwiegervater: Weil das Volk zu mir kommt, um Gottes Entscheidung zu erfragen.
16 Denn wenn sie einen Streit haben, kommen sie zu mir, und ich richte zwischen einem jeden und gebe ihnen die Satzungen Gottes und seine Gesetze bekannt.
17 Da sprach der Schwiegervater des Mose zu ihm: Nicht recht tust du diese Sache.
18 Du wirst ganz gewiss ermüden, du und dieses Volk, das bei dir ist; denn die Sache ist zu schwer für dich, du kannst sie nicht allein ausrichten.
19 So höre nun auf mich, ich will dir raten, und Gott wird mit dir sein. Sei du für das Volk der Vertreter vor Gott und bringe die Sachen vor Gott.
20 Und du sollst sie die Satzungen und Gesetze lehren und ihnen den Weg zeigen, auf dem sie wandeln sollen, und die Werke, die sie tun sollen.
21 Du aber sieh dich um unter allem Volk nach tüchtigen, gottesfürchtigen Männern, nach rechtschaffenen Männern, die die Habsucht hassen, und setze sie über sie als Oberste über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn.
22 Und sie sollen das Volk richten allezeit; jede wichtige Sache aber sollen sie vor dich bringen, und jede geringe Sache sollen sie selbst richten. So wird es dir leichter werden, und sie werden mit dir tragen.
23 Wenn du das tust, so wirst du bestehen können, und auch dieses ganze Volk wird in Frieden an seinen Ort kommen.
24 Und Mose hörte auf die Stimme seines Schwiegervaters und tat alles, was er ihm gesagt hatte.
25 Und Mose wählte tüchtige Männer aus ganz Israel und setzte sie zu Häuptern über das Volk, zu Obersten über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn.
26 Und sie richteten das Volk allezeit; die schwierigen Sachen brachten sie vor Mose, alle geringen Sachen aber richteten sie selbst.
27 Dann entließ Mose seinen Schwiegervater, und er zog in sein Land.
Kapitel 19
1 Im dritten Monat nach dem Auszug der Söhne Israels aus dem Land Ägypten, an diesem Tag kamen sie in die Wüste Sinai.
2 Und sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wüste Sinai, und Israel lagerte dort gegenüber dem Berg.
3 Und Mose stieg hinauf zum Berg Gottes; und Gott rief ihm vom Berg zu und sprach: So sollst du zum Haus Jakob sagen und den Söhnen Israels verkünden:
4 Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern getan habe, und ich habe euch getragen wie auf Adlers Flügeln und euch zu mir gebracht.
5 Und nun, wenn ihr meiner Stimme gehorcht und meinen Bund haltet, werdet ihr mir ein Eigentumsvolk sein vor allen Völkern; denn mein ist die ganze Erde.
6 Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Diese Worte sollst du den Söhnen Israels sagen.
7 Und Mose kam und rief die Ältesten des Volkes und legte ihnen alle diese Worte vor, die ihm Gott geboten hatte.
8 Und das ganze Volk antwortete einmütig und sprach: Alles, was Gott gesagt hat, wollen wir tun und gehorchen. Und Mose brachte die Worte des Volkes zu Gott zurück.
9 Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, ich komme zu dir in einer dichten Wolke, damit das Volk hört, wenn ich mit dir rede, und dir für immer glaubt. Und Mose verkündete die Worte des Volkes dem Herrn.
10 Und der Herr sprach zu Mose: Geh hin, warne das Volk und heilige sie heute und morgen, und sie sollen ihre Kleider waschen;
11 und sie sollen bereit sein für den dritten Tag; denn am dritten Tag wird der Herr herabsteigen auf den Berg Sinai vor den Augen des ganzen Volkes.
12 Und du sollst dem Volk eine Grenze ringsum setzen und sagen: Hütet euch, auf den Berg zu steigen oder seinen Rand zu berühren; jeder, der den Berg berührt, wird des Todes sterben.
13 Keine Hand soll ihn berühren; denn er soll gesteinigt oder mit Pfeilen erschossen werden; ob Tier oder Mensch, es wird nicht am Leben bleiben. Wenn das Horn ertönt, dann mögen sie auf den Berg steigen.
14 Und Mose stieg vom Berg zum Volk hinab und heiligte sie, und sie wuschen ihre Kleider.
15 Und er sprach zum Volk: Seid bereit für den dritten Tag; naht euch keiner Frau.
16 Und es geschah am dritten Tag, als der Morgen anbrach, da waren Donner und Blitze und eine dichte Wolke auf dem Berg Sinai, und der Schall der Posaune war sehr stark; und das ganze Volk im Lager erzitterte.
17 Und Mose führte das Volk aus dem Lager hinaus, Gott entgegen, und sie stellten sich unten am Berg auf.
18 Der Berg Sinai aber rauchte ganz, weil der Herr im Feuer auf ihn herabgestiegen war, und der Rauch stieg auf wie der Rauch eines Ofens, und der ganze Berg bebte sehr.
19 Und der Posaunenschall wurde immer stärker; Mose redete, und Gott antwortete ihm mit einer Stimme.
20 Und der Herr stieg herab auf den Berg Sinai, auf den Gipfel des Berges; und der Herr rief Mose auf den Gipfel des Berges, und Mose stieg hinauf.
21 Und Gott sprach zu Mose: Steig hinab, warne das Volk, dass sie nicht zum Herrn vordringen, um zu schauen, und viele von ihnen fallen.
22 Auch die Priester, die dem Herrn nahen, sollen sich heiligen, damit der Herr nicht über sie hereinbricht.
23 Und Mose sprach zu Gott: Das Volk kann nicht auf den Berg Sinai steigen; denn du hast uns gewarnt und gesagt: Ziehe eine Grenze um den Berg und heilige ihn.
24 Und der Herr sprach zu ihm: Geh, steig hinab, und dann steig wieder hinauf, du und Aaron mit dir; aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen, um zum Herrn hinaufzusteigen, damit der Herr nicht über sie hereinbricht.
25 Und Mose stieg zum Volk hinab und sagte es ihnen.
Kapitel 20
1 Und der HERR redete alle diese Worte und sprach:
2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft, herausgeführt habe.
3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder dessen, was oben im Himmel, noch dessen, was unten auf Erden, noch dessen, was in den Wassern unter der Erde ist.
5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht an den Kindern bis in die dritte und vierte Generation derer, die mich hassen,
6 der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
8 Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest.
9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun;
10aber am siebten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun, weder du noch dein Sohn noch deine Tochter, noch dein Knecht noch deine Magd, noch dein Rind noch dein Esel noch all dein Vieh, noch der Fremdling, der in deinen Toren ist.
11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebten Tage; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
12 Ehre deinen Vater und deine Mutter, auf dass dir's wohlgehe und du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt.
13 Du sollst nicht ehebrechen.
14 Du sollst nicht stehlen.
15 Du sollst nicht töten.
16D u sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
17 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib; du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, noch seinen Acker, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch alles, was dein Nächster hat.
18 Und alles Volk sah den Donner und die Blitze und den Ton der Posaune und den Berg rauchen; und als sie das sahen, zitterten sie und standen von ferne.
19 Und sie sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen hören; aber lass Gott nicht mit uns reden, sonst müssen wir sterben.
20 Und Mose sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht; denn Gott ist gekommen, euch zu versuchen, und dass seine Furcht vor euch sei, damit ihr nicht sündigt.
21 Und das Volk stand von ferne; aber Mose nahte sich zum Dunkel, darinnen Gott war.
22 Und der HERR sprach zu Mose: So sollst du zu dem Hause Jakob sagen und den Kindern Israel verkündigen: Ihr habt gesehen, dass ich mit euch vom Himmel her geredet habe.
23 Ihr sollt euch keine silbernen noch goldene Götter machen.
24 Einen Altar von Erde sollst du mir machen und darauf opfern deine Brandopfer und deine Dankopfer, deine Schafe und Rinder; an jedem Ort, wo ich meines Namens Gedächtnis stifte, will ich zu dir kommen und dich segnen.
25 Wenn du mir aber einen Altar von Steinen machst, sollst du ihn nicht von behauenen Steinen bauen; denn wenn du dein Werkzeug darüber schwingst, so entweihst du ihn.
26 Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, dass nicht deine Blöße aufgedeckt werde vor ihm.
Kapitel 21
1 Und dies sind die Rechtsvorschriften, die du ihnen vorlegen sollst.
2 Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, soll er sechs Jahre dienen; im siebten Jahr soll er umsonst als Freier weggehen.
3 Wenn er allein hereinkommt, soll er auch allein hinausgehen; wenn aber eine Frau mit ihm hereinkommt, soll auch die Frau mit ihm hinausgehen.
4 Wenn aber sein Herr ihm eine Frau gibt und sie ihm Söhne oder Töchter gebiert, so sollen die Frau und die Kinder seinem Herrn gehören, er aber soll allein hinausgehen.
5 Wenn aber der Sklave antwortet und spricht: Ich liebe meinen Herrn und meine Frau und meine Kinder, ich will nicht als Freier weggehen,
6 so soll sein Herr ihn vor das Richteramt Gottes bringen und ihn dann an die Tür, an den Pfosten stellen, und sein Herr soll ihm das Ohr mit einem Pfriem durchbohren, und er soll ihm für immer dienen.
7 Wenn aber jemand seine Tochter als Magd verkauft, soll sie nicht weggehen, wie die Sklavinnen weggehen.
8 Wenn sie ihrem Herrn, der sie für sich bestimmt hat, nicht gefällt, so soll er sie loskaufen lassen; einem fremden Volk aber hat er nicht die Macht, sie zu verkaufen, weil er treulos an ihr gehandelt hat.
9 Wenn er sie aber für seinen Sohn bestimmt, so soll er ihr nach dem Recht der Töchter tun.
10 Wenn er sich eine andere nimmt, so soll er ihr das Nötige, die Kleidung und die eheliche Gemeinschaft nicht vorenthalten.
11 Wenn er ihr aber diese drei Dinge nicht tut, so soll sie umsonst ohne Geld weggehen.
12 Wer einen Menschen schlägt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben.
13 Wer es aber nicht vorsätzlich tut, sondern Gott hat es in seine Hand gegeben, dem will ich einen Ort bestimmen, wohin der Totschläger fliehen kann.
14 Wenn aber jemand gegen seinen Nächsten vorsätzlich handelt, um ihn mit List zu töten, und er flieht, so sollst du ihn von meinem Altar wegnehmen, um ihn zu töten.
15 Wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, der soll des Todes sterben.
16 Wer seinen Vater oder seine Mutter verflucht, der soll des Todes sterben.
17 Wer einen von den Söhnen Israels stiehlt und ihn unterdrückt und verkauft, und er wird bei ihm gefunden, der soll des Todes sterben.
18 Wenn zwei Männer sich streiten und einer schlägt den anderen mit einem Stein oder mit der Faust, und er stirbt nicht, sondern muss sich zu Bett legen,
19 wenn der Mensch aufsteht und draußen am Stock umhergeht, so soll der Schläger straflos sein; nur für seine Arbeitsunfähigkeit soll er bezahlen und für die Arztkosten.
20 Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin mit einem Stock schlägt, und er stirbt unter seiner Hand, so soll er bestraft werden.
21 Wenn er aber einen oder zwei Tage überlebt, so soll er nicht bestraft werden; denn es ist sein Geld.
22 Wenn zwei Männer sich raufen und eine schwangere Frau stoßen, und ihre Frucht geht ab, ohne dass sie ausgebildet ist, so soll er mit einer Geldbuße bestraft werden; so viel der Ehemann der Frau auferlegt, soll er geben nach Schätzung.
23 Wenn sie aber ausgebildet war, so soll er Leben um Leben geben,
24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß,
25 Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Strieme um Strieme.
26 Wenn jemand das Auge seines Sklaven oder das Auge seiner Sklavin schlägt und es zerstört, so soll er sie als Freie entlassen für ihr Auge.
27 Wenn er den Zahn seines Sklaven oder den Zahn seiner Sklavin ausschlägt, so soll er sie als Freie entlassen für ihren Zahn.
28 Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau stößt, dass er stirbt, so soll das Rind gesteinigt werden, und sein Fleisch soll nicht gegessen werden; der Besitzer des Rindes aber soll straflos sein.
29 Wenn aber das Rind schon früher stößig war und man seinen Besitzer gewarnt hat, und er es nicht verwahrt, und es tötet einen Mann oder eine Frau, so soll das Rind gesteinigt werden, und auch sein Besitzer soll sterben.
30 Wenn ihm aber ein Lösegeld auferlegt wird, so soll er Lösegeld für sein Leben geben, so viel man ihm auferlegt.
31 Wenn es einen Sohn oder eine Tochter stößt, so soll man ihm nach diesem Recht tun.
32 Wenn das Rind einen Sklaven oder eine Sklavin stößt, so soll er ihrem Herrn dreißig Silberdidrachmen geben, und das Rind soll gesteinigt werden.
33 Wenn jemand eine Grube öffnet oder eine Grube gräbt und sie nicht zudeckt, und ein Kalb oder ein Esel fällt hinein,
34 so soll der Besitzer der Grube Ersatz leisten; er soll Geld ihrem Besitzer geben, das tote Tier aber soll ihm gehören.
35 Wenn jemandes Rind das Rind seines Nächsten stößt, dass es stirbt, so sollen sie das lebende Rind verkaufen und das Geld teilen, und auch das tote Rind sollen sie teilen.
36 Wenn aber bekannt ist, dass das Rind schon früher stößig war, und man seinen Besitzer gewarnt hat, und er es nicht verwahrt, so soll er Rind um Rind ersetzen, das tote aber soll ihm gehören.
37 Wenn jemand ein Kalb oder ein Schaf stiehlt und es schlachtet oder verkauft, so soll er fünf Kälber für das Kalb und vier Schafe für das Schaf ersetzen.
Kapitel 22
1 Wenn der Dieb beim Einbruch ertappt wird und erschlagen stirbt, so ist ihm kein Blutschuld.
2 Wenn aber die Sonne über ihm aufgegangen ist, so ist er schuldig; er soll sterben. Wenn er aber nichts hat, so soll er verkauft werden für seinen Diebstahl.
3 Wenn er aber ergriffen wird und der Diebstahl in seiner Hand gefunden wird, vom Esel bis zum Schaf, lebendig, so soll er das Doppelte erstatten.
4 Wenn jemand einen Acker oder einen Weinberg abweiden lässt und sein Vieh loslässt, dass es auf einem anderen Acker weidet, so soll er von seinem eigenen Acker nach dessen Ertrag erstatten; wenn er aber den ganzen Acker abweiden lässt, so soll er das Beste von seinem Acker und das Beste von seinem Weinberg erstatten.
5 Wenn ein Feuer ausgeht und Dornen findet und Getreidehaufen oder Ähren oder das Feld verbrennt, so soll der, der das Feuer angezündet hat, erstatten.
6 Wenn jemand seinem Nächsten Silber oder Geräte zur Verwahrung gibt und es wird aus dem Haus des Mannes gestohlen, wenn der Dieb gefunden wird, so soll er das Doppelte erstatten;
7 wenn aber der Dieb nicht gefunden wird, so soll der Herr des Hauses vor Gott treten und schwören, dass er nicht selbst seine Hand an die ganze Habe seines Nächsten gelegt hat.
8 Bei jedem verbrecherischen Vorwurf, betreffs eines Rindes, eines Esels, eines Schafes, eines Kleides und jedes verlorenen Gutes, das man anzeigt, was immer es sei, soll die Sache beider vor Gott kommen; und wen Gott für schuldig erklärt, der soll seinem Nächsten das Doppelte erstatten.
9 Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder ein Rind oder ein Schaf oder irgendein Tier zur Verwahrung gibt und es wird zerschlagen oder stirbt oder wird gefangen genommen, und niemand sieht es,
10 so soll ein Eid vor Gott zwischen beiden sein, dass er nicht seine Hand an die ganze Habe seines Nächsten gelegt hat; und so soll sein Herr es annehmen, und er soll nicht erstatten.
11 Wenn es aber von ihm gestohlen wird, so soll er es dem Herrn erstatten.
12 Wenn es aber von einem wilden Tier zerrissen wird, so soll er es zum Raubtier bringen und nicht erstatten.
13 Wenn jemand von seinem Nächsten bittet, und es wird zerschlagen oder stirbt oder wird gefangen genommen, und der Herr ist nicht dabei, so soll er erstatten;
14 wenn aber der Herr dabei ist, so soll er nicht erstatten; wenn es aber ein Mietling ist, so soll es ihm für seinen Lohn gelten.
15 Wenn jemand eine unverlobte Jungfrau verführt und bei ihr schläft, so soll er sie sich zur Frau nehmen mit einer Morgengabe.
16 Wenn aber ihr Vater sich weigert und sie ihm nicht zur Frau geben will, so soll er dem Vater Silber zahlen, so viel die Morgengabe der Jungfrauen beträgt.
17 Die Zauberer sollt ihr nicht am Leben lassen.
18 Jeder, der bei einem Vieh schläft, den sollt ihr mit dem Tode töten.
19 Wer den Göttern opfert, der soll dem Tode verfallen, außer dem Herrn allein.
20 Und einen Fremdling sollt ihr nicht bedrücken noch ihn unterdrücken; denn ihr seid Fremdlinge gewesen im Lande Ägypten.
21 Ihr sollt keine Witwe und keine Waise bedrücken;
22 wenn ihr sie aber bedrückt und sie schreien zu mir, so werde ich ihr Geschrei gewiss erhören
23 und werde im Zorn ergrimmen und euch mit dem Schwert töten, und eure Frauen werden Witwen und eure Kinder Waisen sein.
24 Wenn du deinem armen Bruder, der bei dir wohnt, Geld leihst, so sollst du ihn nicht bedrängen, du sollst ihm keinen Zins auferlegen.
25 Wenn du das Kleid deines Nächsten zum Pfand nimmst, so sollst du es ihm vor Sonnenuntergang zurückgeben;
26 denn es ist seine einzige Decke, das Kleid für seine Blöße; worin soll er schlafen? Wenn er nun zu mir schreit, so werde ich ihn erhören; denn ich bin barmherzig.
27 Du sollst Gott nicht lästern und einen Fürsten deines Volkes nicht verfluchen.
28 Die Erstlinge deiner Tenne und deiner Kelter sollst du nicht zurückhalten; die Erstgeburt deiner Söhne sollst du mir geben.
29 So sollst du auch tun mit deinem Rind und deinem Schaf und deinem Esel; sieben Tage soll es bei seiner Mutter sein, am achten Tag sollst du es mir geben.
30 Und ihr sollt mir heilige Männer sein. Und Fleisch, das von einem wilden Tier zerrissen ist, sollt ihr nicht essen; werft es den Hunden vor.
Kapitel 23
1 Du sollst kein falsches Gerücht aufnehmen. Du sollst dich nicht mit dem Ungerechten zusammentun, um ein ungerechter Zeuge zu sein.
2 Du sollst nicht mit der Menge sein zum Bösen. Du sollst dich nicht der Menge anschließen, um das Recht zu beugen.
3 Auch den Armen sollst du in seinem Rechtsstreit nicht begünstigen.
4 Wenn du dem Rind deines Feindes begegnest oder seinem Esel, die umherirren, sollst du sie ihm zurückbringen.
5 Wenn du den Esel deines Feindes unter seiner Last liegen siehst, sollst du ihn nicht im Stich lassen, sondern sollst ihm mit ihm aufhelfen.
6 Du sollst das Recht des Armen in seinem Rechtsstreit nicht beugen.
7 Von jeder ungerechten Sache sollst du fernbleiben. Den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht töten, und den Gottlosen sollst du nicht um Geschenke willen für gerecht erklären.
8 Und Geschenke sollst du nicht annehmen; denn Geschenke machen die Augen der Sehenden blind und verderben gerechte Worte.
9 Und einen Fremdling sollt ihr nicht bedrücken; denn ihr kennt die Seele des Fremdlings, da ihr selbst Fremdlinge in Ägyptenland wart.
10 Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seine Früchte einsammeln;
11 im siebten Jahr aber sollst du es brachliegen lassen und es ruhen lassen, damit die Armen deines Volkes davon essen; und was übrig bleibt, sollen die wilden Tiere fressen. So sollst du mit deinem Weinberg und deinem Ölberg tun.
12 Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; am siebten Tag aber ist Ruhe, damit dein Rind und dein Esel ruhen und der Sohn deiner Magd und der Fremdling sich erquicken.
13 Alles, was ich euch gesagt habe, sollt ihr bewahren. Und den Namen anderer Götter sollt ihr nicht erwähnen, noch soll er aus eurem Munde gehört werden.
14 Drei Feste im Jahr sollt ihr mir feiern.
15 Das Fest der ungesäuerten Brote sollt ihr zu halten befolgen; sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur Zeit des Monats Abib; denn in ihm bist du aus Ägypten ausgezogen. Du sollst nicht leer vor mir erscheinen.
16 Und das Fest der Ernte der Erstlinge deiner Arbeit, die du auf dem Feld gesät hast, sollst du halten, und das Fest der Einsammlung am Ausgang des Jahres, wenn du deine Arbeit vom Feld eingebracht hast.
17 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist unter dir, vor dem Herrn, deinem Gott, erscheinen.
18 Wenn ich die Völker vor dir vertreibe und deine Grenzen erweitere, sollst du das Blut meines Opfers nicht über Gesäuertem opfern, noch soll das Fett meines Festes bis zum Morgen bleiben.
19 Die Erstlinge der ersten Früchte deines Landes sollst du in das Haus des Herrn, deines Gottes, bringen. Du sollst ein Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen.
20 Und siehe, ich sende einen Engel vor dir her, dass er dich auf dem Wege behüte und dich bringe an den Ort, den ich bereitet habe.
21 Hüte dich vor ihm und gehorche seiner Stimme und sei nicht widerspenstig gegen ihn; denn er wird eure Übertretung nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm.
22 Wenn du aber seiner Stimme gehorchen wirst und alles tun, was ich dir sagen werde, so will ich der Feind deiner Feinde sein und der Widersacher deiner Widersacher.
23 Denn mein Engel wird vor dir hergehen und dich bringen zu den Amoritern, Hethitern, Perisitern, Kanaanitern, Girgasitern, Hewitern und Jebusitern, und ich will sie vertilgen.
24 Du sollst ihre Götter nicht anbeten und ihnen nicht dienen; du sollst nicht tun nach ihren Werken, sondern du sollst sie gänzlich zerstören und ihre Steinmale zerbrechen.
25 Und ihr sollt dem Herrn, eurem Gott, dienen, so wird er dein Brot und deinen Wein und dein Wasser segnen, und ich will Krankheit von dir nehmen.
26 Es soll keine Fehlgeburt und keine Unfruchtbare sein in deinem Land; die Zahl deiner Tage will ich voll machen.
27 Ich will meinen Schrecken vor dir her senden und alle Völker, zu denen du kommst, in Verwirrung bringen, und ich will alle deine Feinde vor dir fliehen lassen.
28 Und ich will die Hornissen vor dir her senden, dass sie die Amoriter, Hewiter, Kanaaniter und Hethiter vor dir vertreiben.
29 Ich will sie nicht in einem Jahr vor dir vertreiben, damit das Land nicht wüst werde und sich die wilden Tiere gegen dich mehren;
30 nach und nach will ich sie vor dir vertreiben, bis du wächst und das Land erbst.
31 Und ich will deine Grenzen setzen vom Schilfmeer bis zum Meer der Philister und von der Wüste bis zum großen Strom Euphrat; und ich will die Bewohner des Landes in eure Hände geben, dass du sie vor dir vertreibst.
32 Du sollst mit ihnen und ihren Göttern keinen Bund schließen;
33 sie sollen nicht in deinem Land wohnen, damit sie dich nicht zur Sünde gegen mich verleiten; denn wenn du ihren Göttern dienst, wird dir das zum Fallstrick werden.
Kapitel 24
1 Und zu Mose sprach er: Steige hinauf zum Herrn, du und Aaron und Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels, und sie sollen von ferne anbeten den Herrn.
2 Und Mose allein soll nahen zu Gott, sie aber sollen nicht nahen; und das Volk soll nicht mit ihnen hinaufsteigen.
3 Und Mose kam und erzählte dem Volk alle Worte Gottes und alle Rechte. Da antwortete das ganze Volk mit einer Stimme und sprach: Alle Worte, die der Herr geredet hat, wollen wir tun und gehorchen.
4 Und Mose schrieb alle Worte des Herrn. Und er stand früh am Morgen auf und baute einen Altar unten am Berg und zwölf Steine nach den zwölf Stämmen Israels.
5 Und er sandte die Jünglinge der Kinder Israels hin, und sie opferten Brandopfer und schlachteten Dankopfer von jungen Rindern dem Herrn.
6 Und Mose nahm die Hälfte des Blutes und goss es in Schalen, die andere Hälfte des Blutes sprengte er an den Altar.
7 Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und sie sprachen: Alles, was der Herr geredet hat, wollen wir tun und gehorchen.
8 Da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Siehe, das ist das Blut des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hat über alle diese Worte.
9 Und es stiegen hinauf Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels.
10 Und sie sahen den Ort, wo der Gott Israels stand; und unter seinen Füßen war es wie ein Werk von Saphirplatten und wie die Gestalt der Himmelsfeste an Klarheit.
11 Und er streckte seine Hand nicht aus gegen die Auserwählten Israels; und sie schauten Gott und aßen und tranken.
12 Und der Herr sprach zu Mose: Steige zu mir herauf auf den Berg und bleibe dort; und ich will dir die steinernen Tafeln geben, das Gesetz und die Gebote, die ich geschrieben habe, um sie zu lehren.
13 Und Mose machte sich auf mit Josua, seinem Diener, und stieg auf den Berg Gottes.
14 Und zu den Ältesten sprach er: Bleibt hier, bis wir wieder zu euch kommen; und siehe, Aaron und Hur sind bei euch; wer eine Sache hat, der trete vor sie.
15 Und Mose stieg auf den Berg, und eine Wolke bedeckte den Berg.
16 Und die Herrlichkeit des Herrn ließ sich nieder auf dem Berg Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebten Tage rief der Herrn den Mose aus der Wolke.
17Und die Gestalt der Herrlichkeit des Herrn war wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Augen der Kinder Israels.
18Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berg vierzig Tage und vierzig Nächte.
Kapitel 25
1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Rede zu den Kindern Israel, dass sie mir eine Hebe nehmen; von jedem, der es willig gibt, sollt ihr meine Hebe nehmen.
3 Und dies ist die Hebe, die ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber und Erz,
4 blauen und roten Purpur, Scharlach, feine Leinwand, Ziegenhaar,
5 rötliche Widderfelle, Dachsfelle und Akazienholz,
Der Vers 6 wurde erst nach 600 n. Chr. in die Septuagint übernommen und ist daher nicht hier vertreten, da es mir hier um eine Übersetzung geht die der Zeit Christi und der jungen Gemeinde ähnlich ist.
7 Onyxsteine und eingefasste Steine zum Schulterkleid und zum Brustschild.
8 Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne.
9 Ganz wie ich dir das Bild der Wohnung und das Bild aller ihrer Geräte zeige, so sollt ihr es machen.
10 Und sie sollen eine Lade aus Akazienholz machen, zwei und eine halbe Elle lang, anderthalb Ellen breit und anderthalb Ellen hoch.
11 Und du sollst sie mit feinem Gold überziehen, inwendig und auswendig, und mach obenher ringsum einen goldenen Kranz.
12 Und gieße vier goldene Ringe und tu sie an ihre vier Ecken, also dass zwei Ringe auf einer Seite und zwei auf der anderen Seite sind.
13 Und mach Stangen aus Akazienholz und überzieh sie mit Gold
14 und stecke die Stangen in die Ringe an den Seiten der Lade, dass man die Lade damit trage.
15 Die Stangen sollen in den Ringen der Lade bleiben und nicht herausgezogen werden.
16 Und lege in die Lade das Zeugnis, das ich dir geben werde.
17 Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen aus feinem Gold, zwei und eine halbe Elle lang und anderthalb Ellen breit.
18 Und mach zwei goldene Cherubim von getriebener Arbeit an beiden Enden des Gnadenstuhls,
19 einen Cherub an diesem Ende, den andern an jenem Ende; und so sollst du die Cherubim an den beiden Enden des Gnadenstuhls machen.
20 Die Cherubim sollen ihre Flügel ausbreiten nach oben und mit ihren Flügeln den Gnadenstuhl bedecken, und ihre Angesichter sollen gegeneinanderstehen; die Angesichter der Cherubim sollen auf den Gnadenstuhl gerichtet sein.
21 Und setze den Gnadenstuhl oben auf die Lade und lege in die Lade das Zeugnis, das ich dir geben werde.
22 Von da will ich mich dir bezeugen und mit dir reden von dem Gnadenstuhl herab, zwischen den beiden Cherubim, die auf der Lade des Zeugnisses sind, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel.
23 Du sollst auch einen Tisch machen aus Akazienholz, zwei Ellen lang, eine Elle breit und anderthalb Ellen hoch.
24 Und überzieh ihn mit feinem Gold und mach ihm einen goldenen Kranz ringsherum.
25 Und mach ihm eine Leiste ringsherum eine Handbreit hoch und mach einen goldenen Kranz an der Leiste ringsherum.
26 Und mach vier goldene Ringe und tu sie an die vier Ecken an seinen vier Füßen.
27 Dicht unter der Leiste sollen die Ringe sein, dass man Stangen darein tue und den Tisch trage.
28 Und mach die Stangen aus Akazienholz und überzieh sie mit Gold, dass man den Tisch damit trage.
29 Und mach seine Schüsseln, Löffel, Kannen und Schalen, mit denen man das Trankopfer ausgießt, aus feinem Gold.
30 Und setze auf den Tisch Schaubrote vor mir allezeit.
31 Du sollst auch einen Leuchter aus feinem, getriebenem Gold machen. Sein Schaft, seine Röhren, seine Schalen, Knäufe und Blumen sollen aus einem Stück sein.
32 Sechs Röhren sollen von seinen Seiten ausgehen, drei auf einer Seite und drei auf der anderen.
33 Drei mandelblütenförmige Schalen an einer Röhre, mit Knauf und Blume, und wieder drei mandelblütenförmige Schalen an der nächsten Röhre, mit Knauf und Blume; also an allen sechs Röhren, die aus dem Leuchter gehen.
34 Aber an dem Leuchter selbst sind vier mandelblütenförmige Schalen mit Knäufen und Blumen,
35 und zwar ein Knauf unter den zwei Röhren, die aus ihm gehen, und wieder ein Knauf unter den zwei Röhren, die aus ihm gehen, und wieder ein Knauf unter den zwei Röhren, die aus ihm gehen; also an den sechs Röhren, die aus dem Leuchter gehen.
36 Ihre Knäufe und Röhren sollen aus einem Stück sein, ganz getrieben aus einem Stück feinen Goldes.
37 Und mach sieben Lampen darauf, dass sie nach vorn hin leuchten.
38 Und seine Lichtscheren und Löschnäpfe sollen aus feinem Gold sein.
39 Aus einem Zentner feinen Goldes sollst du ihn machen mit allen diesen Geräten.
40 Und sieh zu, dass du es machst nach dem Bild, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist.
Kapitel 26
1 Und du sollst die Wohnung machen aus zehn Teppichen von gezwirnter Byssus und blauem und rotem Purpur und Karmesin, gezwirnt; mit Cherubim in Kunstweberarbeit sollst du sie machen.
2 Die Länge eines Teppichs soll achtundzwanzig Ellen sein und die Breite eines Teppichs vier Ellen; dasselbe Maß soll allen Teppichen sein.
3 Fünf Teppiche sollen aneinandergefügt sein, einer an den anderen, und fünf Teppiche sollen aneinandergefügt sein, einer an den anderen.
4 Und du sollst Schleifen von blauem Purpur machen am Saum des einen Teppichs am Ende, bei der Zusammenfügung, und ebenso sollst du es machen am Saum des äußersten Teppichs bei der zweiten Zusammenfügung.
5 Fünfzig Schleifen sollst du an dem einen Teppich machen und fünfzig Schleifen sollst du machen am Ende des Teppichs, der bei der zweiten Zusammenfügung ist; die Schleifen sollen einander gegenüberstehen, eine der anderen.
6 Und du sollst fünfzig goldene Ringe machen und die Teppiche einen an den anderen fügen mit den Ringen, und so soll die Wohnung eine sein.
7 Und du sollst Decken aus Ziegenhaar machen als Zeltdach über der Wohnung; elf solcher Decken sollst du machen.
8 Die Länge einer Decke soll dreißig Ellen sein und die Breite einer Decke vier Ellen; dasselbe Maß soll den elf Decken sein.
9 Und du sollst fünf Decken besonders zusammenfügen und sechs Decken besonders; und du sollst die sechste Decke doppelt legen an der Vorderseite der Wohnung.
10 Und du sollst fünfzig Schleifen machen am Saum der einen Decke, der in der Mitte bei der Zusammenfügung ist, und fünfzig Schleifen sollst du machen am Saum der Decke, die an die zweite stößt.
11 Und du sollst fünfzig eherne Ringe machen und die Ringe an die Schleifen tun und die Decken zusammenfügen, und es soll eine sein.
12 Und den Überhang, der an den Decken der Wohnung übrig ist, die Hälfte der übriggebliebenen Decke, sollst du überhängen lassen, den Überhang der Decken der Wohnung sollst du hinten an der Wohnung überhängen lassen;
13 eine Elle auf dieser Seite und eine Elle auf jener Seite von dem, was an den Decken der Wohnung in der Länge übrig ist, soll überhängen auf den Seiten der Wohnung, hier und dort, um sie zu bedecken.
14 Und du sollst eine Decke für die Wohnung machen aus rotgefärbten Widderfellen und eine Decke aus Dachsfellen oben darüber.
15 Und du sollst Bretter für die Wohnung machen aus Akazienholz, die aufrecht stehen.
16 Zehn Ellen lang soll ein Brett sein und anderthalb Ellen breit jedes Brett.
17 Zwei Zapfen soll ein Brett haben, einer dem anderen gegenüber; so sollst du es machen an allen Brettern der Wohnung.
18 Und du sollst Bretter für die Wohnung machen, zwanzig Bretter auf der Seite gegen Mittag.
19 Und du sollst vierzig silberne Füße machen unter den zwanzig Brettern, zwei Füße unter einem Brett für seine beiden Zapfen und zwei Füße unter einem Brett für seine beiden Zapfen.
20 Und auf der anderen Seite, gegen Mitternacht, zwanzig Bretter,
21 und ihre vierzig silbernen Füße, zwei Füße unter einem Brett und zwei Füße unter einem Brett.
22 Aber auf der Rückseite der Wohnung gegen Westen sollst du sechs Bretter machen.
23 Und zwei Bretter sollst du machen für die Ecken der Wohnung auf der Rückseite,
24 und sie sollen unten zusammengefügt sein und oben zusammenhängen mit einem Ring; so soll es mit beiden sein; für die zwei Ecken sollen sie sein.
25 Und es sollen acht Bretter sein mit ihren silbernen Füßen, sechzehn Füße, zwei Füße unter einem Brett und zwei Füße unter einem Brett.
26 Und du sollst Riegel aus Akazienholz machen, fünf für die Bretter der einen Seite der Wohnung
27 und fünf Riegel für die Bretter der anderen Seite der Wohnung und fünf Riegel für die Bretter der Rückseite der Wohnung gegen Westen;
28 und der mittlere Riegel mitten an den Brettern soll hindurchgehen von einem Ende zum anderen.
29 Und die Bretter sollst du mit Gold überziehen und ihre Ringe aus Gold machen, in welche man die Riegel steckt, und die Riegel sollst du mit Gold überziehen.
30 Und so sollst du die Wohnung aufrichten nach der Weise, die dir auf dem Berge gezeigt worden ist.
31 Und du sollst einen Vorhang machen aus blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirnter Byssus; in Kunstweberarbeit sollst du ihn machen mit Cherubim.
32 Und du sollst ihn hängen an vier Säulen von Akazienholz, die mit Gold überzogen sind, und ihre Haken sollen golden sein, und sie sollen auf vier silbernen Füßen stehen.
33 Und du sollst den Vorhang hängen unter die Klammern und die Lade des Zeugnisses hineinsetzen innerhalb des Vorhangs; und der Vorhang soll euch scheiden zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten.
34 Und du sollst den Deckel auf die Lade des Zeugnisses legen im Allerheiligsten.
35 Und du sollst den Tisch setzen außerhalb des Vorhangs und den Leuchter dem Tisch gegenüber auf der Seite der Wohnung gegen Süden; den Tisch aber sollst du setzen auf die Seite gegen Norden.
36 Und du sollst einen Vorhang für den Eingang der Wohnung machen aus blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirnter Byssus, in Buntwirkerarbeit.
37 Und du sollst für den Vorhang fünf Säulen machen und sie mit Gold überziehen, und ihre Haken sollen golden sein, und du sollst für sie fünf eherne Füße gießen.
Kapitel 27
1 Und du sollst einen Altar aus Akazienholz machen, fünf Ellen lang und fünf Ellen breit – viereckig soll der Altar sein – und drei Ellen hoch.
2 Und du sollst seine Hörner an seinen vier Ecken machen; aus ihm selbst sollen seine Hörner sein; und du sollst sie mit Kupfer überziehen.
3 Und du sollst eine Einfassung für den Altar machen und seine Abdeckung und seine Schalen und seine Gabeln und seine Kohlenpfanne; und alle seine Geräte sollst du aus Kupfer machen.
4 Und du sollst für ihn ein Gitter machen, ein Netzwerk aus Kupfer; und du sollst an dem Gitter vier kupferne Ringe an seinen vier Seiten machen.
5 Und du sollst sie unter das Gitter des Altars von unten her setzen; und das Gitter soll bis zur Hälfte des Altars reichen.
6 Und du sollst für den Altar Stangen aus Akazienholz machen und sie mit Kupfer überziehen.
7 Und du sollst die Stangen in die Ringe stecken, und die Stangen sollen an den Seiten des Altars sein, wenn man ihn trägt.
8 Hohl, aus Brettern sollst du ihn machen; wie dir auf dem Berge gezeigt worden ist, so sollst du ihn machen.
9 Und du sollst einen Vorhof für die Wohnung machen: auf der Seite gegen Mittag Vorhänge für den Vorhof aus gezwirnter Byssus, hundert Ellen Länge auf der einen Seite;
10 und ihre Säulen zwanzig, und ihre Füße zwanzig aus Kupfer, und ihre Haken und ihre Bänder aus Silber.
11 Ebenso auf der Seite gegen Norden Vorhänge, hundert Ellen Länge; und ihre Säulen zwanzig, und ihre Füße zwanzig aus Kupfer, und die Haken und die Bänder der Säulen und ihre Füße mit Silber überzogen.
12 Die Breite des Vorhofs aber auf der Seite gegen das Meer Vorhänge von fünfzig Ellen; ihre Säulen zehn, und ihre Füße zehn.
13 Und die Breite des Vorhofs auf der Seite gegen Süden Vorhänge von fünfzig Ellen; ihre Säulen zehn, und ihre Füße zehn.
14 Und fünfzehn Ellen die Höhe der Vorhänge auf der einen Seite; ihre Säulen drei, und ihre Füße drei.
15 Und die zweite Seite, fünfzehn Ellen die Höhe der Vorhänge; ihre Säulen drei, und ihre Füße drei.
16 Und für das Tor des Vorhofs einen Vorhang, zwanzig Ellen die Höhe, aus blauem und purpurnem und scharlachrotem gezwirntem Garn und gezwirnter Byssus, in Buntwirkerarbeit; ihre Säulen vier, und ihre Füße vier.
17 Alle Säulen des Vorhofs ringsum mit Silber überzogen, und ihre Knäufe aus Silber, und ihre Füße aus Kupfer.
18 Die Länge des Vorhofs aber hundert bei hundert, und die Breite fünfzig bei fünfzig, und die Höhe fünf Ellen, aus gezwirnter Byssus, und ihre Füße aus Kupfer.
19 Und alle Geräte und alle Werkzeuge und die Pflöcke des Vorhofs aus Kupfer.
20 Und du gebiete den Kindern Israel, dass sie dir Öl von Oliven, reines, gestoßenes, zum Leuchten bringen, damit die Lampe beständig brenne.
21 In der Stiftshütte, außerhalb des Vorhangs, der vor dem Zeugnis ist, soll Aaron und seine Söhne es anzünden vom Abend bis zum Morgen vor dem HERRN; eine ewige Satzung für eure Geschlechter von den Kindern Israel.
Kapitel 28
1 Und du bringe zu dir herzu Aaron, deinen Bruder, und seine Söhne aus den Söhnen Israels, dass sie mir Priesterdienst tun: Aaron und Nadab und Abihu und Eleasar und Ithamar, die Söhne Aarons.
2 Und du sollst ein heiliges Gewand machen für Aaron, deinen Bruder, zur Ehre und zur Zierde.
3 Und du rede zu allen Weisen im Herzen, die ich mit dem Geist der Einsicht erfüllt habe, dass sie das heilige Gewand Aarons machen zur Heiligkeit, darin er mir Priesterdienst tun soll.
4 Und dies sind die Gewänder, die sie machen sollen: das Brustschild und das Schulterkleid und den langen Rock und den gegitterten Leibrock und den Kopfbund und den Gürtel; und sie sollen heilige Gewänder machen für Aaron, deinen Bruder, und für seine Söhne, dass sie mir Priesterdienst tun.
5 Und sie sollen das Gold nehmen und den blauen Purpur und den roten Purpur und den Karmesin und die Byssusleinen. —
6 Und sie sollen das Schulterkleid machen aus gezwirnter Byssusleinen, eine gewirkte Arbeit des Kunstwebers;
7 zwei Schulterstücke sollen es zusammenhaltend sein, eines das andere, an den beiden Seiten angehängt;
8 und das Gewebe der Schulterstücke, das darauf ist, soll nach seiner Verfertigung aus ihm selbst sein, aus Gold und blauem Purpur und rotem Purpur und Karmesin, der durchgeschlagen ist, und gezwirnter Byssusleinen.
9 Und du sollst die zwei Steine nehmen, Smaragdsteine, und sollst darauf graben die Namen der Söhne Israels,
10 sechs Namen auf den einen Stein und die übrigen sechs Namen auf den zweiten Stein nach ihren Geburten.
11 Ein Werk der Steinschneidekunst, ein Siegelgravierwerk, sollst du die zwei Steine gravieren auf die Namen der Söhne Israels.
12 Und du sollst die zwei Steine auf die Schultern des Schulterkleides legen; es sind Gedächtnissteine für die Söhne Israels; und Aaron soll die Namen der Söhne Israels vor dem Herrn auf seinen beiden Schultern tragen, ein Gedächtnis für sie.
13 Und du sollst Rosetten machen aus reinem Gold;
14 und du sollst zwei Quasten machen aus reinem Gold, gemischt mit Blumen, ein Flechtwerk; und du sollst die geflochtenen Quasten auf die Rosetten legen an ihren Seiten von vorn.
15 Und du sollst das Brustschild des Rechts machen, eine Arbeit des Kunstwebers; nach der Art des Schulterkleides sollst du es machen; aus Gold und blauem Purpur und rotem Purpur und gezwirntem Karmesin und gezwirnter Byssusleinen sollst du es machen.
16 Viereckig soll es sein, doppelt, eine Spanne lang und eine Spanne breit.
17 Und du sollst darein ein Gewebe mit Edelsteinen wirken, vierreihig. Eine Reihe von Steinen soll sein: Sarder, Topas und Smaragd, die erste Reihe;
18 und die zweite Reihe: Rubin, Saphir und Jaspis;
19 und die dritte Reihe: Ligurion, Achat und Amethyst;
20 und die vierte Reihe: Chrysolith, Beryll und Onyx; mit Gold umhüllt, in Gold gefasst sollen sie sein nach ihrer Reihe.
21 Und die Steine sollen nach den Namen der Söhne Israels sein, zwölf nach ihren Namen; Siegelgravuren, jeder nach seinem Namen, sollen sie sein für die zwölf Stämme.
22 Und du sollst auf das Brustschild geflochtene Quasten machen, eine kettenartige Arbeit aus reinem Gold.
Die Verse 23-28 sind nicht Teil der Septagint. Beim Vers 29 tauchen in den Manuscripten 2 Versionen auf.
29 Und Aaron soll die Namen der Söhne Israels auf dem Brustschild des Rechts auf seiner Brust tragen, wenn er in das Heiligtum geht, zum Gedächtnis vor Gott.
29a Und du sollst auf das Brustschild des Rechts die Quasten legen; die kettenartigen sollst du auf beide Seiten des Brustschildes legen und die zwei Rosetten sollst du auf beide Schultern des Schulterkleides legen vorn.
30 Und du sollst auf das Brustschild des Rechts die Offenbarung und die Wahrheit legen, und es soll auf der Brust Aarons sein, wenn er in das Heiligtum hineingeht vor dem Herrn; und Aaron soll die Rechte der Söhne Israels auf seiner Brust vor dem Herrn tragen allezeit.
31 Und du sollst einen langen Unterrock machen, ganz aus blauem Purpur.
32 Und seine Öffnung soll in seiner Mitte sein, einen Saum habend rings um die Öffnung, eine Arbeit des Webers, die Zusammenfügung aus ihm selbst gewirkt, damit er nicht zerreiße.
33 Und du sollst auf den Saum des Unterrocks unten machen wie Granatäpfel, die blühen, Granatäpfel aus blauem Purpur und rotem Purpur und durchgeschlagenem Karmesin und gezwirnter Byssusleinen auf dem Saum des Unterrocks ringsum; ebenso aber goldene Granatäpfel und Schellen zwischen diesen ringsum;
34 neben einem goldenen Granatapfel eine Schelle und eine Blume auf dem Saum des Unterrocks ringsum.
35 Und es soll sein, wenn Aaron den Dienst tut, dass seine Stimme hörbar sei, wenn er in das Heiligtum hineingeht vor dem Herrn und wenn er herausgeht, damit er nicht sterbe.
36 Und du sollst ein goldenes Stirnblatt machen, rein, und sollst darauf prägen eine Siegelprägung: Heiligkeit des Herrn.
37 Und du sollst es auf gezwirnten blauen Purpur legen, und es soll auf dem Kopfbund sein; vorn auf dem Kopfbund soll es sein.
38 Und es soll auf der Stirn Aarons sein, und Aaron soll die Sünden der Heiligtümer hinwegnehmen, welche die Söhne Israels heiligen werden, von jeder Gabe ihrer Heiligtümer; und es soll auf der Stirn Aarons sein allezeit, wohlgefällig für sie vor dem Herrn.
39 Und die Quasten der Leibröcke aus Byssusleinen; und du sollst einen Kopfbund aus Byssusleinen machen und einen Gürtel machen, eine Arbeit des Kunstwebers.
40 Und den Söhnen Aarons sollst du Leibröcke machen und Gürtel und Kopfbünde sollst du ihnen machen zur Ehre und zur Zierde.
41 Und du sollst diese anziehen Aaron, deinem Bruder, und seinen Söhnen mit ihm; und du sollst sie salben und ihre Hände füllen und sie heiligen, dass sie mir Priesterdienst tun.
42 Und du sollst ihnen leinene Beinkleider machen, die Blöße ihres Fleisches zu bedecken; von den Lenden bis zu den Schenkeln sollen sie reichen.
43 Und Aaron und seine Söhne sollen sie anhaben, wenn sie in die Stiftshütte gehen oder zum Altar hinzutreten, um den Dienst am Heiligtum zu verrichten, damit sie keine Sünde auf sich laden und nicht sterben. Das sei eine ewige Satzung für ihn und seine Nachkommen nach ihm.
Kapitel 29
1 Und dies ist es, was du ihnen tun sollst, um sie zu heiligen, damit sie mir als Priester dienen. Nimm ein junges Rind von den Rindern und zwei fehlerlose Widder
2 und ungesäuerte Brote, mit Öl vermengt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl bestrichen; aus Weizengrieß sollst du sie machen.
3 Und lege sie in einen Korb und bringe sie in dem Korb herbei, samt dem jungen Rind und den zwei Widdern.
4 Und Aaron und seine Söhne sollst du an den Eingang des Zeltes der Begegnung heranführen und sie mit Wasser waschen.
5 Und nimm die Kleider und bekleide Aaron, deinen Bruder, mit dem langen Untergewand, dem Schulterkleid, dem Brustschild und befestige ihm das Brustschild am Schulterkleid.
6 Und setze den Kopfbund auf sein Haupt und lege das heilige Stirnblatt auf den Kopfbund.
7 Und nimm das Salböl und gieße es auf sein Haupt und salbe ihn.
8 Und seine Söhne sollst du heranführen und sie mit Untergewändern bekleiden
9 und sie mit Gürteln umgürten und ihnen die Kopfbinden umlegen, und ihnen soll das Priestertum für mich auf ewig zustehen. Und du sollst Aaron und seinen Söhnen die Hände füllen.
10 Und führe das junge Rind an den Eingang des Zeltes der Begegnung, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des jungen Rindes legen vor dem Herrn, am Eingang des Zeltes der Begegnung.
11 Und schlachte das junge Rind vor dem Herrn, am Eingang des Zeltes der Begegnung.
12 Und nimm vom Blut des jungen Rindes und lege es mit deinem Finger auf die Hörner des Altars; alles übrige Blut aber gieße an den Fuß des Altars.
13 Und nimm alles Fett, das die Eingeweide bedeckt, den Lappen der Leber, die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, und lege es auf den Altar.
14 Das Fleisch des jungen Rindes aber, seine Haut und seinen Mist verbrenne im Feuer außerhalb des Lagers; denn es ist ein Sündopfer.
15 Und nimm den einen Widder, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Widders legen.
16 Und schlachte ihn, nimm sein Blut und sprenge es ringsum an den Altar.
17 Und den Widder zerlege in seine Teile, wasche seine Eingeweide und seine Beine mit Wasser und lege sie auf die zerlegten Stücke samt dem Kopf.
18 Und bringe den ganzen Widder auf dem Altar dar als Brandopfer für den Herrn zum wohlgefälligen Geruch; es ist ein Feueropfer für den Herrn.
19 Und nimm den zweiten Widder, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Widders legen.
20 Und schlachte ihn, nimm von seinem Blut und lege es auf das rechte Ohrläppchen Aarons, auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes, und auf die rechten Ohrläppchen seiner Söhne, auf die Daumen ihrer rechten Hände und auf die großen Zehen ihrer rechten Füße.
21 Und nimm von dem Blut, das auf dem Altar ist, und von dem Salböl und sprenge es auf Aaron und auf seine Kleider und auf seine Söhne und auf die Kleider seiner Söhne mit ihm, und er wird geheiligt sein, er und seine Kleider, und seine Söhne und die Kleider seiner Söhne mit ihm; das Blut des Widders aber sprenge ringsum an den Altar.
22 Und nimm von dem Widder sein Fett, das Fett, das die Eingeweide bedeckt, den Lappen der Leber, die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, und die rechte Keule – denn es ist ein Einweihungsopfer
23 und einen Brotlaib aus Öl und einen Fladen aus dem Korb der ungesäuerten Brote, die vor dem Herrn dargebracht worden sind,
24 und lege alles auf die Hände Aarons und auf die Hände seiner Söhne und webe es als Webopfer vor dem Herrn.
25 Und nimm es aus ihren Händen und bringe es auf dem Altar des Brandopfers dar zum wohlgefälligen Geruch vor dem Herrn; es ist ein Feueropfer für den Herrn.
26 Und nimm die Brust von dem Widder der Einweihung, der für Aaron bestimmt ist, und webe sie als Webopfer vor dem Herrn, und sie soll dir als Anteil zufallen.
27 Und heilige die Brust des Webopfers und die Keule des Hebopfers, die gewebt und die gehebt wird von dem Widder der Einweihung, von dem, was für Aaron und für seine Söhne bestimmt ist.
28 Und es soll Aaron und seinen Söhnen als ewiges Recht von den Israeliten zustehen; denn es ist ein Hebeopfer, und es soll ein Hebeopfer von den Israeliten sein von ihren Heilsopfern, ein Hebeopfer für den Herrn.
29 Und die heiligen Kleider Aarons sollen seinen Söhnen nach ihm gehören, um sie darin zu salben und ihnen die Hände zu füllen.
30 Sieben Tage soll sie der Priester anziehen, der an seiner Stelle von seinen Söhnen kommt, der in das Zelt der Begegnung hineingeht, um im Heiligtum den Dienst zu verrichten.
31 Und nimm den Widder der Einweihung und koche sein Fleisch an heiliger Stätte.
32 Und Aaron und seine Söhne sollen das Fleisch des Widders und die Brote, die im Korb sind, am Eingang des Zeltes der Begegnung essen.
33 Sie sollen das essen, womit die Sühne vollzogen wurde, um ihnen die Hände zu füllen und sie zu heiligen; ein Fremder aber soll nicht davon essen, denn es ist heilig.
34 Wenn aber von dem Fleisch des Einweihungsopfers und von den Broten bis zum Morgen übrig bleibt, so verbrenne das Übrige im Feuer; es soll nicht gegessen werden, denn es ist heilig.
35 Und du sollst mit Aaron und seinen Söhnen so verfahren nach allem, was ich dir geboten habe; sieben Tage sollst du ihnen die Hände füllen.
36 Und das Sündopfer des jungen Rindes sollst du am Tag der Reinigung darbringen und den Altar entsündigen, indem du ihn heiligst, und du sollst ihn salben, um ihn zu heiligen.
37 Sieben Tage sollst du den Altar entsündigen und ihn heiligen, und der Altar soll hochheilig sein; jeder, der den Altar anrührt, wird geheiligt.
38 Und dies ist es, was du auf dem Altar darbringen sollst: zwei einjährige fehlerlose Lämmer täglich, beständig auf dem Altar, als beständiges Brandopfer.
39 Das eine Lamm sollst du am Morgen darbringen und das zweite Lamm sollst du am Abend darbringen;
40 und ein Zehntel Feinmehl, mit einem Viertel Hin zerstoßenem Öl vermengt, und als Trankopfer ein Viertel Hin Wein zu dem einen Lamm.
41 Und das zweite Lamm sollst du am Abend darbringen; nach dem Speisopfer des Morgens und nach seinem Trankopfer sollst du es darbringen zum wohlgefälligen Geruch, als Feueropfer für den Herrn,
42 als beständiges Brandopfer für eure Generationen am Eingang des Zeltes der Begegnung vor dem Herrn, wo ich mich dir offenbaren werde, um mit dir zu reden.
43 Und ich werde mich dort den Israeliten offenbaren, und ich werde geheiligt werden in meiner Herrlichkeit.
44 Und ich werde das Zelt der Begegnung und den Altar heiligen; und Aaron und seine Söhne werde ich heiligen, damit sie mir als Priester dienen.
45 Und ich werde inmitten der Israeliten wohnen und werde ihr Gott sein.
46Und sie werden erkennen, dass ich der Herr, ihr Gott, bin, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, um in ihrer Mitte zu wohnen und ihr Gott zu sein.
Kapitel 30
1 Und du sollst einen Räucheraltar machen aus Akazienholz.
2 Eine Elle lang und eine Elle breit – viereckig soll er sein – und zwei Ellen hoch; seine Hörner sollen aus ihm sein.
3 Und du sollst ihn überziehen mit reinem Gold, sein Gitter und seine Wände ringsum und seine Hörner, und sollst ihm einen goldenen Kranz ringsum machen.
4 Und zwei goldene Ringe sollst du machen unter seinen Kranz, an den beiden Seiten sollst du sie machen, an den beiden Wänden; und sie sollen Halterungen für die Stangen sein, dass man ihn daran tragen kann.
5 Und du sollst Stangen machen aus Akazienholz und sie mit Gold überziehen.
6 Und du sollst ihn setzen vor den Vorhang, der vor der Lade des Zeugnisses ist, wo ich mich dir offenbaren werde.
7 Und Aaron soll auf ihm wohlriechendes Räucherwerk anzünden; jeden Morgen, wenn er die Lampen zurichtet, soll er auf ihm räuchern.
8 Und wenn Aaron die Lampen anzündet am Abend, soll er auf ihm räuchern; ein beständiges Räucherwerk vor dem HERRN bei euren Geschlechtern.
9 Ihr sollt kein fremdes Räucherwerk auf ihm darbringen, noch Brandopfer, noch Speisopfer, und kein Trankopfer sollt ihr auf ihm ausgießen.
10 Und Aaron soll einmal im Jahr Sühnung an seinen Hörnern vollziehen; mit dem Blut des Sündopfers der Versöhnung soll er einmal im Jahr Sühnung an ihm vollziehen bei euren Geschlechtern; hochheilig ist es dem HERRN.
11 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
12 Wenn du die Summe der Kinder Israel aufnimmst bei ihrer Musterung, so soll jeder ein Lösegeld für seine Seele dem HERRN geben, damit keine Plage unter ihnen sei bei ihrer Musterung.
13 Und dies ist es, was sie geben sollen, alle, die zur Musterung kommen: die Hälfte eines Schekels, nach dem Schekel des Heiligtums; zwanzig Gera der Schekel, die Hälfte eines Schekels als Abgabe dem HERRN.
14 Jeder, der zur Musterung kommt, von zwanzig Jahren an und darüber, soll die Abgabe dem HERRN geben.
15 Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als die Hälfte eines Schekels, wenn sie die Abgabe dem HERRN geben, um Sühnung zu erwirken für eure Seelen.
16 Und du sollst das Silber der Abgabe von den Kindern Israel nehmen und es verwenden für den Dienst der Stiftshütte, dass es den Kindern Israel ein Gedächtnis sei vor dem HERRN, um Sühnung zu erwirken für eure Seelen.
17 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
18 Mache ein ehernes Becken und einen ehernen Fuß dazu zum Waschen; und setze es zwischen die Stiftshütte und den Altar und gieße Wasser hinein.
19 Und Aaron und seine Söhne sollen darin ihre Hände und Füße waschen.
20 Wenn sie in die Stiftshütte gehen, sollen sie sich mit Wasser waschen, damit sie nicht sterben; oder wenn sie zum Altar treten, um zu dienen und dem HERRN Brandopfer darzubringen,
21 sollen sie ihre Hände und Füße mit Wasser waschen; wenn sie in die Stiftshütte gehen, sollen sie sich mit Wasser waschen, damit sie nicht sterben; und das soll ihnen eine ewige Ordnung sein, ihm und seinen Nachkommen nach ihm.
22 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
23 Nimm du dir wohlriechende Gewürze: von der edelsten Myrrhe fünfhundert Schekel, und von wohlriechendem Zimt die Hälfte, zweihundertfünfzig, und von wohlriechendem Kalmus zweihundertfünfzig,
24 und von Kassia fünfhundert Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums, und Olivenöl ein Hin.
25 Und mache daraus ein heiliges Salböl, eine Salbe nach der Kunst des Salbenmischers; heiliges Salböl soll es sein.
26 Und du sollst damit salben die Stiftshütte und die Lade des Zeugnisses,
27 und den Leuchter und alle seine Geräte, und den Räucheraltar,
28 und den Brandopferaltar und alle seine Geräte, und den Tisch und alle seine Geräte, und das Becken und seinen Fuß.
29 Und du sollst sie heiligen, und sie sollen hochheilig sein; wer sie anrührt, der soll heilig sein.
30 Und Aaron und seine Söhne sollst du salben und sie heiligen, dass sie mir Priesterdienst tun.
31 Und zu den Kindern Israel sollst du sagen: Dies soll mir ein heiliges Salböl sein bei euren Geschlechtern.
32 Auf keines Menschen Fleisch soll es gegossen werden, und nach diesem Mischungsverhältnis sollt ihr euch keines machen; heilig ist es, und heilig soll es euch sein.
33 Wer ein solches macht, und wer es einem Fremden gibt, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
34 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir wohlriechende Gewürze: Stakte, Onycha, Galbanum, wohlriechende Gewürze, und reinen Weihrauch, je gleich viel.
35 Und mache daraus Räucherwerk, eine Mischung nach der Kunst des Salbenmischers, gemischt, rein, heilig.
36 Und du sollst davon etwas fein zerreiben und es vor das Zeugnis setzen in der Stiftshütte, wo ich mich dir offenbaren werde; hochheilig soll es euch sein.
37 Räucherwerk nach diesem Mischungsverhältnis sollt ihr euch nicht machen; heilig soll es euch dem HERRN sein.
38 Wer ein solches macht, um daran zu riechen, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
Kapitel 31
1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Siehe, ich habe Bezalel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda, mit Namen berufen
3 und habe ihn erfüllt mit dem Geist Gottes, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis für jedes Werk,
4 um Kunstwerke zu ersinnen und auszuführen in Gold, Silber und Erz,
5 im Schneiden von Steinen zum Einsetzen und im Holzschnitzen, um allerlei Kunstwerke zu machen.
6 Und siehe, ich habe ihm Oholiab, den Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan, beigegeben; und allen, die verständigen Herzens sind, habe ich Weisheit verliehen, dass sie alles machen sollen, was ich dir geboten habe:
7 die Stiftshütte und die Lade des Zeugnisses und den Deckel darauf und alle Geräte der Hütte,
8 den Tisch und seine Geräte, den reinen Leuchter und alle seine Geräte, den Räucheraltar,
9 den Brandopferaltar und alle seine Geräte, das Becken und sein Gestell,
10 die Dienstkleider Aarons und die Kleider seiner Söhne, um mir den Priesterdienst auszuüben,
11 das Salböl und das wohlriechende Räucherwerk für das Heiligtum: alles sollen sie machen, wie ich dir geboten habe.
12 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
13 Du aber rede zu den Kindern Israel und sprich: Haltet ja meine Sabbate! Denn das ist ein Zeichen zwischen mir und euch für eure Geschlechter, damit ihr erkennt, dass ich der HERR bin, der euch heiligt.
14 So haltet den Sabbat, denn heilig ist er euch; wer ihn entweiht, der soll des Todes sterben; wer an ihm irgendeine Arbeit tut, dessen Seele soll ausgerottet werden aus der Mitte seines Volkes.
15 Sechs Tage soll man arbeiten, aber am siebten Tag ist Sabbat, eine heilige Ruhe dem HERRN; wer am siebten Tag arbeitet, der soll des Todes sterben.
16 Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, dass sie ihn feiern bei ihren Geschlechtern als einen ewigen Bund.
17 Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel; denn in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde, aber am siebten Tag ruhte er und erquickte sich.
18 Und als der HERR auf dem Berg Sinai mit Mose zu Ende geredet hatte, gab er ihm die zwei Tafeln des Zeugnisses, steinerne Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes.
Kapitel 32
1 Und als das Volk sah, dass Mose zögerte, vom Berg herabzukommen, versammelte sich das Volk gegen Aaron und sprach zu ihm: Steh auf und mache uns Götter, die vor uns herziehen; denn dieser Mose, der Mann, der uns aus Ägypten geführt hat, wir wissen nicht, was ihm geschehen ist.
2 Und Aaron sprach zu ihnen: Reißt die goldenen Ohrringe ab, die an den Ohren eurer Frauen und Töchter sind, und bringt sie zu mir.
3 Da riss sich alles Volk die goldenen Ohrringe ab, die an ihren Ohren waren, und brachte sie zu Aaron.
4 Und er nahm sie aus ihren Händen und formte es mit dem Meißel und machte daraus ein gegossenes Kalb; und sie sprachen: Dies sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben.
5 Und als Aaron das sah, baute er einen Altar vor ihm und rief aus: Morgen ist ein Fest des Herrn.
6 Und sie standen am nächsten Morgen früh auf und opferten Brandopfer und brachten Dankopfer dar; und das Volk setzte sich, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um zu spielen.
7 Da sprach der Herr zu Mose: Geh, steig schnell hinab; denn dein Volk, das du aus dem Land Ägypten geführt hast, hat gesündigt.
8 Sie sind schnell von dem Weg abgewichen, den ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein Kalb gemacht und haben es angebetet und ihm geopfert und gesagt: Dies sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben.
Vers 9 ist nicht Teil der Septuagint
10 Und nun lass mich, dass mein Zorn gegen sie entbrenne und ich sie vertilge; dich aber will ich zu einem großen Volk machen.
11 Und Mose flehte vor dem Herrn, seinem Gott, und sprach: Warum, Herr, entbrennt dein Zorn gegen dein Volk, das du mit großer Kraft und mit starkem Arm aus dem Land Ägypten geführt hast?
12 Dass die Ägypter nicht sagen: In böser Absicht hat er sie herausgeführt, um sie in den Bergen zu töten und sie vom Erdboden zu vertilgen! Wende dich ab von deinem glühenden Zorn und lass dich des Unheils deines Volkes gereuen.
13 Gedenke an Abraham, Isaak und Israel, deine Knechte, denen du bei dir selbst geschworen und zu ihnen gesagt hast: Ich will euren Nachkommen so zahlreich machen wie die Sterne des Himmels, und dieses ganze Land, von dem ich geredet habe, will ich euren Nachkommen geben, und sie sollen es für immer besitzen.
14 Da ließ sich der Herr des Unheils gereuen, das er seinem Volk anzutun gedroht hatte.
15 Und Mose wandte sich und stieg vom Berg herab, und die zwei Tafeln des Zeugnisses waren in seiner Hand; Tafeln aus Stein, auf beiden Seiten beschrieben, vorn und hinten waren sie beschrieben.
16 Und die Tafeln waren ein Werk Gottes, und die Schrift war die Schrift Gottes, eingegraben in die Tafeln.
17 Und Josua hörte das Geschrei des Volkes und sprach zu Mose: Kriegsgeschrei ist im Lager.
18 Er aber sprach: Es ist nicht das Geschrei von Siegern und nicht das Geschrei von Besiegten; ich höre das Geschrei von Zechern.
19 Und als er sich dem Lager näherte, sah er das Kalb und die Reigentänze; und Mose entbrannte in Zorn und warf die Tafeln aus seinen Händen und zerschmetterte sie unten am Berg.
20 Und er nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und verbrannte es im Feuer und zermalmte es zu Staub und streute es auf das Wasser und gab es den Israeliten zu trinken.
21 Und Mose sprach zu Aaron: Was hat dir dieses Volk getan, dass du eine so große Sünde über sie gebracht hast?
22 Aaron aber sprach zu Mose: Mein Herr, zürne nicht! Du kennst das Volk, dass es zum Bösen geneigt ist.
23 Sie sprachen zu mir: Mache uns Götter, die vor uns herziehen; denn dieser Mose, der Mann, der uns aus Ägypten geführt hat, wir wissen nicht, was ihm geschehen ist.
24 Da sprach ich zu ihnen: Wer Gold hat, der reiße es ab! Und sie gaben es mir; und ich warf es ins Feuer, und dieses Kalb ist herausgekommen.
25 Und Mose sah, dass das Volk zügellos war; denn Aaron hatte es zügellos gemacht, zum Gespött ihrer Feinde.
26 Da trat Mose an das Tor des Lagers und sprach: Wer zum Herrn gehört, komme zu mir! Und es versammelten sich zu ihm alle Söhne Levis.
27 Und er sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Ein jeder gürte sein Schwert an seine Hüfte und geht hin und her von Tor zu Tor im Lager und erschlage ein jeder seinen Bruder und jeder seinen Freund und jeder seinen Nächsten.
28 Und die Söhne Levis taten, wie Mose ihnen gesagt hatte; und es fielen an jenem Tag vom Volk etwa dreitausend Mann.
29 Und Mose sprach: Füllt heute eure Hände dem Herrn, ein jeder an seinem Sohn und an seinem Bruder, damit euch heute Segen zuteilwerde.
30 Und am nächsten Tag sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde begangen; und nun will ich zum Herrn hinaufsteigen, ob ich vielleicht für eure Sünde Sühne erwirken kann.
31 Und Mose kehrte zum Herrn zurück und sprach: Ach, Herr, dieses Volk hat eine große Sünde begangen und sich goldene Götter gemacht.
32 Und nun, wenn du ihre Sünde vergibst, so vergib; wenn aber nicht, so tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast.
33 Der Herr aber sprach zu Mose: Wer gegen mich gesündigt hat, den tilge ich aus meinem Buch.
34 Und nun geh, führe das Volk an den Ort, von dem ich dir geredet habe; siehe, mein Engel wird vor dir herziehen; an dem Tag aber, an dem ich heimsuche, werde ich ihre Sünde an ihnen heimsuchen.
35 Und der Herr schlug das Volk, weil sie das Kalb gemacht hatten, das Aaron gemacht hatte.
Kapitel 33
1 Und der HERR sprach zu Mose: Geh, zieh hinauf von hier, du und das Volk, das du aus dem Land Ägypten herausgeführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, indem ich sprach: Deinem Samen will ich es geben.
2 Und ich werde meinen Engel vor dir her senden und wird vertreiben den Amoriter und Hethiter und Perisiter und Girgaschiter und Hewiter und Jebusiter.
3 Und ich werde dich in ein Land bringen, das von Milch und Honig fließt; denn ich werde nicht mit dir hinaufziehen, weil du ein halsstarriges Volk bist, damit ich dich nicht auf dem Wege vertilge.
4 Und als das Volk diese böse Botschaft hörte, da trauerten sie in Trauerkleidern.
5 Und der HERR sprach zu den Kindern Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk; seht zu, dass ich nicht noch eine Plage über euch bringe und euch vertilge; so legt nun ab euren Schmuck und euren Zierat, und ich will dir zeigen, was ich dir tun werde.
6 Und die Kinder Israel legten ihren Schmuck und ihren Putz ab vom Berg Horeb an.
7 Und Mose nahm seine Hütte und schlug sie außerhalb des Lagers auf, fern vom Lager, und sie wurde genannt die Hütte der Zusammenkunft; und es geschah, dass jeder, der den HERRN suchte, hinausging zur Hütte außerhalb des Lagers.
8 Und sooft Mose in die Hütte außerhalb des Lagers hineinging, stand alles Volk, ein jeder an der Tür seiner Hütte, und sie schauten Mose nach, bis er in die Hütte hineinging.
9 Und sooft Mose in die Hütte hineinging, kam die Wolkensäule herab und stand an der Tür der Hütte, und er redete mit Mose.
10 Und alles Volk sah die Wolkensäule an der Tür der Hütte stehen, und alles Volk stand auf und betete an, ein jeder an der Tür seiner Hütte.
11 Und der HERR redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Und er kehrte ins Lager zurück; aber sein Diener Josua, der Sohn Nuns, ein Jüngling, wich nicht aus der Hütte.
12 Und Mose sprach zum HERRN: Siehe, du sprichst zu mir: Führe dieses Volk hinauf! Du aber hast mir nicht kundgetan, wen du mit mir senden wirst; du hast aber zu mir gesagt: Ich kenne dich mit Namen, und du hast Gnade vor mir gefunden.
13 Wenn ich nun Gnade vor dir gefunden habe, so lass mich deinen Weg erkennen, dass ich dich erkenne, damit ich Gnade vor dir finde; und bedenke, dass dieses Volk dein Volk ist.
14 Und er sprach: Mein Angesicht wird mitgehen, und ich werde dir Ruhe geben.
15 Und er sprach zu ihm: Wenn dein Angesicht nicht mitgeht, so führe uns nicht von hier hinauf.
16 Denn woran soll denn erkannt werden, dass ich und dein Volk Gnade vor dir gefunden haben, als wenn du mit uns gehst? So werden ich und dein Volk ausgezeichnet vor allem Volk, das auf dem Erdboden ist.
17 Und der HERR sprach zu Mose: Auch dieses, was du gesagt hast, will ich tun; denn du hast Gnade vor mir gefunden, und ich kenne dich mit Namen.
18 Und er sprach: Lass mich deine Herrlichkeit sehen!
19 Und er sprach: Ich will all meine Güte vor dir vorübergehen lassen und will den Namen des HERRN vor dir ausrufen; und ich werde gnädig sein, wem ich gnädig bin, und mich erbarmen, wessen ich mich erbarme.
20 Und er sprach: Du kannst mein Angesicht nicht sehen; denn kein Mensch wird mich sehen und leben.
21 Und der HERR sprach: Siehe, es ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen.
22 Und wenn meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felsenkluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin.
23 Und wenn ich meine Hand wegnehme, wirst du mir nachsehen; aber mein Angesicht kann nicht gesehen werden.
Kapitel 34
1 Und der HERR sprach zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln aus, wie die ersten waren, und steige zu mir auf den Berg; und ich will die Worte, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast, auf die Tafeln schreiben.
2 Und sei bereit am Morgen, dass du am Morgen auf den Berg Sinai steigest und dastehest vor mir daselbst auf der Spitze des Berges.
3 Und lass niemand mit dir hinaufsteigen, dass auch niemand gesehen werde auf dem ganzen Berge; und lass auch kein Schaf noch Rind weiden vor diesem Berge her.
4 Und Mose hieb zwei steinerne Tafeln aus, wie die ersten waren, und stand des Morgens früh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand.
5 Da kam der HERR hernieder in einer Wolke und trat daselbst zu ihm und rief aus dem Namen des HERRN.
6 Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: HERR, HERR, Gott, barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Gnade und Treue,
7 der da bewahrt Gnade in tausend Glieder und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, und vor dem niemand unschuldig ist; der die Missetat der Väter heimsucht an Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied.
8 Und Mose neigte sich eilends zur Erde und betete an
9 und sprach: Habe ich, HERR, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der HERR in unsrer Mitte; denn es ist ein halsstarriges Volk. Und vergib unsre Missetat und Sünde und lass uns dein Erbteil sein.
10 Und er sprach: Siehe, ich mache einen Bund: Vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, dergleichen nicht geschehen sind in allen Landen und unter allen Völkern, und das ganze Volk, in des Mitte du bist, soll des HERRN Werk sehen; denn wunderbar ist's, was ich an dir tun werde.
11 Halte, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir her ausstoßen die Amoriter, Kanaaniter, Hethiter, Pheresiter, Heviter, Jebusiter.
12 Hüte dich, dass du nicht einen Bund machest mit den Einwohnern des Landes, darein du kommst, dass sie dir nicht zum Fallstrick werden unter dir.
13 Sondern ihre Altäre sollst du umstürzen und ihre Säulen zerbrechen und ihre Haine ausrotten;
14 denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der HERR heißt ein Eiferer; ein eifriger Gott ist er.
15 Dass du nicht einen Bund machest mit den Einwohnern des Landes, und wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern opfern, sie dich laden und du von ihrem Opfer essest,
16 und nehmest ihren Töchtern deinen Söhnen zu Weibern, und wenn ihre Töchter ihren Göttern nachhuren, machen sie deine Söhne auch ihren Göttern nachhuren.
17 Du sollst dir keine gegossenen Götter machen.
18 Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten gezogen.
19 Alles, was die Mutter bricht, ist mein; was männlich ist unter deinem Vieh, das Erstgeborene von Rindern und Schafen.
20 Aber das Erstgeborene vom Esel sollst du mit einem Schaf lösen; wo du es aber nicht lösest, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt deiner Söhne sollst du lösen. Und dass niemand vor mir leer erscheine.
21 Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du feiern; mit Pflügen und mit Ernten sollst du feiern.
22 Und das Fest der Wochen sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte, und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr um ist.
23 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist unter dir, erscheinen vor dem HERRN, dem Gott Israels.
24 Wenn ich die Heiden vor dir ausstoßen und deine Grenze weitern werde, soll niemand deines Landes begehren, dieweil du hinaufgehest, dreimal im Jahr zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott.
25 Du sollst das Blut meines Opfers nicht opfern auf gesäuertem Brot, und das Opfer des Passahfests soll nicht über Nacht bleiben bis an den Morgen.
26 Die Erstlinge der ersten Früchte deines Landes sollst du bringen in das Haus des HERRN, deines Gottes. Du sollst das Böcklein nicht kochen in seiner Mutter Milch.
27 Und der HERR sprach zu Mose: Schreib diese Worte; denn nach diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht.
28 Und war allda bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Nächte und aß kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte.
29 Da nun Mose vom Berge Sinai ging, hatte er die zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glänzte, da er mit ihm geredet hatte.
30 Und da Aaron und alle Kinder Israel Mose sahen, dass die Haut seines Angesichts glänzte, fürchteten sie sich, zu ihm zu nahen.
31 Da rief sie Mose; und sie wandten sich zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde, und er redete mit ihnen.
32 Darnach nahten alle Kinder Israel zu ihm; und er gebot ihnen alles, was der HERR mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai.
33 Und wenn er solches alles mit ihnen geredet hatte, legte er eine Decke auf sein Angesicht.
34 Und wenn er hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und redete mit den Kindern Israel, was ihm geboten war,
35 sahen die Kinder Israel sein Angesicht an, dass die Haut seines Angesichts glänzte; so tat er die Decke wieder auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit ihm zu reden.
Kapitel 35
1 Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israel und sprach zu ihnen: Dies sind die Worte, die der HERR geboten hat, dass man sie tun soll.
2 Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebten Tag ist Ruhe, ein heiliger Sabbat, eine Ruhe für den HERRN; wer an ihm arbeitet, soll sterben.
3 Ihr sollt kein Feuer anzünden in allen euren Wohnungen am Sabbattag; ich bin der HERR.
4 Und Mose sprach zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Dies ist das Wort, das der HERR geboten hat:
5 Nehmt von euch selbst eine Abgabe für den HERRN; jeder, der willigen Herzens ist, soll die Erstlingsgaben für den HERRN bringen: Gold, Silber, Erz,
6 blauen und roten Purpur, Scharlach, gezwirnte Leinwand und Ziegenhaar,
7 rotgefärbte Widderfelle, Dachsfelle und Akazienholz,
Der Vers 9 befindet sich zwar in der Septuagint, wurde aber erst nach dem 4. Jahrhundert zugefügt.
9 Onyxsteine und Steine zum Einsetzen für das Schulterkleid und für das Brustschild.
10 Und jeder, der weisen Herzens unter euch ist, soll kommen und alles machen, was der HERR geboten hat:
11 die Stiftshütte, ihre Decken, ihre Überzüge, ihre Haken, ihre Bretter, ihre Riegel, ihre Säulen und ihre Füße,
12 die Lade des Zeugnisses, ihre Stangen, den Gnadenthron und den Vorhang, 12a die Vorhänge des Vorhofs, seine Säulen und seine Füße, die Smaragdsteine, das Räucherwerk und das Salböl,
13 den Tisch und all sein Gerät,
14 den Leuchter des Lichts und all sein Gerät,
Verse 12 bis 14 sind in der Septuagint in einer anderen Reihenfolge, unterscheiden sich aber inhaltlich nicht, daher fällt auch Vers 15 raus.
16 den Altar und all sein Gerät,
Die Verse 17 und 18 sind in einigen Versionen der Septuagint enthalten, aber alle entstammen nach dem 4.Jahrhundert.
19 die heiligen Kleider Aarons, des Priesters, und die Kleider, in denen sie dienen sollen, und die Leibröcke für die Söhne Aarons zum Priestertum, das Salböl und das wohlriechende Räucherwerk.
20 Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel ging von Mose weg.
21 Und sie brachten, ein jeder, den sein Herz trieb, und alle, die willigen Geistes waren, brachten eine Abgabe für den HERRN zu allen Werken der Stiftshütte und zu all ihrem Dienst und zu allen heiligen Kleidern.
22 Und es kamen Männer und Frauen; alle, die willigen Herzens waren, brachten Spangen, Ohrringe, Ringe, Geschmeide und allerlei goldenes Gerät; und alle, die dem HERRN Gold als Abgabe brachten, taten es.
23 Und wer Leinwand, Dachsfelle und rotgefärbte Widderfelle hatte, brachte sie.
24 Und alle, die eine Abgabe von Silber und Erz brachten, brachten sie dem HERRN; und wer Akazienholz hatte zu allerlei Werk der Arbeit, brachte es.
25 Und alle Frauen, die weisen Herzens waren und mit ihren Händen spinnen konnten, brachten gesponnene blaue und rote Purpurwolle, Scharlach und Leinwand.
26 Und alle Frauen, die willigen Herzens waren und weise spinnen konnten, sponnen Ziegenhaar.
27 Die Fürsten aber brachten Onyxsteine und Steine zum Einsetzen für das Schulterkleid und für das Brustschild,
28 und Gewürze und Öl zum Salben und wohlriechende Spezerei zum Räuchern.
29 So brachten die Kinder Israel dem HERRN eine freiwillige Abgabe, alle Männer und Frauen, die willigen Herzens waren, zu allen Werken, die der HERR durch Mose zu machen geboten hatte.
30 Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Siehe, der HERR hat Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, mit Namen berufen
31 und hat ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit, Verstand und Erkenntnis zu allerlei Werk,
32 kunstreich zu arbeiten an Gold, Silber und Erz,
33 Edelsteine zu schneiden und einzusetzen, Holz zu schnitzen und allerlei kunstreiche Arbeit zu machen.
34 Und er hat ihm ins Herz gegeben, zu lehren, ihm und Oholiab, dem Sohn Ahisamachs, vom Stamm Dan.
35 Er hat sie mit Weisheit des Herzens erfüllt, zu machen allerlei Werk, das der Künstler und des Webers und des Stickers Arbeit ist, mit blauem und rotem Purpur, Scharlach und Leinwand, und zu weben, und allerlei Arbeit zu machen und kunstreich zu erfinden.
Kapitel 36
1 Und es machten Bezaleel und Oholiab und alle Weisen des Herzens, denen Weisheit und Einsicht gegeben war, zu verstehen, wie sie alle Werke für den heiligen Dienst machen sollten, nach allem, was der HERR geboten hatte.
2 Und Mose rief Bezaleel und Oholiab und alle, die weisen Herzens waren, denen Gott Einsicht ins Herz gegeben hatte, und alle, die willig waren, herzuzutreten an die Arbeit, um sie zu vollbringen.
3 Und sie empfingen von Mose alle Hebeopfer, welche die Kinder Israel gebracht hatten zu den Werken des Heiligtums, um sie zu machen. Und sie brachten noch weitere freiwillige Gaben jeden Morgen.
4 Da kamen alle Weisen, die am Heiligtum arbeiteten, ein jeder von seiner Arbeit, die sie taten,
5 und sprachen zu Mose: Das Volk bringt zu viel, mehr als zur Arbeit nötig ist, die der HERR zu machen geboten hat.
6 Da gebot Mose, und man ließ im Lager ausrufen: Niemand, weder Mann noch Weib, mache weiter Arbeit zur Hebe für das Heiligtum! So wurde dem Volk gewehrt, weiter zu bringen.
7 Denn der Stoff war genug zu aller Arbeit, die zu machen war, und es blieb noch übrig.
8 Und alle Weisen unter den Arbeitern machten die Kleider des Heiligtums für Aaron, den Priester, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
9 Und sie machten das Ephod aus Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand.
10 Und sie schlugen das Gold zu dünnen Blechen und schnitten es zu Fäden, um es in den blauen und roten Purpur, in den Scharlach und die weiße Leinwand zu wirken, in Kunstweberei.
11 Sie machten es mit Schulterstücken, die zusammengefügt waren an beiden Enden.
12 Und das gewirkte Band, das darauf war, um es festzumachen, war von gleicher Arbeit und aus einem Stück mit ihm, aus Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
13 Und sie machten zwei Onyxsteine, gefasst in Gold, mit eingravierten Siegelgravuren nach den Namen der Söhne Israels.
14 Und sie legten sie auf die Schulterstücke des Ephods, als Steine des Gedächtnisses für die Söhne Israels, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
15 Und sie machten das Brustschild, in Kunstweberei, nach der Arbeit des Ephods, aus Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand.
16 Viereckig und doppelt machten sie das Brustschild, eine Spanne lang und eine Spanne breit, doppelt.
17 Und sie besetzten es mit vier Reihen von Edelsteinen. Die erste Reihe: ein Sarder, ein Topas und ein Smaragd.
18 Die zweite Reihe: ein Rubin, ein Saphir und ein Jaspis.
19 Die dritte Reihe: ein Hyazinth, ein Achat und ein Amethyst.
20 Die vierte Reihe: ein Chrysolith, ein Beryll und ein Onyx. Sie waren in Gold gefasst und mit Gold verbunden.
21 Und die Steine waren nach den Namen der Söhne Israels, zwölf nach ihren Namen, wie Siegel eingraviert, jeder mit seinem Namen, für die zwölf Stämme.
22 Und sie machten am Brustschild geflochtene Ketten, in Flechtarbeit aus reinem Gold.
23 Und sie machten zwei goldene Ringe und zwei goldene Ringe und befestigten die zwei goldenen Ringe an den beiden Enden des Brustschildes.
24 Und sie befestigten die zwei goldenen Flechtketten an den beiden Ringen an den Enden des Brustschildes.
25 Und die beiden Enden der zwei Flechtketten befestigten sie an den zwei Fassungen und legten sie auf die Schulterstücke des Ephods, vorn an der Vorderseite.
26 Und sie machten zwei goldene Ringe und befestigten sie an den beiden unteren Enden des Brustschildes, an seinem Rand, der der Innenseite des Ephods zugewandt war.
27 Und sie machten zwei goldene Ringe und befestigten sie an den beiden Schulterstücken des Ephods unten, vorn, nahe der Verbindungsstelle, oberhalb des gewirkten Gürtels des Ephods.
28 Und sie banden das Brustschild mit seinen Ringen an die Ringe des Ephods mit einer Schnur aus blauem Purpur, damit es fest am Gürtel des Ephods anläge und das Brustschild sich nicht vom Ephod löse, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
29 Und sie machten den Unterrock zum Ephod, in Weberei, ganz aus blauem Purpur.
30 Und seine Öffnung in der Mitte war wie ein Harnischkragen, mit einem Saum um die Öffnung herum, dass er nicht einrisse.
31 Und sie machten am Saum des Unterrocks unten Granatäpfel aus blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand.
32 Und sie machten goldene Schellen und befestigten die Schellen ringsum am Saum des Unterrocks zwischen den Granatäpfeln,
33 eine goldene Schelle und einen Granatapfel, ringsum am Saum des Unterrocks zum Dienst, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
34 Und sie machten die leinenen Röcke, in Weberei, für Aaron und seine Söhne,
35 und die Kopfbunde aus weißer Leinwand und die hohen Mützen aus weißer Leinwand und die leinenen Beinkleider aus gezwirnter weißer Leinwand,
36 und ihre Gürtel aus weißer Leinwand und blauem und rotem Purpur und Scharlach, in Buntwirkerarbeit, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
37 Und sie machten das goldene Stirnblatt, die heilige Krone, aus reinem Gold, und gruben darauf Schriftzeichen ein wie ein Siegel: „Heilig dem HERRN“.
38 Und sie befestigten daran eine Schnur aus blauem Purpur, um es oben an der hohen Mütze zu befestigen, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
Kapitel 37
1 Und sie machten für die Wohnung zehn Teppiche,
2 achtundzwanzig Ellen die Länge des einen Teppichs alle waren gleich und vier Ellen die Breite des einen Teppichs.
3 Und sie machten den Vorhang aus blauem und purpurnem und karmesinrotem Garn und gezwirnter Byssus, ein Werk des Kunstwebers, mit Cherubim,
4 und legten ihn auf vier Säulen aus Akazienholz, überzogen mit Gold, und ihre Knäufe waren golden, und ihre Füße waren vier silberne.
5 Und sie machten den Vorhang für den Eingang der Wohnung des Zeugnisses aus blauem und purpurnem und karmesinrotem Garn und gezwirnter Byssus, ein Werk des Kunstwebers, mit Cherubim,
6 und seine fünf Säulen und ihre Ringe; und ihre Knäufe und ihre Bänder überzogen sie mit Gold, und ihre fünf Füße waren aus Erz.
7 Und sie machten den Vorhof: die Behänge des Vorhofs auf der Südseite aus gezwirnter Byssus, hundert Ellen auf hundert,
8 und ihre zwanzig Säulen und ihre zwanzig Füße;
9 und die Seite gegen Norden hundert Ellen auf hundert, und ihre zwanzig Säulen und ihre zwanzig Füße;
10 und die Seite gegen Westen: Teppiche von fünfzig Ellen, ihre zehn Säulen und ihre zehn Füße;
11 und die Seite gegen Osten: fünfzig Ellen,
12 Behänge von fünfzehn Ellen auf der Rückseite, und ihre drei Säulen und ihre drei Füße,
13 und auf der zweiten Rückseite hier und dort, am Tor des Vorhofs, Teppiche von fünfzehn Ellen, und ihre drei Säulen und ihre drei Füße.
14 Alle Teppiche des Vorhofs waren aus gezwirnter Byssus,
15 und die Füße der Säulen waren aus Erz, und ihre Haken waren silbern, und ihre Knäufe waren mit Silber überzogen, und die Säulen waren mit Silber überzogen, alle Säulen des Vorhofs.
16 Und der Vorhang des Tors des Vorhofs war ein Werk des Buntwirkers aus blauem und purpurnem und karmesinrotem Garn und gezwirnter Byssus, zwanzig Ellen die Länge, und die Höhe und die Breite fünf Ellen, gleich den Behängen des Vorhofs;
17 und ihre vier Säulen und ihre vier Füße waren aus Erz, und ihre Haken waren silbern, und ihre Knäufe waren mit Silber überzogen;
18 und sie selbst waren mit Silber überzogen, und alle Pflöcke des Vorhofs ringsum waren aus Erz.
19 Und dies ist die Anordnung der Wohnung des Zeugnisses, wie sie Mose anbefohlen wurde, der Dienst der Leviten zu sein durch Itamar, den Sohn Aarons, des Priesters.
20 Und Bezalel, der Sohn Uris, vom Stamm Juda, machte es, wie der Herr dem Mose befohlen hatte,
21 und Eliab, der Sohn Achisamaks, vom Stamm Dan, der die Webarbeiten und die Stickereien und die Buntwirkereien anordnete, zu weben mit dem Karmesin und der Byssus.
Kapitel 38
1 Und Besaleel machte die Lade
2 und überzog sie mit reinem Gold innen und außen.
3 Und er goss für sie vier goldene Ringe, zwei an der einen Seite und zwei an der anderen Seite,
4 weit genug für die Stangen, um sie daran zu tragen.
5 Und er machte den Deckel oben auf der Lade aus Gold
6 und die zwei goldenen Cherubim,
7 einen Cherub an dem einen Ende des Deckels und einen Cherub an dem anderen Ende des Deckels,
8 die mit ihren Flügeln den Deckel beschatteten.
9 Und er machte den Tisch, der vor dem Angesicht (Gottes) steht, aus reinem Gold;
10 und er goss für ihn vier Ringe, zwei an der einen Seite und zwei an der anderen Seite, weit genug, um die Stangen daran zu tragen.
11 Und er machte die Stangen der Lade und des Tisches und überzog sie mit Gold.
12 Und er machte die Geräte des Tisches, die Schalen und die Räucherpfannen und die Becher und die Kannen, mit denen man Trankopfer ausgießt, aus Gold.
13 Und er machte den Leuchter, der leuchtet, aus Gold, fest aus einem Stück den Schaft,
14 und die Arme aus beiden Seiten von ihm;
15 aus seinen Armen ragten die Blüten hervor, drei auf dieser und drei auf jener Seite, einander gleich;
16 und ihre Lampenaufsätze, die auf den Enden sind, waren nussförmig aus ihnen; und die Blütenkelche aus ihnen, damit die Lampen darauf seien, und der siebte Blütenkelch von der Spitze des Lampenaufsatzes auf dem Gipfel oben, ganz aus einem Stück golden;
17 und sieben goldene Lampen darauf und ihre goldenen Zangen und ihre goldenen Schalen.
18 Dieser überzog die Säulen mit Silber und goss für die Säule goldene Ringe und vergoldete die Riegel mit Gold und überzog die Säulen des Vorhangs mit Gold und machte goldene Haken.
19 Dieser machte auch die Ringe der Stiftshütte aus Gold und die Ringe des Vorhofs und Ringe zum Ausbreiten der Decke oben aus Erz.
20 Dieser goss die silbernen Knäufe der Stiftshütte und die ehernen Knäufe der Tür der Stiftshütte und das Tor des Vorhofs und machte silberne Haken für die Säulen an den Säulen; dieser überzog sie mit Silber.
21 Dieser machte auch die Pflöcke der Stiftshütte und die Pflöcke des Vorhofs aus Erz.
22 Dieser machte den ehernen Altar aus den ehernen Räucherpfannen, die den Männern gehörten, die sich mit der Rotte Korahs aufgelehnt hatten.
23 Dieser machte alle Geräte des Altars und sein Räucherbecken und seine Basis und die Schalen und die Gabeln aus Erz.
24 Dieser machte für den Altar ein Gitter, ein Netzwerk, unterhalb des Räucherbeckens unter ihm bis zur Hälfte von ihm, und legte ihm vier Ringe aus den vier Seiten des Gitters des Altars an, aus Erz, weit für die Stangen, um den Altar daran zu tragen.
25 Dieser machte das heilige Salböl und die Mischung des Räucherwerks, ein reines Werk des Salbenmischers.
26 Dieser machte das eherne Becken und sein ehernes Gestell aus den Spiegeln der Fastenden, die fasteten an den Türen der Stiftshütte des Zeugnisses an dem Tag, da er sie aufrichtete;
27 und er machte das Becken, damit Mose und Aaron und seine Söhne daraus ihre Hände und Füße wuschen; wenn sie in die Stiftshütte des Zeugnisses hineingingen oder wenn sie zum Altar hintraten, um den Dienst zu verrichten, wuschen sie sich daraus, wie der Herr dem Mose geboten hatte.
Kapitel 39
1 Alles Gold, das zu den Arbeiten verarbeitet wurde, bei aller Arbeit des Heiligtums, es wurde das Gold der Abgabe: neunundzwanzig Talente und siebenhundertzwanzig Schekel nach dem heiligen Schekel.
2 Und die Abgabe an Silber von den gemusterten Männern der Gemeinde: hundert Talente und tausendsiebenhundertfünfundsiebzig Schekel,
3 eine Drachme pro Kopf, die Hälfte eines Schekels nach dem heiligen Schekel, für jeden, der zur Musterung ging, von zwanzig Jahren an und darüber, auf sechshunderttausend und dreitausendfünfhundertfünfzig.
4 Und die hundert Talente Silber wurden verwendet zum Gießen der hundert Kapitelle der Stiftshütte und zu den Kapitellen des Vorhangs, hundert Kapitelle für die hundert Talente, ein Talent pro Kapitell.
5 Und die tausendsiebenhundertfünfundsiebzig Schekel machten sie zu Haken für die Säulen, und sie überzogen ihre Kapitelle mit Gold und schmückten sie.
6 Und das Kupfer der Abgabe: siebzig Talente und tausendfünfhundert Schekel.
7 Und daraus machte er die Füße der Tür der Stiftshütte des Zeugnisses
8 und die Füße des Vorhofs ringsum und die Füße des Tores des Vorhofs und die Pflöcke der Stiftshütte und die Pflöcke des Vorhofs ringsum
9 und das kupferne Gestell des Altars und alle Geräte des Altars und alle Werkzeuge der Stiftshütte des Zeugnisses.
10 Und die Söhne Israels taten, wie der Herr dem Mose geboten hatte, so taten sie.
11 Das übrige Gold der Abgabe aber machten sie zu Geräten, um darin zu dienen vor dem Herrn.
12 Und den übriggebliebenen Hyazinth und Purpur und Karmesin machten sie zu liturgischen Gewändern für Aaron, um darin zu dienen im Heiligtum.
13 Und sie brachten die Gewänder zu Mose und die Stiftshütte und ihre Geräte und ihre Füße und ihre Riegel und die Säulen
14 und die Bundeslade und ihre Stangen
15 und den Altar und alle seine Geräte und das Salböl und das wohlriechende Räucherwerk
16 und den reinen Leuchter und seine Lampen, die Lampen zum Brennen, und das Öl zum Licht
17 und den Tisch der Schaubrote und alle seine Geräte und die aufzulegenden Brote
18 und die heiligen Gewänder, die Aaron gehören, und die Gewänder seiner Söhne zum Priesterdienst
19 und die Vorhänge des Vorhofs und die Säulen und den Vorhang der Tür der Stiftshütte und des Tores des Vorhofs und alle Geräte der Stiftshütte und alle ihre Werkzeuge
20 und die Felle von rotgefärbten Widderfellen und die Decken von hyazinthblauen Fellen und die übrigen Überzüge
21 und die Pflöcke und alle Werkzeuge für die Arbeiten der Stiftshütte des Zeugnisses.
22 Alles, was der Herr dem Mose geboten hatte, so taten die Söhne Israels an der ganzen Ausrüstung.
23 Und Mose sah alle Arbeiten, und siehe, sie hatten sie gemacht, wie der Herr dem Mose geboten hatte, so hatten sie sie gemacht. Und Mose segnete sie.
Kapitel 40
1 Und der Herr redete zu Mose und sprach:
2 Am ersten Tag des ersten Monats, am Neumond, sollst du die Stiftshütte aufrichten.
3 Und du sollst die Bundeslade hineinsetzen und die Lade mit dem Vorhang bedecken.
4 Und du sollst den Tisch hineinbringen und die Schaubrote darauflegen, und du sollst den Leuchter hineinbringen und seine Lampen aufsetzen.
5 Und du sollst den goldenen Altar zum Räuchern vor die Lade stellen und den Vorhang als Decke an den Eingang der Stiftshütte hängen.
6 Und den Brandopferaltar sollst du vor den Eingang der Stiftshütte stellen.
Die Verse 7 und 8 sind in fast allen Versionen der Septuagint nicht vertreten.
8 Und du sollst die Stiftshütte und alles, was zu ihr gehört, ringsum heiligen.
9 Und du sollst das Salböl nehmen und die Stiftshütte und alles, was darin ist, salben und sie heiligen samt allen ihren Geräten, und sie soll heilig sein.
10 Und du sollst den Brandopferaltar und alle seine Geräte salben und den Altar heiligen, und der Altar soll hochheilig sein.
Der Vers 11 ist nicht Teil der Septuagint.
12 Und du sollst Aaron und seine Söhne an den Eingang der Stiftshütte heranführen und sie mit Wasser waschen.
13 Und du sollst Aaron die heiligen Kleider anziehen und ihn salben und heiligen, dass er mir als Priester dient.
14 Und du sollst seine Söhne heranführen und ihnen Leibröcke anziehen.
15 Und du sollst sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, dass sie mir als Priester dienen. Und es soll ihnen eine ewige Priestersalbung sein für ihre Generationen.
16 Und Mose tat alles, wie ihm der Herr geboten hatte, so tat er.
17 Und es geschah im ersten Monat des zweiten Jahres, als sie aus Ägypten ausgezogen waren, am Neumond, da wurde die Stiftshütte aufgerichtet.
18 Und Mose richtete die Stiftshütte auf und setzte ihre Füße ein und legte ihre Riegel ein und stellte ihre Säulen auf.
19 Und er breitete die Zelttücher über die Stiftshütte und legte die Decke der Stiftshütte oben darüber, wie der Herr dem Mose geboten hatte.
20 Und er nahm die Zeugnisse und legte sie in die Lade und legte die Stangen unter die Lade.
21 Und er brachte die Lade in die Stiftshütte und hängte den Vorhang als Decke auf und bedeckte die Bundeslade, wie der Herr dem Mose geboten hatte.
22 Und er stellte den Tisch in die Stiftshütte, an die Nordseite der Stiftshütte, außerhalb des Vorhangs der Stiftshütte.
23 Und er legte die Schaubrote darauf vor dem Herrn, wie der Herr dem Mose geboten hatte.
24 Und er stellte den Leuchter in die Stiftshütte, an die Südseite der Stiftshütte.
25 Und er setzte seine Lampen darauf vor dem Herrn, wie der Herr dem Mose geboten hatte.
26 Und er stellte den goldenen Altar in die Stiftshütte vor den Vorhang.
27 Und er räucherte darauf das wohlriechende Räucherwerk, wie der Herr dem Mose geboten hatte.
Der Vers 28 ist nicht Teil der Septuagint
29 Und den Brandopferaltar stellte er vor den Eingang der Stiftshütte.
Der Vers 30 ist allgemein Teil der Septuagint aber wurde nach dem 4. Jahrhundert beigefügt und enthält die Hebräischen Verse 31 und 32. Die Verse 31 und 32 sind nicht Teil der Septuagint
33 Und er stellte den Vorhof rings um die Stiftshütte und den Altar. Und Mose vollendete alle Arbeiten.
34 Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Stiftshütte.
35 Und Mose konnte nicht in die Stiftshütte hineingehen, weil die Wolke auf ihr ruhte und die Herrlichkeit des Herrn die Stiftshütte erfüllte.
36 Und wenn die Wolke sich von der Stiftshütte erhob, brachen die Kinder Israel auf, mit ihrem ganzen Heer.
37 Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, so brachen sie nicht auf, bis zu dem Tag, an dem sie sich erhob.
38 Denn die Wolke des Herrn war bei Tag auf der Stiftshütte, und bei Nacht war Feuer auf ihr vor den Augen des ganzen Hauses Israel, auf allen ihren Zügen.